 | Der 1948 geborene tschechische Soziologe, Religionsphilosoph und römisch-katholische Priester Tomáš Halík zählt zu den bekanntesten Intellektuellen Tschechiens und nimmt regelmäßig zu politischen und ethischen Fragen Stellung. In diesem neuen Buch sieht er einen "Nachmittag des Christentums" als Chance nach dem derzeitigen Mittagstief und Mittagschlaf des Christentums, dessen Kirchen in Klerikalismus, Isolationalismus und Provinzialismus v... |  | Nicht erst seit der Aufdeckung der Missbrauchsskandale, der MeToo-Bewegung und der Berichterstattung über häusliche Gewalt während der Corona-Krise ist deutlich: Gewalt und eben auch traumatische Gewalt ist ein weit verbreitetes Phänomen. Wer vom Glauben redet, kann von Gewalt nicht schweigen. Das ist die mutige Grundeinsicht dieses Buches. Dieses Buch setzt sich mit Gewalterfahrungen und mit Traumatisierungen auseinander. Es lässt Betroffen... |
 | Früher war alles besser? Mitnichten, wie diese "Kleine Geschichte des schlechten Benehmens in der Kirche" zeigt. Humorvoll und dennoch mit der gebotenen Ernsthaftigkeit schildert der Liturgiewissenschaftler Guido Fuchs verschiedenste Aspekte schlechten (oder vermeintlich schlechten) Benehmens in Gotteshäusern: Da werden Tiere mitgebracht, es wird gespuckt, gewitzelt oder geschlafen. Andere kommen zu spät, beenden den Gottesdienstbesuch dafür ... |  | Die Sammlung an Texten, Fotografien und Kunstwerken zum Thema "heilig und profan" beeindruckt. Leib Christi oder Brot? Blut Christ oder Wein? Weihwasser oder Wasser? Darf die Monstranz auf der Parkbank stehen? Darf man Cocktails in Messkelchen servieren? Und ist es ok, eine aufgegebene Kirche zu einer Kletterhalle umzugestalten?
Solchen und ähnlichen Fragen widmen sich die Beiträge in diesem großformatigen Band, der die Grenzen zwischen den b... |
 | Matthias Sellmann, Bochumer Pastoraltheologe, möchte das Wesen des Christentums in diesem kleinen Buch auf den Punkt bringen. Engagiert entwickelt er eine Kurzformel des Glaubens, die auf dem berühmten Christushymnus im Philipperbrief (Phil 2,5-11) fußt und die vier großen Abschnitte dieses Liedes (Einleitung und drei Strophen) mit einem griffigen Schlagwort zunächst zusammenfasst und die daraus gewonnene Erkenntnis dann in "Kompetenzbereich... |  | Die Evangelischen haben sich immer merkwürdig schwer getan mit dem Verhältnis zum Staat bzw. zur Obrigkeit. Entweder dominierte die Innerlichkeit, die Weltabgewandtheit und zumindest ein Desinteresse, wenn nicht gar eine Feindseligkeit gegenüber der Obrigkeit wie z.B. im "Schwärmertum" (vgl. Kap. 2) oder man war allzu staatstragend gemäß der lutherischen Zwei-Reiche-Lehre, die sorgsam trennte und dem Staat unkritisch ein Eigenleben zugestan... |
 | Martin Werlen, Altabt des Klosters Einsiedeln, stellt provokante Thesen auf: Viel zu viele Kirchenmitglieder machten es sich, so meint er, im Innern der Kirche gemütlich und verwechselten Abgeschottetsein mit Glauben. Ausgehend von zahlreichen biblischen Texten, Gedanken namhafter Theologen (z.B. Dietrich Bonhoeffer, Alfred Delp) und kirchlichen Dokumenten weist er jedoch überzeugend nach, dass die Haltung des Versteckens und Verbergens, des Ve... |  | Ganz ähnlich dem parallelen Band "Architektur - verständlich gemacht: Die illustrierte und verständliche Baustilkunde zu Stil, Entwicklung und Geschichte der Baukunst vom antiken Griechenland bis heute" (ISBN 9783809744184) bildet dieser Band einen "illustrierten Führer zur christlichen Architektur" (Untertitel) mit vielfältigen Grund- und Aufrissen, Detail- und Gesamtansichten durch alle Epochen und Stile der christlichen Kirchenbaukunst. J... |
 | Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Rede von „Märtyrern“ – so scheint es uns – geschieht derzeit allzu leichtfertig.
Die „Geister zu unterscheiden“ führt in eine semantische Komplexität, die theologische,
interreligiöse, historische, gesellschaftliche und pädagogische Erkundungen und Reflexionen erfordert. Die Materialien in diesem Heft wollen eine solche Auseinandersetzung ermöglichen.
Hans-Michael Mingenbach
Lothar Ri...... |  | Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Heimat ist ein Begriff, der nicht zu den theologischen Fachbegriffen im engeren Sinn gehört. Es ist dennoch lohnenswert, das mit Heimat gemeinte, im Religionsunterricht zu thematisieren, geht es doch um die menschliche Grundfrage nach Identität oder die Frage nach dem Umgang mit dem Eigenen und dem Fremden.
Thomas Kamphausen... |
 | |  | Der deutsche Protestantismus ist von seiner Geschichte her einigermaßen demokratie-feindlich: Das Ende des Kaiserreichs wurde bedauert, die neue Weimarer Republik kritisch gesehen, dem Nationalsozialismus waren viele Protestanten (mehr) verfallen (als Katholiken). Zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes beleuchtet der Autor auch die dunklen Flecken der Nachkriegsjahre im Protestantismus. Denn auch nach 1945 hat die Evangelische Kirche noch lange mit... |