 | Der Autor schildert erstmals die Geschichte der französischen und amerikanischen Buchhändlerinnen Adrienne Monnier und Sylvia Beach, deren Buchhandlungen "Shakespeare and Company" (Rue de l’ Odéon 12) und (gegenüber) "Das Haus der Bücherfreunde", ab 1940 im von den Nationalsozialisten besetzten Paris zu einem Drehkreuz für Exilanten und den Widerstand wird. In den wilden Zwanzigerjahren noch sind die Buchhandlungen Anlaufstellen für Sch... |  | Wie konnte der Holocaust geschehen? Wie war eine solche irrtümliche Blindheit möglich? Warum waren Menschen in der Lage, das radikal Böse in einer zivilisierten Gesellschaft zu tun? Mit ihrem Schlagwort der Banalität des Bösen entdeckte Hannah Arendt einen Schlüssel zur Erklärung dazu - und in Adolf Eichmann keine Bestie sondern einen banalen Hanswurst. Die jüdisch-deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin Hannah Aren... |
 | Philipp Peyman Engel beleuchtet den Umgang der Deutschen mit dem Nationalsozialismus aus Sich eines deutsch-persischen Judens, der in Deutchland aufwuchs. Sein Urteil ist kritisch, wenig versöhnlich und doch politisch fundiert. Leser, die sich noch wenig mit der Situation Israels auskennen, werden hier einiges erfahren, allerdings sollte man vor dem Lesen beachten, dass der Blick sehr einseitig ist und gerade während der aktuellen Lage würde i... |  | Mit dem vorliegenden Buch legt Ruth Weiss ein beeindruckendes Werk vor. Die Autorin -Jahrgang 1924- berichtet als Zeitzeugin der Vertreibung in der Ära des Nationalsozialismus, von der sie und ihre Familie selbst betroffen waren. Exil fand sie in Südafrika und darüber hinausgehend erlebte sie dort (und in weiteren afrikanischen Staaten) die Politik der Apartheid, der sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen Widerstand leistete. Das Zeugnis eines... |
 | Kein anderes Thema ist im schulischen Geschichtsunterricht dermaßen präsent wie der Nationalsozialismus. Ein - wohl eher untergeordneter - Aspekt ist die Biographie des Diktators Adolf Hitler. Dazu finden sich auf dem Buchmarkt zahlreiche Werke, - viele allerdings überbordend ausführlich. Wer es eher didaktisch und auf das Wesentliche reduziert mag, sei auf diese überaus kompakte, knappe, zuverlässige, druckfrische Hitler-Biographie aus der... |  | Bruno Dey, 93 Jahre alt, ehemaliger SS-Wachmann im KZ Stutthof, steht wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 5000 Fällen in Hamburg vor Gericht und wird im Jahre 2020 schuldig gesprochen. Ein hochbetagter Mensch wird 75 Jahre nach dem Holocaust für seine Taten, oder wie in diesem Falle: sein "Nicht-Handeln" strafrechtlich belangt. Ein Akt später Gerechtigkeit oder Zeichen von Aktionismus?
Tobias Buck, der Autor des kürzlich beim Siedler-Verlag ... |
 | Gidon Lev legt mit dem vorliegenden Buch (gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Julie Gray) ein Werk vor, das sich von den Lebensgeschichten anderer Holocaust-Überlebender unterscheidet.
Er beschränkt sich nicht auf die Schilderung des schrecklichen Geschehens in Theresienstadt, sondern nimmt sein gesamtes eigenes Leben unter die Lupe und gewinnt ihm -trotz seiner qualvollen Kindheit- viel Positives ab.
Wie gelingt es einem nunmehr fast 90-... |  | "Das Unaussprechliche, darin zeigt sich die Grenze des Denkens – und des Daseins."
(Friedrich Nietzsche)
Die fesselnden Grenzen des Denkens werden im vorliegenden Buch durch Jósef Debreczeni gesprengt, in dem er dem Unaussprechlichen, dem Unvorstellbaren Worte verleiht. In seinen Schilderungen werden die (täglichen) Grenzen des Daseins während des Holocaust auf literarisch einmalige Art und Weise geradezu plastisch dargestellt.
1905 als... |
 | Diese 2017 in den USA erschienene Biographie zum in seiner Jugend nationalistisch gesonnenen deutschen Historiker und Mediävisten Ernst Hartwig Kantorowicz (*1895 in Posen; †1963 in Princeton), liegt hiermit 2020 in deutscher Übersetzung vor. Berühmt wurde der dem Stefan-George-Kreis zugehörige und mit George eng verbundene Kantorowicz durch sein bedeutendes Jugendwerk "Kaiser Friedrich der Zweite" von 1927. Dem Geschichtsbild des George-Kr... |  | Mittlerweile ist er 99 Jahre alt und er zählt zu den letzten noch lebenden Zeitzeugen, die den Holocaust überlebten und heute mit ihren Berichten und Schilderungen dafür sorgen, dass die Erinnerung an Millionen Opfer des NS-Rassenwahns aufrecht erhalten wird. Gerade in der aktuellen Zeit ist dies in mehrfacher Hinsicht von besonderer Bedeutung.
In 33 Kapiteln schildert Albrecht Weinberg wesentliche Stationen seines Lebens. Als Sprössling e... |
 | Die Hitlerbiografie von Konrad Heiden darf als die erste substanzielle Studie über Hitler bezeichnet werden, gleichwohl ist sie heute nahezu vergriffen. Der jüdische Journalist und Schriftsteller Konrad Heiden (Pseudonym Klaus Bredow), 1901 in München geboren, 1966 in New York verstorben, war in der Zeit der Weimarer Republik SPD-Mitglied und einer der ersten publizistischen Beobachter der NS-Bewegung. Konrad Heiden war bereits auf den ersten ... |  | Dieser schöne Jugendroman von Zoran Drvenkar umkreist insgesamt zwei Themen, die für unsere Gesellschaft wesentlich sind: Erstens der Umgang mit der deutschen Vergangenheit, besonders mit der Zeit des zweiten Weltkriegs. Und zweitens der Umgang mit demenzkranken Menschen. Dem Autor gelingt es in dieser spannenden Geschichte einen Bogen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu schlagen, indem er die Grenzen der Vorstellungskraft deutlich weitet. ... |