 | "Lebensbande" ist wieder ein beeindruckender (zeitgeschichtlicher) Roman der Bestsellerautorin Mechthild Bormann! Nach "Trümmerkind", "Feldpost" und "Grenzgänger" verbindet sie auch hier reale Lebensgeschichten mit fiktionalen Aspekten, so dass ein beeindruckendes Ganzes entstanden ist!
Lene, Nora und Lieselotte sind drei Frauen, die schicksalhaft miteinander verbunden sind, in einer so einschneidenden Zeit wie den 30er und 40er Jahren in Deut... |  | Alena Schröder verwebt in ihrem Roman "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" zwei Zeitebenen zu einem Roman über Identität, Verlust und die Spuren, die Familiengeheimnisse hinterlassen. Wir lernen Marlen kennen, 14 Jahre alt, 1945, versteckt in einer Kommode. Und Hannah, 34, Berlin 2023, die ihr Leben gerade nicht im Griff hat. Verbindungsglied: ein rätselhaftes Gemälde. Schröder schreibt klug und atmosphärisch dicht, besonders ... |
 | Susanne Abel holt die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte aus dem Archiv und macht sie lebendig, schmerzhaft lebendig. Ihr neuer Roman führt zurück ins Jahr 1947, in ein katholisches Kinderheim, wo Kinder zu Nummern werden. „Nr. 104", der namenlose Hartmut, und die resolute Margret sind keine gewöhnlichen Kriegswaisen. Sie bilden eine Überlebensgemeinschaft, die sich durch Jahrzehnte des Schweigens kämpft. Abel ist am stärksten dort,... |  | "Russische Spezialitäten" von Dmitrij Kapitelman ist ein kluges, unbequemes Buch. Es erzählt von einer Familie aus Kyjiw, die in Leipzig russische Spezialitäten verkauft - und daran zerbricht, als der Krieg alles verändert. Die Mutter steht plötzlich auf Putins Seite. Der Sohn liebt Russland, seine Sprache, seine Mutter. Aber auch Kyjiw. Und er verzweifelt daran, beides nicht mehr zusammenbringen zu können. Kapitelman schreibt tragisch, kom... |
 | „TRIALOG“ – Ein inspirierender Dialog für mehr Verständigung
„TRIALOG“ von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann ist ein bewegendes Plädoyer für den interkulturellen Austausch und das gegenseitige Verständnis. Die Autoren zeigen, wie Dialog Brücken bauen kann – über kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Grenzen hinweg. Mit persönlichen Geschichten, reflektierten Perspektiven und praxisnahen Impulsen bietet das Buch wertv... |  | In dem Roman “Wo die Geister tanzen” erzählt Joana Osman sehr einfühlsam, unterhaltsam und bewegend ihre eigene Lebensgeschichte. Es ist die Geschichte von drei Generationen, die durch die tiefe Sehnsucht danach, Wurzeln zu schlagen, miteinander verbunden sind. Die Autorin wurde 1982 in München geboren und ist Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter. Der Roman hat sich entwickelt aus Gesprächen mit Verwandten u... |
 | Wie immer bei Rebecca Gablè: sehr gut recherchierte Hintergründe und spannender Erzählfaden.
Interessant: die Aufnahme von Charakteren mit unterschiedlichsten Behinderungen und deren Einbindung und Entwicklung im gesamten Roman.
Ebenso die Schilderung der religiösen Unterschiede (und doch auch unterschwelligen Gemeinsamkeiten) und der daraus entstandenen Problematik, die auch heute (leider) immer noch nicht überwunden ist.
Sehr feinfühli... |  | Mit dem Roman „Stay away from Gretchen“ gelang Susanne Abel ein wahres Meisterwerk, das viele Leser:innen mit einer bewegenden Nachkriegsgeschichte begeistern konnte. Und nun liegt das Nachfolgewerk mit dem Titel „Was ich nie gesagt habe. Gretchens Schicksalsfamilie“ vor. Es handelt sich um eine Art Fortsetzung der Familiengeschichte. Tom Monderath lernt seinen Halbbruder Henk kennen. Tom macht sich auf die Suche nach Spuren der väterlic... |
 | Was zunächst wie ein typischer Roman um den Neubeginn einer alleinerziehenden jungen Frau beginnt, entpuppt sich schnell als eine spannende Geschichte um zwei Frauen - in zwei unterschiedlichen Zeiten. In der Rückblende wird die Geschichte von Nellie Voss erzählt, einer jungen Halbwaise, die sich in Köln während der Kriegszeit in den jungen Kaplan Benedikt Maria Weiss verliebt und neben dieser verbotenen Liebe auch noch die Grauen des Kriege... |  | Der vorliegende Roman von Andrej Kurkow spielt mitten im Kriegsgebiet, in dem sich ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten hart bekämpfen. Hier lebt der Bienenzüchter Sergej in der sogenannten "grauen Zone", einem Gebiet, in dem keine Kämpfe stattfinden. Es gab viele Tote und die Menschen sind geflohen, zum zu überleben. Übriggebliebene ist nur noch er und ein gewisser Paschka. Tauschgeschäfte mit Soldaten verhindern, dass sie ve... |
 | Mit dem Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ aus dem Jahr 2009 hat Jonas Jonasson einen internationalen Bestseller geschrieben. Nun legt er eine Fortsetzung der Geschichte rund um den Protagonisten Allan Karlsson und seinen Freund Julius vor. Er trägt den Titel „Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten“. Und wieder ist ein unterhaltsamer Roadmovie entstanden. Nach einem missglückten Bal... |  | "Dieses Buch ist ein Hammer. Es ist radikal, es ist verstörend, es ist wahrhaftig, also genau so, wie gute Jugendliteratur eigentlich sein sollte." - So hieß es in "Die Vorleser" im ZDF. Diese Einschätzung bezog sich zwar auf Janne Tellers Buch "Nichts - Was im Leben wichtig ist", doch trifft sie meines Erachtens auch für das hier besprochene Büchlein zu.
Schon die äußere Aufmachung ist außergewöhnlich: Das Buch ist klein, bordeauxrot... |