 | "Rosen im Asphalt" ist der neue Roman der Bestseller-Autorin Felicitas Fuchs alias Carla Berling. Hier hat sie wieder eine Geschichte vor historischem Hintergrund geschreiben:
Linda und Irmi sind zwei Frauen, die aus Verhältnissen kommen, nicht unterschiedlicher sein könnten. Aber das Schicksal führt sie zusammen und lässt daraus eine lebenslange Freundschaft entstehen.
Bei allem, was die beiden erlebt mussten bleibt die Verbundenheit und d... |  | "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig ist ein stiller, warmherziger Roman über Reue, Erinnerung und die Frage, was von einem Leben bleibt, wenn sich nichts mehr zurücknehmen lässt. Wilbur reist in einem geheimnisvollen Zug durch die prägenden Stationen seines Lebens: durch Augenblicke des Glücks, des Schmerzes und der verpassten Möglichkeiten. Haig nutzt diese Grundidee nicht als bloßes Gedankenspiel, sondern als fein erzählte Geschichte ... |
 | Leonie Swanns Schafskrimi mit dem Titel "Widdersehen" setzt auf eine Prämisse, die zunächst nach einem Gag klingt: Schafe ermitteln, philosophieren, tasten sich mit ihrer Herdenlogik durch eine gefährliche Geschichte. Dass das tatsächlich trägt, liegt daran, dass Swann das Tierische nicht verniedlicht, sondern als Linse auf menschliche Absurditäten nutzt. Der Charme liegt in der Mischung. Zwischen Entführung, Intrigen und einer sehr eigens... |  | Der Roman "Das Gartenfest" von Jennie Godfrey entfaltet seine Spannung leise: über Blicke, Tonverschiebungen und die Ahnung, dass hinter der sonnigen Familienkulisse etwas nicht stimmt. Die Einladung zum perfekt arrangierten Gartenfest wirkt harmlos, doch gerade diese Harmlosigkeit trägt den Riss im Bild. Godfrey konzentriert sich auf das Ungesagte, auf Rollen, Masken und die kleinen Störungen im Alltag. Dadurch entsteht eine Mischung aus Wär... |
 | Der Titel verspricht Wärme und hält das Gegenteil. Ronja von Rönne nennt ihren neuen Roman "Alles Liebe" und meint damit keine Zuneigung, sondern eine Formel, mit der Menschen einander täuschen, sich selbst eingeschlossen. Fünf Episoden, fünf Leben, die nur locker miteinander verwoben sind und doch dasselbe Grundmuster zeigen: wie aus Nähe Macht wird, wie Zuneigung zum Hebel wird, wie Liebe und Lüge auf engstem Raum koexistieren. Laura ha... |  | "Der Einsiedlersommer" ist ein bemerkenswert hartnäckiger Roman. Einer von der Sorte, die man anfangs für reine Naturbeschreibung hält, bis man sich plötzlich mitten in der eigenen Lebensbilanz wiederfindet. Anne Sverdrup-Thygeson erzählt von Eva, einer Biologin, die nach einer Todgeburt aus Oslo in ein Dorf in Vestfold flieht. Ihr offizieller Auftrag: einen ausgestorben geglaubten Eremitenkäfer in alten Eichenwäldern zu kartieren. Was nac... |
 | Susanne Fröhlich bleibt mit "Blümerant" ihrer Andrea‑Schnidt-Welt treu und schickt ihre Heldin diesmal auf eine Nordkap-Kreuzfahrt inklusive Ex-Schwiegervater, neuer wie alter Familienkonstellationen und dem vertrauten Potenzial für gepflegtes Chaos. Das Buch lebt weniger von großen Überraschungen als von präziser Alltagsbeobachtung: Menschen reden aneinander vorbei, alte Rollen greifen sofort wieder, und genau darin liegt sein Reiz. Frö... |  | Der Roman von Lena Kupke mit dem kurzen Titel „Pause“ ist ein Buch, das sich nicht entscheiden will, ob es einen zum Lachen oder zum Weinen bringen will. Hanna, Mitte dreißig und eigentlich fest im Berliner Leben, bricht nach einer Panikattacke zusammen und findet sich plötzlich wieder im Elternhaus in Lüneburg. Im ehemaligen Kinderzimmer, das inzwischen ein Büro mit Drucker und 90‑Zentimeter‑Gästebett ist. Das ist der Ausgangspunkt,... |
 | Robert Seethalers "Die Straße" ist kein Roman mit klassischer Handlung, sondern ein vielstimmiges Panorama einer unscheinbaren Straße am Rand einer deutschen Stadt. Zwischen Nachkriegsbauten, Altersheim, Gasthaus und ein paar alten Läden entfaltet sich ein ganzes Spektrum menschlicher Erfahrungen. Seethaler verzichtet auf eine durchgehende Erzählung und setzt stattdessen auf kurze Szenen, Dialoge und innere Monologe: ein Junge im Jagdfieber, ... |  | "Vielleicht im Sommer" von Lukas Mi-Sa Nguyễn Eggers ist ein berührender Coming-of-Age-Roman, der zwei 15‑jährige Außenseiter auf einen Roadtrip an die Nordsee schickt. Und dabei erzählt die Geschichte von Freiheit, Freundschaft und der Suche nach Zugehörigkeit. Der Stoff wirkt zunächst vertraut, entfaltet jedoch gerade durch die glaubwürdige Perspektive und die unsentimentale Erzählweise eine besondere Kraft. Besonders überzeugend i... |
 | Lisa Roys Roman "Alles ist Gold" erzählt von Jana, Ende zwanzig, frisch getrennt, zurück im Elternhaus und ungeplant schwanger. Die Autorin macht daraus keinen Krisenlärm, sondern einen stillen, klugen Roman über Orientierung, Zugehörigkeit und das Gefühl, im eigenen Leben kurz den Halt zu verlieren. Der Ton ist lakonisch und warm zugleich. Roy lässt ihren Figuren Widersprüche, was sie glaubwürdig macht: Jana wirkt wie jemand, der an zu ... |  | „Der Fährmann“ von Regina Denk ist ein atmosphärisch dichtes, dunkel schimmerndes Familiendrama, angesiedelt an der deutsch‑österreichischen Grenze während des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte um Hannes Winkler, den Fährmann, sowie Elisabeth, Josef und Annemarie zeichnet eindrucksvoll die Spannungsfelder von Freundschaft, Eifersucht, Liebe und Schuld nach. Besonders stark gelingt Denk die Lebendigkeit der beiden Salzach-Dörfer. Die G... |