 | Briefe verraten immer etwas über die Gedankenwelt ihrer Verfasser. Insbesondere wenn man einen Briefwechsel über einen längeren Zeitraum vorliegen hat, kann man auch etwas über die Entwicklung der Verfasser und ihrer Beziehungen erkennen.
In der vorliegenden Ausgabe liegt nun der Briefwechsel zwischen den Philosophen Hans-Georg Gadamer und Martin Heidegger vor, den sie über 50 Jahre lang - von 1922 bis 1976 - pflegten. Insgesamt sind 219... |  | An der Spitze der deutschsprachigen Bestseller-Liste in der Kategorie Sachbuch findet man seit mehr als einem Jahrzehnt nicht nur politische und historische Werke, sondern auch populärphilosophische. Als bekanntester Weltbestseller in diesem Genre gilt das 2007 erschienene Werk von Richard David Precht „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“. Während dieser sich in seinen Büchern bestimmten philosophischen Fragestellungen widmet, geht Wolfra... |
 | Die Geschichte der Philosophie bestand über lange Zeit darin, zu beschreiben, welche Philosophen (weniger Philosophinnen) in den Jahrhunderten zuvor welche Philosophie vertraten. Weniger stand die Geschichte der Philosophie selbst im Zentrum einer eigenen theoretischen Auseinandersetzung. Dies verändert sich seit dem 21. Jahrhundert, zunehmend werden auch Theorien zur Philosophiegeschichte bzw. zur Philosophiegeschichtsschreibung formuliert. B... |  | Hans-Georg Gadamers kurze Schrift "Vom Zirkel des Verstehens" behandelt das hermeneutische Konzept des „Verstehenszirkels“ und die Art und Weise, wie man durch Interpretationsprozesse Bedeutung erschließt. Der Text ist eine Reflexion über die Herausforderungen und Prinzipien des Verstehens, besonders im Zusammenhang mit Texten, kulturellen Artefakten und historisch überlieferten Bedeutungen. Gadamer bezieht sich dabei stark auf die Traditi... |
 | Der Band führt in fachlicher, interdisziplinärer und didaktischer Hinsicht in zentrale Herausforderungen des Zeitalters des "Anthropozän" ein, also dem Erdzeitalter, das maßgeblich durch menschliche Einwirkungen geprägt ist.
Der Band, der von Florian Wobser (Gymnasiallehrer und akademischer Rat) herausgegeben wurde, ist in zwei Teile gegliedert: I. Anthropozän – interdisziplinäre Perspektiven, II. Philosophische Bildung im AnthropozÃ... |  | Was sind die Grundprobleme der Philosophie? Sicherlich gehört dazu die Frage nach dem Verhältnis von Einheit und Vielfalt in der Welt. Welche Antwort gaben darauf die Vorsokratiker? Ist Platon mit seiner Ideenlehre Begründer der abendländischen Metaphysik? Wodurch unterscheidet sich die Philosophie des Aristoteles von der des Platon? Was hat es auf sich mit dem Universalienstreit? Woran zeigt sich die Mathematisierung der Welt in der Frühen ... |
 | Eine neutrale Nacherzählung der Geschichte der Philosophie reicht nach Auffassung des Verfassers dieser aus Vorlesungen an der Universität Konstanz hervorgegangenen Darstellung nicht aus. Vielmehr bedarf es dazu eines problemgeschichtlichen Vorgehens, das sich auch mit Bewertungen nicht zurückhält. Um thematische Einseitigkeiten zu vermeiden, wurde bei der Auswahl der Grundprobleme darauf geachtet, dass die Philosophie in ihrer ganzen themati... |  | Es ist seit einigen Jahren Mode geworden, zu klassischen philosophischen Texten auch Kommentare vorzulegen, die das Studium der Primärtexte erleichtern sollen. Bei Meiner sind bereits Kommentare zu Aristoteles (Seeck: Einführender Kommentar zu Aristoteles' Politik, 2019) und Hegel (Stekeler-Weithofer: Hegels Wissenschaft der Logik. Ein dialogischer Kommentar, Bd. 1-3, 2019-2022) erschienen, aus anderen Verlagen kennt man ähnliche Reihen.
D... |
 | Der u.a. aus dem Fernsehen mit seiner eigenen Philosophie-Sendung bekannte Richard David Precht legt hiermit den letzten seiner auf vier Bände angelegten (abendländischen) Philosophiegeschichte vor, der die Philosophie der Moderne des 20. Jahrhunderts umfasst, und spürt den großen und grundlegenden Fragen und Ideen der Philosophen nach in der Überzeugung: Alle großen philosophischen Fragen sind offene Fragen; und jede Antwort treibt sofort ... |  | In seiner "Einführung" geht Werner Stegmaier einer höchst interessanten Beobachtung nach: In den Jahrhunderten der Geschichte der Philosophie gab es immer wieder neue und andersartige Formen des Philosophierens. Ein Blick in das Kapitel "Antike" zeigt die Unterschiede: "Prosa" bei Thales, Anaximander und Pythagoras, "Paradoxer Spruch" bei Heraklit, "Lehrgedicht" bei Parmenides, "Öffentliche Rede" bei den Sophisten, "Dialog" bei Sokrates und Pl... |
 | Was ist das Besondere an der vorliegenden Philosophiegeschichte, gibt es doch auf dem Buchmarkt eine Vielzahl ähnlicher Produkte, deren Qualität bereits überzeugt? Um es kurz zu sagen: ihre Hybris. Sie - d.h. ihre Autoren, die allesamt Theologinnen und Theologen sind oder in verwandten Disziplinen arbeiten (klassische Philologie, jüdische Philosophie etc.) - nimmt Denker in den Blick, die für den christlichen Glauben zentral sind. Von der An... |  | Was verstanden die antiken Denker unter Philosophie? Wie wurde der Wortstamm „philosoph-“ in der Antike verwendet? Welches Ziel verfolgten Philosophen mit dem Philosophieren? Wie bestimmten sie das Verhältnis von Philosophie zur Religion, zur Politik und zur Rhetorik? Gab es bestimmte philosophische Fragestellungen, die im Zentrum ihres Denkens standen? Wodurch unterscheidet sich der Philosophiebegriff Platons von dem des Sokrates, des Arist... |