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:inReligion 2/2005 - Die Zehn Gebote

:inReligion 2/2005

Die Zehn Gebote

Angebote zu einem Leben in Freiheit und Glück



 
Bergmoser und Höller - Verlagswebsite besuchen
ISSN 1434-2251

2005
34 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 

Dieser Titel ist komplett vergriffen und endgültig nicht mehr lieferbar.
Eine Neuauflage ist nicht vorgesehen.
„Du sollst nicht lügen!"
„Du sollst nicht stehlen!"
„Du sollst nicht töten!"
„Du sollst Vater und Mutter ehren!"
Fragt man Jugendliche nach den Zehn Geboten, so reduziert sich ihr Wissen häufig auf diese oder ähnliche Aussagen. Die Gebote werden im Zusammenhang kirchlicher Moral wahrgenommen und als Machtinstrument empfunden, das ein schlechtes Gewissen hervorrufen soll. So kommen den Jugendlichen die Zehn Gebote als weltfremd vor, deren Einhaltung auch nicht möglich ist. Aus diesem Grund haben sie nur bedingt Gültigkeit für das Leben.
Hinzukommt, dass die Jugendlichen in ihrem Alltag die ständige Missachtung der Gebote durch die Erwachsenen erleben: Götzen wie Macht und Geld, Sonntagsarbeit und Freizeitgenuss, Belächeln der Erfahrung alter Menschen, Kriege und Mord, Lug und Betrug um des eigenen Profites wegen kennzeichnen die Lebenswirklichkeit.
Schon das Wort „Gebot" stört. Es wird meist als Verbot und Einschränkung interpretiert. Allerdings sind die Zehn Gebote innerhalb der Befreiungsgeschichte des Volkes Israel überliefert. Sie finden ihre Begründung in dem Heilshandeln JHWHs. Dies zeigt sich deutlich an der Selbstvorstellung JHWHs, die allen Geboten vorangestellt ist. Er stellt sich vor als derjenige, der die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. Durch diese Tat hat sich JHWH an das Volk Israel gebunden. Die Antwort auf diese Bindung ist die Einhaltung der Gebote als Zeichen der Bindung an den Einen Gott im Gegensatz zu den Machtansprüchen der zahlreichen Götter im alten Orient.
Am Berg Sinai erhält das Volk Israel und in ihm jeder einzelne - dies zeigt die persönliche Anrede des „Du" — ein Gesetz, das Lebensregeln festschreibt, die im verheißenen, gelobten Land gelten sollen. Sie sind die Grundvoraussetzung für Freiheit und gelingendes Leben. Bei Verstoß gegen diese Regeln schädigt der Einzelne sich selbst und die Mitmenschen.
„Die Bezeichnung Dekalog für die Zehn Gebote geht auf zwei Stellen im Buch Deuteronomium zurück (Dtn 4,13; 10,4). Dort ist von den „Zehn Worten" die Rede, die Gott auf zwei Tafeln schreibt. Die Septuaginta — die Übersetzung de£ Alten Testaments auf Griechisch - gibt dies mit „hoi deka lo-goi" (= „die zehn Worte") wieder. Über das lateinische „decalogus" entstand unsere Bezeichnung Dekalog. [...] Der Dekalog ist im Alten Testament zweimal überliefert: Im Buch Exodus Kap. 20 und im Buch Deuteronomium Kap. 5 ... An beiden Stellen folgt ihm eine Sammlung von Gesetzen: in Ex 20,22-23,19 das so genannte Bundesbuch, in Dtn 12-26 das Deuteronomische Gesetz. Diese sind als Auslegungen und Anwendungen des Dekalogs zu verstehen.
Beide Dekalogfassungen weisen fundamentale Übereinstimmungen auf, aber auch eine Reihe von Unterschieden, z.B. beim Sabbatgebot, beim Elterngebot und beim Begehrensverbot. Die Frage, welcher der beiden Texte der ältere ist, wird unterschiedlich beantwortet. Derzeit neigt die Forschung dazu, die Dtn-Fassung als die ältere zu betrachten [...]."' Das Buch Deuteronomium wird insgesamt in das achte Jahrhundert v. Chr. (hiskijanisches Ur-Deuteronomium) bis in das vierte Jahrhundert v. Chr. (Abschluss der Pentateuchredaktion) datiert.
Die Christen haben die Zehn Gebote als Ganzes übernommen. Unterschiede bestehen bei der Zählung. In der jüdischen Tradition zählt die Einleitung als erstes Gebot. Die katholische und evangelische Tra-J dition wertet sie nicht so wichtig. So gehören zum ersten Gebot das Götzen- und Bilderverbot bzw. nur das Götzenverbot. Im Buch Deuteronomium wird von zwei steinernen Tafeln gesprochen, auf de-1 nen JHWH die Gebote geoffenbart hat (Dtn 5,22): auf der einen stehen die Gebote, die das Gottesverhältnis regeln, und auf der anderen diejenigen, die das Menschenrecht modifizieren.
Da die Zehn Gebote eng mit dem Heilshandeln Gottes verbunden und nur von daher zu verstehen sind, gilt für diesen Entwurf die jüdische Zählung:
1. JHWH stellt sich vor und erhebt seinen Anspruch (Präambel),
2. Anbetung des einen Gottes und Verbot des Götzendienstes,
3. Verbot, JHWHs Namen zu missbrauchen,
4. Gebot der Sabbatruhe,
5. Gebot der Elternehrung,
6. Tötungsverbot,
7. Verbot von Ehebruch,
8. Verbot von Diebstahl,
9. Verbot, falsches Zeugnis abzulegen,
10. Verbot der Begehrlichkeit.
Für den Juden bilden die Zehn Gebote den Höhepunkt der göttlichen Offenbarung vom Sinai. Siel haben immer und ewig Geltung, müssen aber den sich ändernden Lebensumständen angepasst wefl den und brauchen eine ständige verständnisvolle Auslegung.
Auch der Jude Jesus geht so mit den Geboten um, wenn er sie in seiner so genannten Bergpredigt zu seiner ethischen Lehre auslegt. Er bezieht sich ausdrücklich auf die Tora und die Propheten. An an-1 derer Stelle fasst Jesus alle Gebote zu einem Hauptgebot zusammen: Liebe zu Gott, zum Nächsten 1 und zu sich selbst (Mk 12,28-3l)- Dieses Gebot ist zwar im Dekalog nicht so genannt, es hat aber auch im Judentum eine hervorragende Bedeutung, vgl. dazu das Sch'ma Israel (Dtn 6,4-6) und das Gebot der Nächstenliebe (Lev 19,18).
Die Zehn Gebote sind die Grundlage für die allgemeinen Menschenrechte.

Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG
2. UNTERRICHTSVERLAUF
3. MATERIALIEN


Gebote und Verbote

m 1 Gebote - Verbote - Regeln - Annäherung an das Thema
m 2 Zehn Gebote von Kindern für ihre Eltern - Alternative zu m 7


Der Dekalog

m 3 Der Weg in die Freiheit - zusammenfassende Erzählung wichtiger Ereignisse des Exodus
m 4 Im Lande der Knechtschaft - biblisches Erzähllied
m 5 Sieger Köder: Das Gesetz vom Sinai - Folie
m 6 Die Zehn Gebote - Vergleich der beiden Fassungen aus 2 und 5 Mose
m 7 Ich bin der Herr, dein Gott - Erarbeitung des ersten Gebotes
m 8 Keith Haring: The Ten Commandments - Folie
m 9 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir - Erarbeitung des zweiten Gebotes
m 10 Feiernd nähern wir uns unserem Gott - Erarbeitung des vierten Gebotes
m11 Du sollst nicht töten - Erarbeitung des sechsten Gebotes
m 12 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden - Erarbeitung des neunten Gebotes
m 13 Die Zehn Gebote überholt? - Meinung eines Prominenten zu den Zehn Geboten
m 14 Neue Zehn Gebote - Zehn Gebote, heute geschrieben
m 15 Gut dran sind,... - die Zehn Gebote umgeschrieben in Seligpreisungen


Jesus und die Tora

m 16 Jesu Umgang mit der Tora - ausgewählte Antithesen aus der Bergpredigt
m 17 Das wichtigste Gebot - das Doppelgebot der Liebe


Auswirkungen des Dekalogs

m 18 Die Menschenrechte - Ausschnitt aus der Menschenrechtscharta
m 19 Meine persönlichen zehn Gebote


4. IDEENBÖRSE

Verlagstext

Die zehn Gebote (9/10)

Bis heute sind die Zehn Gebote in alle gesellschaftlichen Vorstellungen von Gut und Böse eingeflossen. Aus diesem Grund, aber vor allen Dingen, weil sie als jüdische Wurzeln auch zum Kern des christlichen Glaubens gehören, sollte sie jeder kennen. Häufig ist das Wissen über sie allerdings nur noch rudimentär und fragmentarisch vorhanden. Sie werden, wie schon erwähnt, gerade von Jugendlichen als Druckmittel besonders der Kirche und auch der Eltern, in deren Erziehung sie einfließen, empfunden.Gerade Schülerinnen und Schüler der Altersstufe, für die dieser Unterrichtsvorschlag vorgesehen ist, lehnen auf dem Weg in das Finden der eigenen Identität Gesetze und Verbote ab. Hinzu kommt, dass sie andererseits nach verbindlichen Normen für sich selbst und ihre Gruppen suchen.Darum ist es wichtig, dass sie kennen lernen, in welchem heilsgeschichtlichen Zusammenhang die Zehn Gebote dem Volk Israel gegeben worden sind, und zwar nicht als moralische Verpflichtungen, sondern als Angebot für ein gelingendes Leben. Darum gehört ein kurzer Ausblick auf die Erfahrungen des Volkes Israel beim Exodus bzw. deren Wiederholung an den Beginn der Auseinandersetzung mit den Zehn Geboten.Ein Vergleich der beiden Textstellen (2 Mose 20,2-17 und 5 Mose 5,6-21) macht deutlich, dass es schon von Anbeginn an verschiedene Grundlegungen und Deutungen einzelner Gebote gab. Von daher begründet sich auch die Legitimation, in der heutigen Zeit über Auslegungsmöglichkeiten nachzudenken. Dies soll an einzelnen Geboten exemplarisch geschehen: Götzenverbot; Gebot der Sabbatruhe; Tötungsverbot; Verbot, falsches Zeugnis abzulegen.Um deutlich zu machen, dass die Zehn Gebote nicht nur für den jüdischen Glauben konstituierend sind, hilft ein Blick in das Neue Testament in Bezug auf Jesu Umgang mit der Tora: Frage nach dem wichtigsten Gebot (Mk 12,28-34) und die Bergpredigt ( Mt 5 ff.). Gerade in der Bergpredigt - als Kern der Lehre Jesu - wird der Bezug zur Tora besonders deutlich.Da die Gedanken der Zehn Gebote - vor allem in der westlichen Welt - auch in der Deklaration der Menschenrechte eingeflossen sind, gehört ein kurzer Ausblick auf diese ebenfalls in diesen Unterrichtsvorschlag.