 | „Das Geheimnis des Geigenbauers“ von Evie Woods ist ein Roman, der vor allem durch seine stimmungsvolle, warme Atmosphäre überzeugt. Die Autorin versteht es, Orte und Stimmungen so lebendig zu zeichnen, dass man sich schnell in die Welt der Geschichte hineinversetzt fühlt. Dieses ruhige, fast meditative Erzähltempo verleiht dem Buch einen besonderen Charme. Wie ein Musikstück, das sich langsam entfaltet und gerade dadurch Wirkung zeigt. ... |  | „Selbstregulation & Mentale Stärke: Trainings erfolgreich leiten“ von Renate Freisler und Katrin Greßer ist ein ausgesprochen praxisorientiertes Fachbuch für alle, die Workshops, Coachings oder Trainings zu Resilienz und Selbststeuerung entwickeln und durchführen. Der große Vorteil: Die Autorinnen bleiben nicht bei theoretischen Konzepten stehen, sondern liefern konkrete Trainingsabläufe, Methoden und Transferwerkzeuge, die sich unmitte... |
 | „Die Erdbeer-Spur“ ist der achte Fall in der „Schule der magischen Tiere ermittelt“-Reihe – und genau das Richtige für junge Leserinnen und Leser, die gerade das Lesen lernen. Als bei Frau Rettich eingebrochen wird, steht fest: Nur schlaue Detektive können den Fall lösen. Eisbär Murphy, Ida, Benni und die magischen Tiere gehen auf Spurensuche : mit roten Klecksen, einem kaputten Blumentopf und keiner klugen Spur. Margit Auer gelingt... |  | „Der Fährmann“ von Regina Denk ist ein atmosphärisch dichtes, dunkel schimmerndes Familiendrama, angesiedelt an der deutsch‑österreichischen Grenze während des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte um Hannes Winkler, den Fährmann, sowie Elisabeth, Josef und Annemarie zeichnet eindrucksvoll die Spannungsfelder von Freundschaft, Eifersucht, Liebe und Schuld nach. Besonders stark gelingt Denk die Lebendigkeit der beiden Salzach-Dörfer. Die G... |
 | Nina kann singen. Bis sie es plötzlich nicht mehr kann. Keine Verletzung, keine Diagnose, nur Stille. Was wie der Albtraum jeder Sängerin klingt, ist der Ausgangspunkt von Ingrid Klosers neuem Roman "Regentropfen fallen langsam". Und wer ein Buch über Stimmprobleme erwartet, liegt angenehm falsch. Nina flieht von der Musikhochschule nach Wien, trifft dort auf eine unkonventionelle Gesangslehrerin und schließlich auf Yuko, die ihr das japanisc... |  | Matthias Nawrats "Das glückliche Schicksal" ist kein Roman für den schnellen Konsum, sondern einer, der sich langsam, aber beharrlich in die Gedanken schiebt. Aus einer zufälligen Begegnung im Venedig des Jahres 1983 entsteht ein konzentriertes Kammerspiel zwischen der polnischen Psychologin Wanda Karłowska und dem Exilanten Henryk Mrugalski. Was zunächst wie ein nüchternes Forschungsinterview beginnt, kippt bald in etwas deutlich Unheimlic... |
 | Es heißt oft, auf Vaterschaft könne man sich nicht vorbereiten. Sebastian Tigges hält dagegen und er muss es wissen. Der ehemalige Anwalt, heutige Vollzeit‑Vater, Podcaster und Stern-Kolumnist hat seine Lektionen selbst auf die harte Tour gelernt. "Becoming Dad" ist sein ehrlicher Erfahrungsbericht, angenehm uneitel und weit weniger posenhaft, als man es bei einem Instagram‑Promi mit großer Reichweite erwarten würde. Tigges stellt die ri... |  | Reinhold Messner braucht eigentlich keine Einleitung. Wer alle 14 Achttausender ohne Flaschensauerstoff bestiegen hat, Wüsten durchquerte und Pole erreichte, hat seine Legende längst selbst geschrieben. Und doch beginnt "Mein Weg. Bilanz eines Grenzgängers" genau damit: mit dem Grenzgang als Zustand und Lebensphilosophie. Schon der Titel zeigt, dass es hier um mehr geht als um Gipfel und Rekorde. Die Neuausgabe versammelt prägnante Interviews... |
 | Jo Failers Buch "Ich denk nicht dran" ist weder klassischer Erfahrungsbericht noch Ratgeber, sondern etwas Seltenes: ein ehrliches, poetisches Zeugnis vom Leben mit einer Frühdemenz. Geschrieben von jemandem, der noch mitten darin steht. Mit 51 Jahren, zwei kleinen Kindern und einem vollen Berufsleben erhält Failer eine Diagnose, die alles verändert. Dieses Buch ist seine Antwort darauf.
Als erfahrener Journalist findet er einen Ton, der berÃ... |  | Manche Bücher liest man, manche erlebt man. "Der Sommer, der uns blieb" von Greta Herrlicher gehört eher zur zweiten Kategorie, vorausgesetzt man lässt sich auf sein ruhiges, atmosphärisches Erzähltempo ein. Der Roman handelt von einem Sommer, der Spuren hinterlässt: in den Figuren, in den Beziehungen, in dem, was ausgesprochen und was verschwiegen wird. Herrlicher hat eine echte Stärke für Stimmungen. Sie beschreibt keine Kulissen, sie b... |
 | Wenn ein totes Schaf eine Ermittlung auslöst, weiß man: Wir sind wieder auf Sylt und Karl Sönnigsen hat eindeutig zu viel Freizeit. Mit "Zwischen gut und böse" liefert Dora Heldt den dritten und letzten Band ihrer Nordsee-Krimireihe und verbindet erneut norddeutschen Humor mit gemütlicher Crime-Spannung. Dass Karl aus purer Langeweile und grundsätzlichem Misstrauen gegenüber der Jugend eine „Soko Schaf“ gründet, wirkt zunächst wie Kl... |  | Der Titel ist Programm. Wer erlebt hat, wie ChatGPT in Sekunden Texte produziert, die man selbst in Stunden kaum besser schreiben würde, weiß: Diese Technologie bleibt. Andreas O. Loff, als „AI‑Typ“ einem Millionenpublikum bekannt, schreibt darüber mit der Souveränität eines Praktikers. Das spürt man auf jeder Seite. Was sein Buch von vielen KI‑Debatten unterscheidet, ist der Ton. Kein Alarmismus, keine Heilsversprechen. Loff nimmt ... |