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:inReligion 4/2004 - Auge um Auge

:inReligion 4/2004

Auge um Auge

Gewalt in Texten der Bibel



 
Bergmoser und Höller - Verlagswebsite besuchen
ISSN 1434-2251

2004
34 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 
15.00 Euro
Für Abonnenten 10,50 Euro
 

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Karin Ardey
Auge um Auge
Gewalt in Texten der Bibel

Thematik

Von frühester Kindheit an machen wir Menschen Erfahrung mit Unrecht, Willkür und Gewalt. Sie geht einher mit der Erfahrung eigener Ohnmacht gegenüber persönlichem und fremdem Elend.

Nicht zuletzt mit den Terroranschlägen in Manhattan und Washington am n. September 2001 hat die Ausübung von Gewalt eine Dimension erreicht, die nicht mehr nachvollziehbar und verstehbar ist. -Die Frage, was Menschen Menschen antun können, macht viele fassungslos. Gleichzeitig wurde durch das Bekenntnis muslimischer Gruppen zu diesen Attentaten die Diskussion nach dem Verhältnis von Religion und Gewaltausübung verstärkt entfacht.

Die Schuld konnte eindeutig fundamentalistischen Muslimen zugeschrieben werden. So war die westliche, christlich geprägte Welt schnell bereit, den Islam als Religion abzustempeln, die Gewaltanwendung legitimiert, ja sogar dazu aufruft.

Christen halten dagegen, dass der Gott der Bibel ein Gott der Liebe ist. Daher sei das Wesen des Christentums Liebe. Gewalt im Namen Gottes sei deshalb ein Missbrauch von Religion. Blickt man allerdings auf die Geschichte des Christentums, so ist auch sie geprägt von Gewalt im Namen Gottes. Hexenverbrennungen, Inquisition, Kreuzzüge, Missionsgeschichte, der Glaubenskrieg in Nordirland ... sprechen eine deutliche Sprache. Nicht zuletzt in Äußerungen des amerikanischen Präsidenten zur Legitimation des Irakkrieges werden fundamentalistische christliche Begründungen deutlich.

Die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Religion und Gewalt wirft Fragen nach dem Gottesverständnis auf. So geht es in den vorliegenden Unterrichtsvorschlägen nicht darum, Textstellen von Bibel und Koran gegeneinander auszuspielen oder nachzuweisen, welche Bibelstellen richtig oder falsch sind oder gar die Hebräische Bibel im Gegensatz zum Neuen Testament abzuwerten. Es geht vielmehr darum, der Frage nachzugehen, wie wir mit einzelnen Texten sachgemäß umgehen können und was sie uns heute zu sagen haben.

Sowohl in der Hebräischen Bibel als auch im Neuen Testament begegnen uns Texte, in denen sowohl Menschen gegen Menschen und Menschen im Namen Gottes Gewalt ausüben als auch Gott selbst Gewalt ankündigt und anwendet (vgl. z.B. 1 Mose 27,31-38 — Josef wird von seinen Brüdern als Sklave verkauft; 2 Mose 2,12 — Mose erschlägt einen ägyptischen Aufseher; 1 Könige 18 — Elia tötet die Baalspriester; 1 Mose 9 — Sintflut; Mt. 4,1-12 — Enthauptung Johannes' des Täufers; Mt. 22,1-14 —die königliche Hochzeit; die Offenbarung des Johannes ...)

Wenn wir die Bibel ernst nehmen als das Buch, in dem uns Gott begegnen kann, dürfen wir diese Texte nicht ausklammern und uns nur den Texten zuwenden, die zu Frieden und Liebe aufrufen. Unter der Voraussetzung, dass die Bibel ein von Menschen verfasstes Buch ist, in dem viele verschiedene Menschen und Gruppen über 2000 Jahre hin ihre Erfahrungen mit Gott aufgeschrieben haben, ist die Entstehungsgeschichte der einzelnen Texte zu beachten. Sie alle stehen in einem sozialgeschicht-
liehen Kontext und sind mit einem bestimmten Interesse aufbewahrt, weitererzählt, verfasst, ergänzt und verändert worden.

Diese Betrachtungsweise allein bliebe aber vordergründig, denn sie kann allzu schnell zur Ablehnung und zum Ausschluss dieser Texte führen, da wir heute auf einem ganz anderen Hintergrund leben, in dem das Ideal einer humanen Welt propagiert wird. In letzter Konsequenz kann sie zu der These veranlassen, dass das Christentum antiquiert sei und sich überlebt habe; einer Meinung, mit der sich heutige Christen zunehmend auseinander setzen müssen.

Es ist deutlich zu machen, dass die Erfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben und machen, auch Erfahrungen sein können, die als Furcht einflößend, gefährlich und bedrohlich empfunden werden. „Der Gott der Bibel will mit den Menschen in Beziehung treten, und wie Beziehungen unter Menschen mit Schmer^ und Kampf verbunden sein können, so auch Beziehungen Gottes %u den Menschen. Denn Gott meint es ernst mit den Menschen. Darum ist er kein harmloser Gott. Der „liebe Gott" ist eine Verharmlosung biedermeierlicher Harmoniesucht. Diese Einsicht wirkt zunächst hart, sie ermöglicht es uns aber, auch unangenehme Erfahrungen in unseren Glauben zu integrieren."1


Intentionen

Ist Gott gewalttätig? Wie kann Gott Gewalt und Elend zulassen? Kann Gott angesichts so viel menschlichen Leids noch Richtschnur für ein gelingendes Leben sein?

Diese Fragen bewegen auch schon Kinder und Jugendliche, die auf der Suche nach ihrem Gottesbild und ihrer Gottesbeziehung sind, die sich gerade im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren auf dem Hintergrund der von ihnen wahrgenommenen Wirklichkeit kritisch mit dem ihnen vermittelten Gottesbild des Liebenden und Barmherzigen auseinander setzen. Dabei darf der Religionsunterricht die aufkommenden Fragen und Probleme weder verharmlosen oder schönreden noch mit vorschnellen Antworten und Lösungen zur Stelle sein.

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern muss er sich auf den Weg machen, in der Bibel, dem Dokument, in dem Menschen ihre Erfahrungen mit Gott bezeugen, möglichen vorläufigen Antworten nachzuspüren. Dabei begegnen uns sowohl Unverständnis als auch Kritik bis hin zur Ablehnung. Dies gilt es ernst zu nehmen. Die Auseinandersetzung und Akzeptanz der „dunklen" Seiten Gottes sind ein lebenslanger Prozess und gehören zum Glauben.

An einzelnen biblischen Texten soll sichtbar werden, in welchem Zusammenhang und in welcher Tradition Gewalt stattfindet,

- dass die Erfahrung von der Größe, dem Erschrecken vor der Unsagbarkeit und der Mächtigkeit Gottes im Gegenüber zu den Menschen verbunden ist mit der Erfahrung, dass die Gewalt meistens eingesetzt wird, um Opfer vor Gewalt zu schützen und zu rechtfertigen,

- dass göttliche Gewalt Menschen daran hindert, Gott gleich sein zu wollen, indem sie über Leben und Tod entscheiden.

Gleichzeitig soll an je einem Text aus der Hebräischen Bibel und dem Neuen Testament Gewaltüberwindung verdeutlicht werden.

1) Klaus Steffen Krieger, Gewalt in der Bibel, Münsterschwarzach, 2002, S. 103.

Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG 1-2
2. UNTERRICHTSVERLAUF 3-14
3. MATERIALIEN 15-31

Gewalt in Texten der Hebräischen Bibel 15-24

m 1 Da schlug Kain den Abel tot - biblische Geschichte von Kain und Abel
m 2 Abrechnung mit Abel - Gedicht aus der Sicht des Täters Kain
m 3 Kain und Abel - Folie
m 4 Ein Winzer, der im Wege ist - Erzählung zu Nabots Weinberg
m 5 Arbeitsblatt zu Nabots Weinberg
m 6 Elia stellt Ahab zur Rede - Auseinandersetzung mit dem Anspruch Gottes
m 7 Für das Leben einstehen: die Hebammen Schifra und Pua - biblische Geschichte von
gewaltlosem Widerstand
m 8 Frauen, die sich trauen - gewaltloser Widerstand und Zivilcourage während des Nazi-Regimes

Gewalt in Texten des Neuen Testaments 25-30
m 9 Ein grausamer Kindermörder - biblische Geschichte vom Kindermord in Betlehem
m10 Am Tag der unschuldigen Kinder - Gedicht
m11 Der Kindermord in Betlehem - Folie
m12 „Ihr habt aus meinem Haus eine Räuberhöhle gemacht!" - biblische Geschichte der
Tempelreinigung
m13 Sagen Sie mal, Händler - fiktives Interview mit einem betroffenen Händler
m14 Vom Verzicht auf Gewalt - fünfte Antithese der Bergpredigt
m15 Gewaltverzicht - Risiko und Chancen - gewaltloser Widerstand gegen Hemdes

Gewalt heute 31
m16 Tagesthemen -Folie
m17 Wer handelt gewalttätig? - persönliche Einstellung zu Gewalt reflektieren

4. IDEENBÖRSE