 | Welchen Beitrag können Religionen zum Funktionieren eines freiheitlich-demokratischen Staates leisten? Das ist ebenso die die Grundfrage dieses Buchs wie eine zentrale Frage des Religionsvefassungsrechts in einem modernen, säkularen Rechtsstaat. Dabei ist das sog. »Böckenförde-Diktum« (nach Ernst-Wolfgang Böckenförde) grundlegend: »Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.« ... |  | Die junge Buch-Reihe "essay" des evangelischen Claudius-Verlags aus München greift aktuelle Themen aus Religion, Kirche und Christentum auf. In diesem Band thematisiert ein junger sächsischer Pfarrer "Die atheistische Gesellschaft und ihre Kirche": Im Osten sei schon Realität, was dem Westen noch bevorstehe, nämlich völliges Desinteresse an Kirchenpolitik. Dafür wächse das Interesse an der Botschaft und dem Vorbild Jesu. Der junge Pfarrer ... |
 | Das Grundbekenntnis dieses Buches lautet: Eine Grundlage der Menschenrechte und der modernen Verfassungsstaatlichkeit ist das Christentum. Wäre dieses geschwächt, verlöre der Verfassungsbaum eine seiner Wurzeln. Einen freiheitlichen Staat ohne Religion kann es nicht geben, - gegen einen kämpferischen Laizismus, der Religion möglichst aus dem öffentlichen Leben verdrängen will. Die Entwicklung des freiheitlichen Staates braucht religiöse I... |  | Die Initiative #outinchurch hat sich zu Beginn des Jahres 2022 an die Öffentlichkeit gewandt: 125 kirchliche Mitarbeiter:innen haben sich geoutet, als schwul, lesbisch, trans, queer... Die Initiative setzt sich nachhaltig und öffentlichkeitswirksam für eine "Kirche ohne Angst" ein. Ganz besonders nimmt sie dabei die kirchlicherseits nach wie vor existente Diskriminierung von Personen aus dem LGBTQA+-Spektrum in den Blick. Der vorliegende Samme... |
 | Der 1948 geborene tschechische Soziologe, Religionsphilosoph und römisch-katholische Priester Tomáš Halík zählt zu den bekanntesten Intellektuellen Tschechiens und nimmt regelmäßig zu politischen und ethischen Fragen Stellung. In diesem neuen Buch sieht er einen "Nachmittag des Christentums" als Chance nach dem derzeitigen Mittagstief und Mittagschlaf des Christentums, dessen Kirchen in Klerikalismus, Isolationalismus und Provinzialismus v... |  | Nicht erst seit der Aufdeckung der Missbrauchsskandale, der MeToo-Bewegung und der Berichterstattung über häusliche Gewalt während der Corona-Krise ist deutlich: Gewalt und eben auch traumatische Gewalt ist ein weit verbreitetes Phänomen. Wer vom Glauben redet, kann von Gewalt nicht schweigen. Das ist die mutige Grundeinsicht dieses Buches. Dieses Buch setzt sich mit Gewalterfahrungen und mit Traumatisierungen auseinander. Es lässt Betroffen... |
 | Früher war alles besser? Mitnichten, wie diese "Kleine Geschichte des schlechten Benehmens in der Kirche" zeigt. Humorvoll und dennoch mit der gebotenen Ernsthaftigkeit schildert der Liturgiewissenschaftler Guido Fuchs verschiedenste Aspekte schlechten (oder vermeintlich schlechten) Benehmens in Gotteshäusern: Da werden Tiere mitgebracht, es wird gespuckt, gewitzelt oder geschlafen. Andere kommen zu spät, beenden den Gottesdienstbesuch dafür ... |  | Die Sammlung an Texten, Fotografien und Kunstwerken zum Thema "heilig und profan" beeindruckt. Leib Christi oder Brot? Blut Christ oder Wein? Weihwasser oder Wasser? Darf die Monstranz auf der Parkbank stehen? Darf man Cocktails in Messkelchen servieren? Und ist es ok, eine aufgegebene Kirche zu einer Kletterhalle umzugestalten?
Solchen und ähnlichen Fragen widmen sich die Beiträge in diesem großformatigen Band, der die Grenzen zwischen den b... |
 | Matthias Sellmann, Bochumer Pastoraltheologe, möchte das Wesen des Christentums in diesem kleinen Buch auf den Punkt bringen. Engagiert entwickelt er eine Kurzformel des Glaubens, die auf dem berühmten Christushymnus im Philipperbrief (Phil 2,5-11) fußt und die vier großen Abschnitte dieses Liedes (Einleitung und drei Strophen) mit einem griffigen Schlagwort zunächst zusammenfasst und die daraus gewonnene Erkenntnis dann in "Kompetenzbereich... |  | Die Evangelischen haben sich immer merkwürdig schwer getan mit dem Verhältnis zum Staat bzw. zur Obrigkeit. Entweder dominierte die Innerlichkeit, die Weltabgewandtheit und zumindest ein Desinteresse, wenn nicht gar eine Feindseligkeit gegenüber der Obrigkeit wie z.B. im "Schwärmertum" (vgl. Kap. 2) oder man war allzu staatstragend gemäß der lutherischen Zwei-Reiche-Lehre, die sorgsam trennte und dem Staat unkritisch ein Eigenleben zugestan... |
 | Martin Werlen, Altabt des Klosters Einsiedeln, stellt provokante Thesen auf: Viel zu viele Kirchenmitglieder machten es sich, so meint er, im Innern der Kirche gemütlich und verwechselten Abgeschottetsein mit Glauben. Ausgehend von zahlreichen biblischen Texten, Gedanken namhafter Theologen (z.B. Dietrich Bonhoeffer, Alfred Delp) und kirchlichen Dokumenten weist er jedoch überzeugend nach, dass die Haltung des Versteckens und Verbergens, des Ve... |  | Ganz ähnlich dem parallelen Band "Architektur - verständlich gemacht: Die illustrierte und verständliche Baustilkunde zu Stil, Entwicklung und Geschichte der Baukunst vom antiken Griechenland bis heute" (ISBN 9783809744184) bildet dieser Band einen "illustrierten Führer zur christlichen Architektur" (Untertitel) mit vielfältigen Grund- und Aufrissen, Detail- und Gesamtansichten durch alle Epochen und Stile der christlichen Kirchenbaukunst. J... |