 | Warum sollten Lateinbücher immer den Geruch des Veralteten und Vergilbten haben? Spätestens diese neue CURSUS-Reihe, Band 1-3 (Texte und Übungen) plus jeweiliger Begleitgrammatik, überwindet diesen Eindruck; frisch, farbig und schülernah kommen diese Lehrbücher daher, ohne dadurch an Niveau zu verlieren. Mit Hilfe von Flavia und Quintus, einen römischen Mädchen und einem römischen Jungen, durchwandern die Schüler/innen das römnische Le... |  | Ein nicht von der Hand zu weisendes Argument für den Lateinunterricht ist ja, dass die Kenntnis der Alten Sprachen auch sehr zum Verständnis der Muttersprache beiträgt. Dass dies nicht nur für Fremdwörter gilt, denen man ihre lateinische oder griechische Herkunft anmerkt, sondern eben auch für viele ganz deutsch klingende Wörter, zeigt Karl-Wilhelm Weeber in seinem neuesten Buch. Ähnlich wie die bekannten und beliebten „Wortgeschichten... |
 | Die 124 Briefe und 10 Dialoge (in 12 Büchern) des Lucius Annaeus Seneca (ca.4 vor-65 nach Chr.) gehören zu den herausragenden philosophischen Schriften der lateinischen Literatur: Seneca steht in der Tradition der ursprünglich griechischen Philosophie der Stoa, entwickelte diese jedoch weiter und setzte - vor allem im Bereich der Ethik - eigene Akzente. Damit ist sein philosophisches Werk für den Latein- wie auch für den Philosophie- und Eth... |  | Die Vorsokratiker sind die Pioniere der abendländischen Philosophie: Als erste stellten sie Fragen nach der Natur der Dinge (gr.: physis), nach ihrem Ursprung/Urstoff (gr.: arche) und nach den in ihr wirksamen Kräften. Alle schrieben sie Bücher mit etwa demselben Titel: Über die Natur (gr.: Peri physeos). Obwohl von ihnen nur wenige Fragmente überliefert sind, faszinieren ihre Fragen und Lösungsvorschläge noch heute. Die vorliegende zweib... |
 | "Der Mensch ist eine kleine Welt" - und dieses Buch spiegelt zumindest Ausschnitte dieser kleinen Welt wieder: Durch die Verdichtung von Weisheit und Lebensklugheit zu kurzen, prägnanten Sinnsprüchen. Daher nennt man sie auf Griechisch "Aphorismen", das heißt wörtlich übersetzt Abgrenzungen, Definitionen - die meist die abstrakte Erkenntnis oder einen allgemein gültigen Ratschlag aus einer konkreten Situation reformulieren. Obwohl sie daher... |  | Wie kaum ein anderer Altphilologe hat sich Klaus Bartels um die Vermittlung der antiken Kultur für für eine breite Öffentlichkeit verdient gemacht, nicht zuletzt als Kolumnist der Neuen Zürcher Zeitung und der Stuttgarter Zeigung, aus deren Rubrik „Auf deutsch” er hier nun bereits die vierte Sammlung vorlegt. Wieder kommen 77 Wörter „mit ihrer Lebensgeschichte und ihren Lebensschicksalen zu Worte”.
Dass die ‚Brezel’ indirekt von... |
 | Klaus Bartels hat sich wie wenige andere um die Vermittlung der antiken Kultur für für eine breite Öffentlichkeit verdient gemacht. Beispielsweise sein Zitatenlexikon „Veni, vidi, vici: Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen” ist für mich nach wie vor das beste Kompendium dieser Art. Bekannt und beliebt sind auch seine „Streiflichter aus der Antike”, die aus einer NZZ-Kolumne hervorgegangen sind, sowie seine „Wortge... |  | Bei diesem Lexikon handelt es sich um einen unveränderten Nachdruck der 1998 erschienenen deutschen Ausgabe des im Vatikan erarbeiteten »Lexicon recentis latinitatis« (1992). Damals wurde lediglich die italienisch-lateinische Originalausgabe übersetzt, aber keine Lemmata hinzugefügt. Daher findet man z.B. Krapfen (laganum turgidum), Brezen aber nicht, Maultasche (pasta farta rectiangula, offenbar Ravioli), ebenso wie Hamburger (isicium Hambu... |
 | Dass sich der altsprachliche Unterricht längst nicht mehr auf das reine Übersetzen und Interpretieren griechischer und lateinischer Texte beschränkt, sondern – im Sinne einer ganzheitlichen Bildung – mehr und mehr auch fachübergreifende Aspekte mit einbezieht, ist keine Neuigkeit. Besonders eignet sich dafür natürlich der Bereich der bildenden Kunst. In der Reihe Auxilia liegt nun (nach Bd. 25, „Alsprachlicher Unterricht und moderne K... |  | Die Beschäftigung mit der Rezeption antiker Texte in der bildenden Kunst ist längst ein fester Bestandteil des Lateinunterrichts, und zwar nicht nur zur ‚Auflockerung’ oder ‚Abrundung’ der Lektüre, sondern auch und gerade als Aktualisierung und Anregung zur kritischen und vielleicht sogar kreativen Auseinandersetzung mit dem Original.
Aus den Metamorphosen, die wie kein anderes Werk der lateinischen Antike zur künstlerischen Rezepti... |
 | Dieser Band vereint fünf zwischen 1991 und 1996 entstandene Aufsätze von Bernd Seidensticker, der sich ja als Autor und Herausgeber („Unterm Sternbild des Hercules”, 1996) bereits seit längerem intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.
In zwei allgemeinen Aufsätzen geht es um Rahmenbedingungen und Intentionen der – sehr unterschiedlichen – Antikerezeption im geteilten Deutschland.
Obschon im Westen die Alten Sprachen einen... |  | Bereits in den 1960er Jahren hat der bekannte Kinderbuchautor Josef Guggenmos den Klassiker von Gustav Schwab neu herausgegeben. Er hat dabei den Originaltext kräftig gekürzt sowie stilistisch geglättet und vereinfacht, dies aber insgesamt recht behutsam. Heißt es etwa bei Schwab: »Als das eherne Menschengeschlecht auf Erden hauste und Zeus, dem Weltbeherrscher, schlimme Sage von seinen Freveln zu Ohren gekommen, beschloß er, selbst in mens... |