 | Moshe Zuckermann und Susann Witt-Stahl sprechen über Erich Fried, sein Werk, sein Leben, sein Engagement für eine gerechtere Welt.
Dabei beleuchten sie sein Schaffen als Lyriker, flechten immer wieder Gedichtzeilen in ihr tiefes Gespräch ein, nehmen Bezug zu den großen gesellschaftlichen Debatten der 1950er bis 1980er-Jahre und stellen Frieds hochentwickelte intellektuelle Auffassungsgabe heraus. An vielen Stellen erfährt man von Frieds wic... |  | Heather Morris schrieb schon ein Buch über einen Holocaust-Überlebenden, den Tätowierer von Ausschwitz. Nach ihrem Erfolgsroman erhielt sie viele Zuschriften, was wohl aus dem Mädchen aus dem Lager geworden sei, das ihm das Leben rettete. Nun erhält sie nach langen Recherchen ihre eigene Geschichte. Cäcilia Klein, in Tschechien geboren, kam ins KZ Birkenau, wo sie aufgrund ihrer Jugend und ihres Aussehens "auserwählt" wurde, als Prostituie... |
 | Jörg Fauser (1944-1987) war ein Solitär im deutschen Literaturbetrieb, wurde ihm doch seitens der Literaturkritik und der deutschen Kulturbürokratie jegliche Förderung und Würdigung versagt. Bekanntheit erlangte der Schriftsteller durch seinen Kriminalroman „Der Schneemann“(1981) und durch sein autobiographisch geprägtes Werk „Rohstoff“(1984). Fauser entwickelte in seinen Schriften eine eigene Poetik. Den Dichter sah er an als den â... |  | Zum 100. Geb. von Heinrich Böll erschienen im dtv-Verlag seine wichtigsten Werke in begrenzten Sonderausgaben, darunter auch diese berühmte Kurzgeschichtensammlung von 1950: Die Erzählung "Wanderer, kommst du nach Spa…" wurde zuerst 1950 als Titelgeschichte der gleichnamigen Kurzgeschichtensammlung veröffentlicht. Sie gehört zu den bekanntesten Kurzgeschichten Heinrich Bööls bzw. der sog. Trümmerliteratur, der deutschen Nachkriegslitera... |
 | Zum 100. Geb. von Heinrich Böll erschienen im dtv-Verlag seine wichtigsten Werke in begrenzten Sonderausgaben, darunter auch dieses: Der 1959 erschienene Roman "Billard um halb zehn" erzählt die Geschichte einer rheinischen Architektenfamilie, die gleichzeitig das deutsche Schicksal der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts symbolisiert: Verantwortungsbewußte und Opportunisten finden sich auch in diesen drei Generationen. Im Nachkriegsde... |  | Märchen in dunklen Zeiten – Geschichte des Märchens im „Dritten Reich“ ist ein kleiner Band, der eine häufig „umgangene“ Zeit, die Zeit des Nationalsozialismus, in der Erzählforschung ans Licht hebt. Oliver Geister (1), der Autor, ist „promovierter Pädagoge, Lehrbeauftragter an der Universität Münster (Fachbereich Erziehungswissenschaft) und Lehrer am Gymnasium Wolbeck für die Fächer Deutsch, Pädagogik, Praktische Philosophi... |
 | Der deutsche Schriftsteller Hans Fallada (*1893 Greifswald; †1947 Berlin; eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen) hat sich in seinen Romanen immer auch gesellschaftskritischen Themen mit entsprechenden Milieustudien gestellt. Neben dem Welterfolg "Kleiner Mann – was nun?" (1932 bei Rowohlt erschienen), der vom sozialen Abstieg eines Angestellten am Ende der Weimarer Republik handelt, gilt das auch für die späteren Werke "Wolf unter Wöl... |  | Warschau im Jahr 1943: Polen ist seit Jahren besetzt, die Leiden der Zivilbevölkerung sind entsetzlich, der Aufstand im Ghetto wird grausam niedergeschlagen, die Vernichtung der Juden geht in die "Endlösung". In diesem Warschau hat sich Irma Seidenman 1943 gefälschte Papiere verschafft, um ihre jüdische Herkunft zu verschleiern - blond und blauäugig wie sie ist, lebt sie eine Zeit lang unbehelligt im 'arischen' Teil der Stadt. Doch ein ehema... |
 | Die Corona-Pandemie 2020/2021 hat dem Roman "Die Pest" unerwartet neue Aufmerksamkeit zukommen lassen - auch das dürfte diese Neuausgabe beflügelt haben. Der französische Literaturnobelpreisträger von 1957 und im Januar 1960 bei einem Autounfall verstorbene Philosoph Albert Camus (1913-1960) gehört zu den französischen Schriftstellern, die im Französisch-Unterricht regelmäßig gelesen werden, u.a. seine Romane „Die Pest“, „Der Fallâ... |  | Der Ich-Erzähler Frieder, der eigentlich Friedrich Büchner heißt, seine Schwester Alma, sein bester Freund Johann und seine neue Freundin Beate, die er beim Sprung vom Siebeneinhalbmeterbrett im Freibad kennenlernt. Sie erleben gemeinsam den titelgebenden großen Sommer im Jahr 1981. Der 16 Jahre alte Frieder muss in den Sommerferien für zwei Nachprüfungen lernen - und das bei seinen Großeltern, wo er doch zum Großvater ein äußerst ambiv... |
 | Diese neuen Gedichte des bekannten christlichen Poeten Huub Oosterhuis liegen in einem kleinen Bändchen im Patmos-Verlag vor: Oosterhuis besitzt die wundervolle Fähigkeit, aktuelle Themen wie Flucht, Vertreibung, Armut, moderne Sklaverei mit den großen christlichen Glaubensachsen zu verknüpfen. Und das eben ohne sich in dogmatischem Kleinklein oder rituellen Zwängen zu verlieren. Sein leichter und doch zutiefst nachdenklich stimmender Ton se... |  | Warum werden Literaturgeschichten in der Regel nur national(sprachlich) verfasst? Sind die Grenzen zwischen den Sprachen wirklich so groß, dass keine sprach-übergreifenden literarischen und kulturellen Entwicklungen zu fassen sind? Ist die (National-)Sprache angesichts von Multikulturalität, Migration und Global Village tatsächlich noch ein Kriterium zur Abgrenzung von Literatur? Diese "kleine deutsche-französische Literaturgeschichte" vom 1... |