 | „Ideen haben keine eigentliche Heimat auf der Erde. Sie schweben in der Luft zwischen den Völkern, zwischen den Menschen und es gibt kaum eine Erkenntnis, einen Glauben, eine Religion, die nicht Eigenes mit Übernommenen vermengte, wie es doch kein reines Erdichten gibt: alles Erfundene ist ein Gefundenes.“ Dieses schrieb Stefan Zweig (1881-1942) am 2.3.1938 aus London in einem Brief an Sigmund Freud. Zugleich gibt dieser Einblick in die kos... |  | Dieses voluminöse und monumentale Werk beschreibt auf mehr als 800 S. differenziert die verflochtene Entstehungsgeschichte von Christentum, talmudischem Judentum und Islam, also der abrahamitischen Religionen, im Kontext der Spätantike und zeichnet in dieser Zusammenschau ein einzigartiges faszinierendes Porträt der Formierungsphase »moderner« Religion; in der Zeit zwischen Jesus und Mohammed ist das entstanden, was wir heute unter Religione... |
 | Ein (zu) ausführliches Buch über die Geschichte Jerusalems: 3000 Jahre Geschichte über die (angeblich) heilige Stadt und den (vermeintlichen) Mittelpunkt der Welt. Sicherlich: in Jerusalem treffen die drei Abrahamitischen Weltreligionen aufeinander, hier kulminieren heute politisch-religiöse Konflikte, hier findet sich ein jüdischer Kernort, - aber Mittelpunkt der Welt? Wird dieser "meist verarmten Provinzstadt im Bergland Judäa" (Vorwort) ... |  | Das deutschsprachige Christentum und die christliche Theologie haben sich besonders in den vergangenen drei Jahrzehnten um den christlich-jüdischen Dialog und damit um eine kritische Aufarbeitung eines christlich inspirierten Antijudaismus bemüht und zugleich die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens betont. Die interreligiöse Verständigung ist auf diesem Gebiet wohl in der Tat einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Wenn sich Christ... |
 | Aschkenas bezeichnet im ersten Buch Mose eine biblische Figur. Der Name wurde in der rabbinischen Literatur des Mittelalters zur Bezeichnung des Siedlungsgebiets der Juden in Europa, insbesondere in deutschen Regionen verwendet. Mit dem aschkenasischen Judentum bezeichnet man allgemein das Judentum west-, mittel- und osteuropäischer Herkunft.
Wie lebten die Juden im Römischen Reich? Lässt sich dort Antisemitismus nachweisen? Wann siedelten im... |  | Die jüdische Gruppierung der Pharisäer sind uns aus der Zeit Jesu vor allem aus der christlichen Perspektive des Neuen Testaments, insbesondere der (synoptischen) Evangelien bekannt. Diese christliche gefärbte Darstellung der Pharisäer ist keineswegs objektiv und wertneutral, sondern von ausgewählten negativen Stereotypen durchprägt und ist als solche negativ konnotiert bis in den deutschen Alltags-Wortschatz eingedrungen: Der Pharisäer al... |
 | Vor gut zehn Jahren wurde in Amerika erstmals der Versuch unternommen, das Neue Testament durchgehend von jüdischen Gelehrten kommentieren zu lassen und es so auch als jüdisches Buch zu verstehen. Der vorliegende Band ist im wesentlichen die Übersetzung der zweiten Auflage dieses Buchs.
Knappe Einleitungen zu jeder biblischen Schrift, ein durchgängiger Kommentar zum gesamten biblischen Text, sowie „Infoboxen“ und kleine Aufsätze zu bes... |  | „Der Mensch wird am Du zum Ich.“, lautet eines der berühmtesten Zitate des Philosophen Martin Buber (1878-1965). Es findet sich in seinem Hauptwerk „Ich und Du“ aus dem Jahre 1923. Dort begründete Buber seine Dialogphilosophie in Abgrenzung zur Philosophie des Deutschen Idealismus, die sich an der Ich-Konstitution durch das Subjekt orientiert. Buber dagegen vertritt „das Apriori der Beziehung; das eingeborene Du“. Sein dialogisches ... |
 | In bereits 3., aktualisierter Auflage 2022 liegt nun dieses Lehrbuch aus der Reihe "Grundwissen Theologie" vor, deren ersten band es darstellt. In der Tat ist das Wissen um die Geschichte des alten Israel frundlegend für ein Verstehen der Bibel. Üblicherweise beginnt eine Geschichte Israels mit der Königszeit Israels im 10. Jhdt. v.Chr., - nicht so in dieser Darstellung der Geschichte Israels; die Verfasserin beginnt mit dem Babylonisches Exil... |  | Religion hat angeblich wieder Konjunktur, - dabei wird oft übersehen, dass auch der Ausstieg aus Religion Konjunktur hat, - nicht nur in Form eines sog. Neuen Atheismus (Richard Dawkins u.a.), sondern auch in Form von Büchern, die den Ausstieg aus fundamentalistisch-radikalen Religionen und Sekten beschreiben. - Unlängst hatte Deborah Feldman (geb. 1986, New York) mit ihrem Buch "Unorthodox" (Bertelsmann Taschenbücher BTB /9783442715343) das ... |
 | Der jüdische Kalender mit den Monaten Tischrej, Marcheschwan, Kislew, Tewet, Schwat, Adar, Nissan, Ijar, Siwan, Tammus, Menachem Aw und Elul ist vielen Menschen im Westen fremd. Mit diesem großformatigen und schön gestalteten Sachbuch lädt uns Dalia Marx ein, die Schätze des jüdischen Jahres zu entdecken: Mit den biblischen Hintergründen, den Festen, den Ritualen, vielen Gedichten und Geschichten über die Feiertage und Jahreszeiten eröff... |  | Unlängst hatte Deborah Feldman (geb. 1986, New York) mit ihrem Buch "Unorthodox" (Bertelsmann Taschenbücher BTB /9783442715343) das Thema des religiösen Fundamentalismus am Beispiel der jüdisch-chassidischen Satmar-Gemeinde in Brooklyn/New York thematisiert: Ein heller Blick auf die dunkle Welt einer jüdischen Sekte in New York. Die jetzt in Berlin lebende Autorin beschreibt die strikte Unterwerfung unter die strengen Lebensgesetze, die Ausg... |