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:inReligion 4/2001 - Dietrich Bonhoeffer

:inReligion 4/2001

Dietrich Bonhoeffer

Beten und Tun des Gerechten



 
Bergmoser und Höller - Verlagswebsite besuchen
ISSN 1434-2251

2001
34 Seiten, lose, 21 x 30 cm
 

Dieser Titel ist komplett vergriffen und endgültig nicht mehr lieferbar.
Eine Neuauflage ist nicht vorgesehen.
Schweigen?
Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich nichtprotestiert,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.


Martin Niemöller



Thematik


Bei einer Beschäftigung mit Dietrich Bonhoeffer für den Unterricht fällt auf, dass er in Unterrichtswerken nur ansatzweise vertreten ist und behandelt wird. Wenn sein Name überhaupt fällt, dann wird er als Beispiel für den Widerstand der (Bekennenden) Kirche im Dritten Reich angeführt. Eine ähnliche Einschätzung erfuhr sein Leben und Werk anfangs auch in der Kirche: So lud die Bayerische Pfarrerbruderschaft anlässlich des achten Jahrestages der Hinrichtung Dietrich Bonhoeffers am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg zu einer Gedenkveranstaltung ein. Der damalige Landesbischof Hans Meiser lehnte die Teilnahme mit der Begründung ab, dass Bonhoeffer nicht als Märtyrer der Kirche, sondern aufgrund seines politischen Denkens gestorben sei.

Mittlerweile ist das kirchliche Bild Bonhoeffers positiver. So würdigte der bayerische Landesbischof Hermann von Loewenich beim fünfzigsten Gedenktag der Hinrichtung Bonhoeffer als einen Blutzeugen des Glaubens. Heute hat Bonhoeffers Leben und Werk umfassend Aufnahme gefunden. Wahrscheinlich ist er der am meisten gelesene deutsche Theologe des 20. Jahrhunderts, viele kennen sein mittlerweile mehrmals vertontes Gedicht "Von guten Mächten". Die Bandbreite seines Denkens zeigt sich nicht zuletzt bei den unterschiedlichen Gruppierungen, die sich auf ihn berufen: "Den einen gilt er als Vorbild eines Christseins, das eine unpolitische Beschränkung auf das Geistliche, das innerliche oder Jenseitige überwindet und aktiv gestaltend soziale und politische Veränderungen in Angriff nimmt . Andere rufen ihn als Kronzeugen gegen eine verweltlichte Kirche an, die mit ihrer Verkündigung der,billigen Gnade'nicht den Sünder, sondern die Sünde rechtfertigt und das Christsein zur folgenlosen Sache verkümmern lässt. Manche sehen in ihm den Propheten einer religionslosen Zeit, in der das Christentum eine ganz neue, nicht mehr nur religiös-innerliche Gestalt annehmen wird. Wieder andere haben angesichts der Erfahrung von Unterdrückung und Verfolgung in seinen in der Haft entstandenen Briefen Trost und Ermutigung für ihren eigenen Kampf gefunden. oder er wird als Vertreter des anderen Deutschland gesehen, dessen Ethos und Lebenszeugnis nach dem Ende der Diktatur auch heute noch vermächtnishafte Bedeutung für das politische Gemeinwesen hat. Auch als Verfechter einer optimistischen Lebenseinstellung, die sich selbst in dunkelsten Tagen nicht entmutigen lässt und damit in heutigen Krisen als Vorbild dienen kann, ist Bonhoeffer in Anspruch genommen worden. Und schließlich schätzen ihn unzählige Menschen als Theologen und Christen, der christliche Frömmigkeit und Lebensdeutung in ebenso prägnanter wie gegenwartsnaher Weise in Worte fassen konnte." (Christoph Strohm: Dietrich Bonhoeffer, in: Hummel/Strohm, Zeugen einer besseren ,Welt. Christliche Märtyrer des 20. Jahrhunderts, Leipzig 2000, S. 321 f.) Bei der Einschätzung Bonhoeffers muss auf) eden Fall beachtet werden, dass sein Leben und Werk nicht in ein systematisch-theologisches und politisches Denken aufgesplittert werden kann und darf: .Ohne Bonhoeffers Leben wird leicht alles missverständlich und missbrauchbar. Sein Leben ist schicksalhaft mit der Nazizeit verknüpft" (so sein ehemaliger Schüler im Predigerseminar Wolf-Dieter Zimmermann; in: ders., Wir nannten ihn Bruder Bonhoeffer, Berlin 1995, S. 135). Im vergangenen Jahr wird manche Lehrerin und mancher Lehrer vielleicht auch aufgrund des Films ..Bonhoeffer - Die letzte Stufe" auf diese Persönlichkeit aufmerksam geworden sein, vielleicht auch neugierig, mehr von dieser Person zu erfahren, vielleicht sogar motiviert, mit Schülerinnen und Schülern darüber zu sprechen. Das vorliegende Heft will einen weiteren Anreiz dazu bieten. Dabei steht neben der Biografie Bonhoeffers besonders seine Theologie - mit entsprechenden didaktischen Reduktionen - im Vordergrund. Die ethischen Konsequenzen werden aufgezeigt, wobei sich die Lehrerin bzw. der Lehrer der Tatsache bewusst sein muss, dass es dabei im Sinne Bonhoeffers nicht darum gehen darf, "dass ich gut werde noch dass der Zustand der Welt durch mich gebessert werde [ ... ], sondern dass die Wirklichkeit Gottes sich überall als die letzte Wirklichkeit erweise". (Dietrich Bonhoeffer: Ethik, München 1998, S.32).

Überlegungen zu den Intentionen

Das Leben und Werk Bonhoeffers muss vor seinem zeitgeschichtlichen Hintergrund gesehen werden, jedoch darf es nicht bei einer rein historischen Behandlung bleiben, denn - so der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizäcker in seiner Rede vom 8. Mai 1985: "Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus gemacht wird." Neben dieser politischen Verantwortung sollen die Schüler/innen auch über persönliche Wertungen reflektieren und Konsequenzen ihrer Einstellungen und ihres Handelns erkennen, die sich an den Gedanken Bonhoeffers festmachen lassen.

Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. UNTERRICHTSVERLAUF

3. MATERIALIEN




Einstieg

Aus deM Leben Dietrich Bonhoeffers

M1 Zeittafeln -
Die Schülerlinnen setzen anhand von Zeittafeln Daten aus dem Leben Bonhoeffers in Beziehung zur Zeitgeschichte.

M2 Biografie
Die Schüler/innen füllen die Daten mit biografischen Ereignissen und bereiten eine Wandzeitung vor.

M3 Bilder aus dem Leben Bonhoeffers
Die Schüler/innen interpretieren Bilder Bonhoeffers und vervollständigen die Biografie.

M4 Ausgewählte Aussagen und Stationen
Aussagen Bonhoeffers werden verschiedenen Lebenssituationen zugeordnet.

M5 Wer bin ich?
Anhand des Gedichtes denken die Schüler/innen über Selbst- und Fremdwahrnehmung bei Bonhoeffer und bei sich selbst nach.

M6 Alexej von Jawlensky: in Andacht (Folie)
Das Bild Jawlenskys wird interpretiert und mit Dietrich Bonhoeffer in Beziehung gesetzt.

"Von guten Mächten wunderbar geborgen"

M7 Gott ist
Anhand von Textauszügen setzen sich die Schüler/innen mit dem Gottesbild Bonhoeffers auseinander.

M8 Geschichten von Gott
Die Schülerlinnen denken über Eigenschaften Gottes nach und reflektieren das eigene Gottesbild.

M9 Von guten Mächten
Ausgehend von dem Gedicht Bonhoeffers denken die Schülerlinnen über Glück und Unglück nach.

M10 "Figuren und Hund vor der Sonne" (Umrissbild)
Das Gedicht Bonhoeffers wird mithilfe eines surrealistischen Bildes von Miró visualisiert, "ins Bild gesetzt"

"Kirche ist nur Kirche, wenn, sie für andere da ist"

M11 Aussagen Bonhoeffers über die Kirche
Ausgehend vom Kirchenbegriff Bonhoeffers werden eigene Aussagen zur Kirche erarbeitet.

M12 Jugend 2000: Was glauben sie eigentlich?
Eigene Einstellungen und Wertungen zu Kirche und Religion werden - ausgehend von einer Statistik - diskutiert.


"Dem Rad in die Speichen fallen"?

M13 Die Begründung der Ethik bei Bonhoeffer
Die Begriffe "Gesinnungsethik" und "Verantwortungsethik" werden erarbeitet.

M14 Ethik im Konflikt
Gesinnungs- und Verantwortungsethik werden an einem biblischen Text verdeutlicht und auf das eigene Leben übertragen.

M15 Kirchliche Stellungnahmen
Formen des Widerstandsrechtes werden aufgrund kirchlicher Stellungnahmen diskutiert.


4. IDEENBÖRSE

5. TAFELBILDER

Zum Autor dieser Ausgabe
Gunther vom Stein, Jahrgang 1951, Lehramt für die Grund- und Hauptschule sowie für die Sekundarstufe I, zurzeit tätig als Fachleiter für Evangelische Religionslehre am Studienseminar Solingen