 | In der Romantrilogie "Aufbrechen" / "Verleugnen" / "Überleben", alle im Orlanda-Verlag, geht es um den Kampf einer heranwachsenden afrikanischen Frau um das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und weibliche Selbstbestimmung, in einer von Kolonialismus und Patriarchat dominierten Gesellschaft. Die Autorin kritisiert dabei rassistische und geschlechterspezifische Hierarchien in postkolonialen Gesellschaften. Die an der Deutschen Film- und Ferns... |  | Der Roman "Die satanischen Verse" erschien bereits im Jahr 1988. Der Anschlag auf den indisch-britischen Schriftsteller Salman Rushdie im August 2022 ist Anlass genug, erneut zur Lektüre zu greifen und den Roman zu empfehlen. Bereits im Jahr der Erscheinung wurde eine Fatwa durch den damaligen Obersten Führer des Iran Ruhollah Chomeini gegen Rushdie ausgesprochen und Muslime auf der ganzen Welt zur Ermordung des Schriftstellers aufgefordert, di... |
 | Hans Leister hat mit seinem Thriller "Der Tunnel" ein Markenzeichen gesetzt. Es folgt ein apokalyptischer Roman mit dem Titel das "U-Boot". Ein (un-) scheinbarer Titel für einen Thriller, der Lust auf den Inhalt weckt: Die Tiefe und die Stille des Meeres. Die Enge eines Bootes, das seine Besatzung auf engstem Raum zusammenschweißt, gewollt oder ungewollt. Die Weite der See und die Enge des des Bootes. Widersprüche in einem Titel vereint.
Di... |  | Dieser Roman beschreibt die Lage der Frauen in der Sahelzone und prangert sie an. Er thematisiert am Beispiel dreier muslimischer Frauen im Norden Kameruns das universelle Problem der Gewalt gegen Frauen. Die kamerunische Schriftstellerin, Menschenrechtsaktivistin und Gründerin des gemeinnützigen Vereins "Femmes du Sahel" Djaïli Amadou Amal (geb. 1975 in Maroua, Diamaré) nimmt in ihren in französischer Sprache verfassten semi-autobiografisch... |
 | Es wird zuletzt viel über Alltagsrassismus in Deutschland gesprochen, - dieser Roman erzählt anschaulich aus Betroffenenperspektive einer ruandischen Frau, was das konkret bedeutet. Er zeigt, wie schwer es füre viele Migrant*innen ist, in Deutschland anzukommen und Fuß zu fassen. Mutoni, eine junge, gebildete Frau aus Ruanda, beschließt nach dem Tod ihrer Mutter auszuwandern. Über eine ehemalige Mitschülerin erhält sie das Angebot, nach H... |  | Die 1980er Jahre am Stadtrand von Moskau: Hier wachsen die zwei Freundinnen Anja und Milka auf, die in den letzten Jahren der Sowjetunion erwachsen werden, in einem Staat kurz vor dem Zerfall, mit dem Schicksal einer verlorenen Jugend. Der Debüt-Roman von Kristina Gorcheva-Newberry, heute in den USA lebend (der zweite Teil handelt davon: Anja reist aus und kehrt erst 20 Jahre später in ein völlig verändertes Russland zurück), beschreibt den ... |
 | Den Roman "Als hätte der Himmel mich vergessen" berichtet sehr ehrlich und schonungslos über die Kindheit von Amelie Sander. Die Autorin erzählt abwechselnd mal im Rückblick Situationen aus ihrem leben als misshandeltes, verwahrlostes Kind und aus der Zeit, kurz nachdem sie aus ihrer Familie geflohen ist. Dabei bewundere ich den Mut und die Kraft, mit der Frau Sander von den schrecklichen Ereignissen, die sie bis heute demütigen und nicht nu... |  | Jonas und David lernen sich im Krankenhaus kennen. Beide haben Krebs und liegen im gleichen Zimmer, während sie eine Chemotherapie erhalten. Die beiden 17 Jahre alten Jugendlichen haben beim Einsetzen der Romanhandlung auf einer freundschaftlichen Ebene zueinandergefunden, sie unternehmen gemeinsame Fantasiereisen und träumen sich in die verschiedensten Situationen: In eine Disco oder eben nach Malibu an den Strand. Sie durchleiden gemeinsam ei... |
 | Darius Kellner, ein feinfühliger schwuler junger Mann mit iranischen Wurzeln, wohnt mit Eltern und Schwester in Portland, Oregon, und durchlebt in diesem schönen Coming-of-Age-Roman ein Wechselbad der Gefühle zwischen erster Liebe und erstem Job, familiären Schwierigkeiten und einem Todesfall.
Wir lernen eine Menge über die Zerrissenheit junger Menschen, gerade wenn sie wie Darius in zwei Kulturen aufwachsen und vielleicht auch wegen andere... |  | Der Autor dieses original 1981 erschienenen Romans erhielt 1986 als erster schwarzafrikanischer Erzähler den Nobelpreis für Literatur. Sein biographischer Roman beschreibt eine Missionsstation in Nigeria, in der er aufwächst und in der sich afrikanische Tradition und Christentum begegnen. Aus Erlebtem, Erinnerungen und etwas Phantasie webt Soyinka ein dichtes Erzählwerk: Pfarreigelände, Kirche, Schule und das Elternhaus sind dem Hörer schne... |
 | Vom nigerianischen Schriftsteller und ersten Afrikanischen Literaturnobelpreisträger (1986) Akinwande Oluwole Soyinka (*1934 in Abeokuta, Nigeria) liegt hiermit sein voluminöser neuester Roman vor, der von der Korruption, von Macht und Gier und den Schatten des britischen Kolonialismus in seiner Heimat Nigeria handelt. Der neue Roman beschreibt die Skrupellosigkeit der nigerianischen Gesellschaft und ihrer politischen Kaste (am fiktiven Beispie... |  | Von der im Dezember 2021 verstorbenen US-amerikanischen Journalistin und Autorin Joan Didion ist zuletzt (ebenfalls bei Ullstein) das Buch erschienen "Das Jahr magischen Denkens" (Mai 2021) (9783548065588), in dem sie in offener, direkter, unverborgen-schonungsloser Weise über die Trauer nach dem Tod ihres Ehemannes und über ihren Versuch, das Unfassbare begreiflich zu machen. 40 Jahre war das Ehepaar verheiratet, als ihr Mann am Esstisch eine... |