 | Die Cinthia-Gedichte von Enea Silvio Piccolomini, des späteren Papstes Pius II, gehören zu den bekanntesten neulateinischen Texten, obgleich der Dichter sie im Rahmen seiner geistlichen Karriere verschwinden lassen wollte.
Umso schöner, dass sie nun in einer erschwinglichen und gleichzeitig fundierten zweisprachigen Ausgabe vorliegen.
Es handelt sich um 23 Elegien, deren Themen mythologische Stoffe ebenso wie anzügliche Liebesaffären darst... |  | Ciceros Philippische Reden werden im Lateinunterricht der Oberstufe gern gelesen. Hier liegt eine neue Schulausgabe vor, die modernem Lektüreunterricht auf ganzer Linie gerecht wird: Eine interessante Textauswahl mit angemessenen Unterstützungsmaterialien, dazu textgebundene und offene Interpretationsfragen und wichtige kulturelle Bildung setzen sich zu einem überzeugenden Gesamtbild zusammen.
Insgesamt wurden aus dem Korpus der Phillipika 22... |
 | Reiner Stolte erzählt und illustriert den Mythos des Herakles für Kinder. Die aussagekräftigen Farbbilder unterstützen dabei prägnant die Aussagekraft der jeweiligen Episode.
Die erzählten Abschnitte umfassen die komplette Herakles-Biographie: Geburt und Jugend des Helden werden geschildert, dann die ersten Taten und der Kampf mit den Giganten. Der Dodekathlos erfährt natürlich die ausführlichste Darstellung, bevor schließlich die Ehe ... |  | Die Einbindung archäologischer Zeugnisse ist im Lateinunterricht bisher häufig stiefmütterlich behandelt worden. Patrick Schollmeyer und Tamara Choitz zeigen in diesem fundierten Buch, dass sich die Behandlung archäologischer Themen nicht nur lohnt, sondern auch gut in Unterrichtssequenzen einzubinden ist. Dazu schlagen sie vor, eine "Schule des Sehens" auch im Lateinunterricht zu etablieren, um Kunstwerke, architektonische Zeugnisse und z.B.... |
 | Der Augustinus-Zitatenschatz ist tatsächlich ein wahrer Schatz: Denn so kann man anhand einzelner Stichworte zu Kernthemen Augustinus' Denkens gelangen und auch für die Schule gebrauchen - etwa im Religions- und Philosophieunterricht, insbesondere aber auch im altsprachlichen Unterricht. Ein Beispiel: Was versteht Augustinus unter "Freundschaft" (hier S. 80)? In den Confessiones 4,14 schreibt Augustinus: "Beatus qui amat te et amicum in te et ... |  | Die am Anfang des 13. Jahrhunderts entstandenen "Unheimlichen Geschichten" (Dialogus miraculorum) des Caesarius von Heisterbach sind eine lohnende Lektüre im Lateinunterricht. Jan Follak hat diesen Text in einer präzise durchdachten und gut redigierten Ausgabe für den Schulgebrauch eingerichtet. Nach einer allgemeinen Einführung stellt er drei Lesestrategien vor (S.7), die man auch als übergreifende Fragestellungen bezeichnen könnte, mittel... |
 | Karl-Wilhelm Weeber, für zahlreiche Veröffentlichungen zur Antike bekannt, widmet sich in diesem Buch den römischen Graffiti. Iin 23 verschiedenen Themenblöcken sammelt er insgesamt ca. 750 Gelegenheitsinschriften (stets mit guter Übersetzung), gibt kurze Hinweise zur Interpretation einzelner Texte und führt witzig und prägnant in die Kapitel ein.
Welche Themen werden behandelt? Neben dem detaillierten Inhaltsverzeichnis seien hier die Ob... |  | Raoul Schrott hat hier wirklich ein opus magnum geschaffen: Wortgewaltig, schwergewichtig, vielgestaltig erzählt er von der Erschaffung und vom Werden der Welt. Dabei gelingt es ihm, ganz verschiedene Stränge der Welterklärung zusammenzuführen: Philosophische Gedanken haben genauso Platz wie Erzählungen biblischen Ursprungs, naturwissenschaftliche Erkenntnisse sind ebenso berücksichtigt wie literarische Weltzugänge.
So ergibt sich ein kal... |
 | Die Forschungen zum dramatischen Werk des Jesuitendichters Jakob Balde sind derzeit noch am Beginn, werden durch die vorliegende Dissertation allerdings deutlich vorangetrieben. Ausgehend von der Rolle des Chors in den (ebenfalls vielfach zu Unrecht unterschätzten) Tragödien Senecas untersucht Caroline Dänzer die Funktionen der Chors in Jakob Baldes nicht-tragischen und tragischen Werken.
Zum Aufbau im Einzelnen:
Nach theoretischen Überlegu... |  | Dieses Buch über Rom ist weit mehr als ein Reiseführer oder ein einfaches Sachbuch über die ewige Stadt: Jörg Ernesti, der mehrere Jahre in Rom gelebt hat, nimmt seine Leser mit auf eine unvergessliche Tour in das wahrscheinlich größte Freilichtmuseum der Welt, allerdings ganz unter den Vorzeichen der deutsch-römischen Beziehungen.
Als Theologe und Kirchenhistoriker legt Ernesti einen großen Fokus auf die kirchlichen Verbindungen zwische... |
 | Das "Directorium Humanae Vitae" (Richtschnur für das menschliche Leben) wurde vom jüdischen Konvertiten Johannes von Capua aus dem Hebräischen übersetzt. Diese lateinische Übersetzung stammt aus dem 13. Jahrhundert und lässt sich gattungsgeschichtlich nicht leicht einordnen, ist sie doch "Märchensammlung, Fürstenspiegel, Exemplar der Weisheitsliteratur" (Vorwort S. 16) zugleich. Der Kompendiumscharakter des aus Indien stammenden Erzählst... |  | Was tragen wir nicht alles mit uns herum!
Der Kulturwissenschaftler Andreas Gehrlach nimmt die Leser seines kleinen Büchleins mit in die Welt der Taschen und Behältnisse des Menschen: Weshalb tragen wir einen solchen "loculus", einen kleinen Ort, mit uns herum, der uns quasi an den Leib geheftet ist und uns nicht nur räumlich, sondern auch emotional näher ist als unsere anderen Besitztümer, der sich quasi zu einem außerkörperlichen Organ ... |