 | Dora Zwickaus Roman „Gesellschaftsspiel“ verbindet gekonnt familiäres Drama mit politischer Vision. Im Zentrum stehen die Schwestern Isabelle und Annika sowie ihre Tante Dagmar, drei eigenständige, aber voneinander entfremdete Frauen. Als ihre Mutter stirbt, zwingt sie das gemeinsame Abschiednehmen zur Auseinandersetzung - nicht nur miteinander, sondern auch mit einer gesellschaftlichen Umwälzung, die plötzlich direkt in ihr Leben hineinr... |  | Anna kann nicht mehr. Nun ist sie in einem Sanatorium und begegnet dort anderen Frauen, die ebenfalls am Rand stehen: Elif, die sich in täglich neue Märchen flüchtet. Marija, die von ihrer toten Mutter erzählt, als sei sie noch da. Katharina, die schweigt, trinkt und Erinnerungen verdrängt. Und dann ist da der Flamingo im Kurpark – eine stille Projektionsfläche, Gesprächspartner, vielleicht auch Trostspender. Mit ihrem Debütroman geling... |
 | Anne Sauers Romandebüt „Im Leben nebenan“ erzählt auf kluge, feinfühlige Weise von der Frage, wie unser Leben verlaufen wäre, hätten wir an einer bestimmten Stelle anders abgebogen. Protagonistin Toni erwacht eines Tages nicht in ihrer vertrauten Stadtwohnung, sondern im Heimatdorf - mit Baby, Ehemann und einem Leben, das sie nie geführt hat. In wechselnden Kapiteln verwebt Sauer zwei Lebensrealitäten einer Frau: kinderlos in der Stadt... |  | Beatrix Gerstbergers Roman „Die Hummerfrauen“ erzählt eindrucksvoll von drei Frauen, die auf einer Insel in Maine mit ihrer Vergangenheit, ihren Verletzungen und der Suche nach Zugehörigkeit ringen. Im Mittelpunkt steht Mina, die nach dem Tod ihres Bruders an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt, an einen Sommerort voller Erinnerungen und offener Fragen. In der rauen Welt der Hummerfischerei begegnet sie der eigenwilligen Ann und der pragmat... |
 | Clare Leslie Halls Debüt „Wie Risse in der Erde“ erzählt mit großer emotionaler Dichte von der jungen Beth, deren Leben durch eine verlorene Sommerliebe aus den Fugen gerät. Dreizehn Jahre später scheint sie mit Ehemann Frank auf einer Farm glücklich, bis Gabriel, ihre erste Liebe, zurückkehrt. Alte Gefühle brechen auf, ein traumatischer Verlust kommt ans Licht, und eine verhängnisvolle Entscheidung nimmt ihren Lauf. Ein Mensch stirb... |  | Ein wunderschöner Roman, der die Leser mitnimmt in den Norden Finnlands und auf eine Reise durch mehrere Jahrhunderte.
Es geht um ein kleines Gehöft namens Nevabacka (Moorhöhe), das eingebettet in einer Wald- und Moorlandschaft liegt und den unterschiedlichsten Menschen ein Zuhause gibt.
So wird in fünf Episoden, aus fünf Jahrhunderten verfolgt, wer auf dem kleinen Hof lebt und wie die Umstände gerade so sind. Auch, wenn man als Leser ein... |
 | Im Roman "Das Licht in den Wellen" greift Janne Mommsen das Schicksal der friesischen Auswanderer in New York auf und zeigt dies anhand ihrer Protagonistin Inge Martensen. Dabei gibt es zwei Handlungsebenen: zunächst die Gegenwart mit der beinahe hunderjährigen Inge, die noch einmal nach New York möchte und daher mit ihrer Urenkelin Swantje ein Schiff besteigt. Während der Fahrt erinnert sie sich an ihre erste Reise nach Amerika und sie besch... |  | In Das Licht in den Wellen entführt uns Janne Mommsen auf eine ungewöhnliche Reise über den Atlantik – eine Reise durch Erinnerungen, Generationen und das pralle Leben. Im Mittelpunkt steht Inge Martensen, die sich kurz vor ihrem 100. Geburtstag nicht etwa zurücklehnt, sondern ausbricht: Mit ihrer Urenkelin Swantje besteigt sie ein Schiff nach New York, dorthin, wo einst ihr Herz und ihre Geschichte neue Wurzeln schlugen. Was wie ein Abschi... |
 | In "Shitbürgertum" rechnet Poschardt mit einem linksliberalen Milieu ab, das er als moralisch überheblich, staatshörig und kulturprägend beschreibt. Stilistisch arbeitet er mit viel Wucht, Zitaten von Nietzsche bis Heidegger – und einer Menge Wut. Manche Passagen sind messerscharf, andere wirken eher wie polemische Rundumschläge. Das Buch regt durchaus zum Nachdenken an, bleibt aber oft bei plakativen Feindbildern stehen. Wer bereit ist, s... |  | Ein Hase, der kommt und geht, wie er will – und eine Frau, die lernt, loszulassen. In ihrem Lockdown-Rückzug aufs Land begegnet Chloe Dalton einem verwaisten Feldhasen – und nimmt ihn auf, ohne ihn zu zähmen. Kein Kitsch, kein Kuscheltier: Der Hase bleibt wild, und Chloe bleibt Beobachterin. Das Buch ist leise, klug und erstaunlich witzig. Kein großes Drama, sondern liebevolles Nature Writing mit britischem Understatement. Und: Man lernt e... |
 | Das Kartenset „Erlebnisorientierte Klassenführung“ aus dem Beltz Verlag bietet 45 sofort einsetzbare Methoden zur aktiven Gestaltung von Klassenklima und Gruppenprozessen. Die Karten sind übersichtlich gegliedert in Energizer und Aktivierungsübungen, erlebnispädagogische Methoden und systemische Reflexionsmethoden. Die Energizer bringen Bewegung, Kontakt und Energie in den Raum – ideal für zwischendurch. Die erlebnispädagogischen Übu... |  | Berlin, 1920; Kriminalkommissar Walter Benneken wird zu einem Todesfall gerufen, in den zwei schillernde Größen des frühen deutschen Films verwickelt sind: Thea von Harbou und Fritz Lang. Beide sagen aus, dass Langs Ehefrau Elisabeth Rosenthal Suizid begangen hat, aber Benneken hat Zweifel und will den Fall nicht zu den Akten legen...
Angelegt an den realen Fall konzipiert Ralf Günther eine spannende Handlung, die einen Blick in die goldenen... |