 | Irgendwo versteckt im Wald
Film 4
Auf Schwedisch hat dieser Film einen anderen Titel. „Wilde Erdbeeren“ – das klingt nach Sommer, ungezähmter Natur, nach Verlangen und Sünde. Das schwedische „Smultronstället“ hingegen ist der Ort, an dem man diese Erdbeeren findet, irgendwo versteckt im Wald. Man verrät die Stelle niemandem, denn die Früchte sind klein und selten. Und so geht es diesem Film auch nicht um das Begehren, sondern u... |  | Lernt die verfluchten Regeln
Film 5
Nach „Eraserhead“, David Lynchs erstem Film, tauchte plötzlich ein seltsames Gerücht auf, das den traumatischen Effekt des Films erklären sollte – es würde da einen Ton von extrem tiefer Frequenz auf dem Soundtrack geben, der unbewusst die Zuschauer beeinflusste, ein Ton, der nicht zu hören sei, aber beim Zuschauer für Unbehagen, für Unwohlsein gar sorgen würde. Und wirklich, zielt Lynchs gesa... |
 | Wir holen Sie rein
Film 8
"Treten Sie bitte vom Fenster zurück!" Die junge Frau dreht sich um und sieht die Killer, die da vor ihr stehen. Sieht die Schalldämpfer. Schaut zum Fenster. Sie versteht. Man will sie erschießen, und die Kugeln sollen nicht das Fensterglas durchschlagen und die Welt da draußen irritieren.
Sie legt die Papiere, an denen sie gerade gearbeitet hat, ab. "Ich werde nicht schreien", sagt sie. Das weiß ich, nickt ihr... |  | Irre vernünftig
Film 10
Als 1968 bekannt wurde, dass der Regisseur Mike Nichols Joseph Hellers Antikriegsroman „Catch-22“ verfilmen wollte, wurde das in Amerika als Kultursensation des Jahres gehandelt. Nach seiner Verfilmung des Theaterstücks „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ und seinem Oscar für „Die Reifeprüfung“ hatte sich Nichols als einer der wichtigsten jungen Regisseure etabliert. Keinem anderen traute man zu, „Cat... |
 | Das Leben ist ein Requiem
Film 11
Da ist dieser eindringliche Blick, den Huma Rojo aus ihrem Taxi wirft, die große Bühnendiva, als sie nach der Vorstellung – Endstation Sehnsucht! – davonfährt. Ihr Blick auf den jungen Esteban, gerade 17 geworden. Doch für Huma ist Esteban viel mehr als nur ein unbekannter Fan, er ist die Hoffnung ihres Lebens. Sekunden später wird der Junge, der Schriftsteller werden will und gerade an dem Text „A... |  | Was wir verdienen
Film 12
Verdienste hatten nichts damit zu tun. Als „Unforgiven/Erbarmungslos“ im Spätsommer 1992 in die Kinos kam – ohne große Erwartungen, weil seit Clint Eastwoods letztem richtigen Hit ein Jahrzehnt vergangen war –, hatte sein Hauptdarsteller schon in zehn Western mitgewirkt und drei selbst inszeniert. Aber erst dann, nach fast vier Dekaden im Filmgeschäft und 28 Jahren im Rampenlicht, wurde der Filmstar Clint ... |
 | So dunkel und erdrückend nah
Film 13
Los Robles, ein Städtchen an der mexikanisch-amerikanischen Grenze, Bordelle, Gangs, die Nachtseite der Zivilisation. Eine Bombe mit Zeitzünder wird in einem Kofferraum deponiert. Die Kamera folgt dem Auto, schwebt über Hausdächer, taucht ab ins Straßenleben, vorbei an einem Liebespaar, ein Slalom beginnt, ein verschlungener Tanz zwischen dem Paar und dem Wagen, immer neu verliert man sie aus den Aug... |  | Wir bewohnen denselben Käfig
Film 22
Eines langen Tages Reise in die Nacht, in einer feudalen Villa, tief im amerikanischen Süden: Aggressionen, Ausbrüche und Attacken bei den einen, Eifersucht, Bitternis und Groll bei den anderen. Es geht um alte Lügen und alltägliche Intrigen, um verlorene Illusionen und viel Geld. Big Daddy feiert seinen 65. Geburtstag. Alle sind gekommen, aber sein Sohn Brick rebelliert, er hält sich an Whiskey und ... |
 | Insel der Bücher
Film 16
Ich muss zugeben, dass es kaum einen Film von François Truffaut gibt, den ich nicht aus dem einen oder anderen Grund großartig finde, und den ich Ihnen nicht bedingungslos ans Herz legen würde. Aber bei "Fahrenheit 451" kenne ich einfach keine Zurückhaltung mehr.
Ein jeder, der Bücher liebt und leidenschaftlich liest, muss von Ray Bradburys Roman ohnehin gefangen genommen sein. Aber wie Truffaut sich dieser Sci... |  | Wir haben es (nicht nur in den Irak-Kriegen) erlebt: Lügen die Bilder? Ist „das authentische Bild am Ende – digital?“ (so fragt der Verfasser in seinem Resümee. Hat das dokumentarische Filmformat ausgelebt – digital? Hat der Gegensatz von Fiktionalem und Nichtfiktionalem je existiert? Gibt es überhaupt authentische Bilder? Gibt es überhaupt Wahrheit, Substanz und Authentizität in Bildern? – Diesen und weiteren Fragen stellt sich di... |
 | Die „Geschichte des internationalen Films“, - deutsche Fassung der „Oxford History of World Cinema“ -, ist wohl für jeden Cineasten ein unbedingtes Muß. – Aber auch für Pädagoginnen und Pädagogen ist es durchaus nützlich; denn Film und Kino prägen die Kultur des 20. Jhdts wie kein anderes Medium und damit letztlich auch die Lebenswelten unserer Schülerinnen und Schüler. Wie sehr sind sie (und wir) von Hollywood geprägt, leben ... |  | "Rio Bravo", "Giganten", "Lohn der Angst", "Vom Winde verweht", "Die Vögel" - das sind nur fünf Titel von über 500 Filmplakaten die in diesem aufwändigen Werk zu bewundern sind. Der Kenner und Sammler Manfred Christ will in "Graphische Träume" Interesse für die Kunst und das Können von Filmplakat-Malern aus den 50er und 60er Jahren wecken, die damals als "Gebrauchsgraphiker" nur wenig beachtet wurden, obwohl sie durch ihre Malerei das Genr... |