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Religionspädagogische Beiträge

Übersicht

Impressum

2018

RPB 78/18
Die Simpsons
Religiöse Kulträume
40 Jahre Zielfelderplan
Lernwerkstätten an Universitäten

 

2017

RPB 77/17
Konfessionell-kooperativer RU
Hamburger Modell
AKRK-Kongress 2016
Religionspädagogische Krisensemantik
Holistic Religious Education

 
RPB 76/17
Reformationsjubiläum
RU in der Berufsschule
Rationalität des Glaubens
Performatives Lernen
Religiöse Elementarbildung

 

2016

RPB 75/16
Bibeldidaktik
Jugendbibel
Enzyklika Laudato si‘
Moscheekatechese
Digital Media

 
RPB 74/16
Katholische Erwachsenenbildung
Schulpastoral/Schulseelsorge
Biografisches Lernen
Professionalisierung der RL-Bildung
Inklusion und Heterogenität

 

2015

RPB 73/15
Religiöse Stile
Konzeptorientierung
Religiositätsbildung
Wunderdidaktik
Hattie-Studie

 
RPB 72/15
 

2014

RPB 71/14
40 Jahre Synodenbeschluß
Inklusion
Beobachten oder bezeugen?
Öffentliche Religionspädagogik
Sinus-Studien

 

2013

RPB 70/13
Bildungsgerechtigkeit
Kinder- und Jugendtheologie
Christologiedidaktik
Entkonfessionalisierung und RU
Kirchenraumpädagogik

 
RPB 69/13
Elementarpädagogik
Konstruktivismus
Religiöse Sprache
Security Ethic

 

2012

RPB 68/12
'Im Blickpunkt': Ethisches Lernen

 
RPB 67/12
 

2011

RPB 66/11
Vergessene Zusammenhänge - notwendige Entdeckungen

 
RPB 65/11
'Im Blickpunkt': Empirische Religionspädagogik

 

2010

RPB 64/10
‘Im Blickpunkt’: Evaluation und Leistungsbewertung im Religionsunterricht

 

2009

RPB 62/09
Kognition - Ästhetik - Praxis

 
RPB 63/09
 

2008

RPB 61/08
‘Im Blickpunkt’: Ästhetische Religionspädagogik

 
RPB 60/08
 

2007

RPB 59/07
 
RPB 58/07
Religion in schulischen Lernprozessen zur Geltung bringen

 

2006

RPB 57/06
 
RPB 56/06
Religionspädagogik jenseits des Religionsunterrichts

 

2005

RPB 54/05
 
RPB 55/05
 

2004

RPB 53/04
Im Blickpunkt: Standards und Evaluationen religiöser Bildung

 
RPB 52/04
 

2003

RPB 51/03
Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik

 
RPB 50/03
Wozu heute religiöse Bildung?

 

2002

RPB 49/02
Im Blickpunkt: Bibeldidaktik

 
RPB 48/02
 

2001

RPB 46/01
Religionspädagogik im Kontext heutiger Gesellschaft

 
RPB 47/01
 
Religionspädagogische Beiträge 78/2018 - Die Simpsons Religiöse Kulträume 40 Jahre Zielfelderplan Lernwerkstätten an Universitäten

Religionspädagogische Beiträge 78/2018

Die Simpsons
Religiöse Kulträume
40 Jahre Zielfelderplan
Lernwerkstätten an Universitäten



 
Arbeitsgemeinschaft Katholische Religionspädagogik und Katechetik
ISSN 0173-0339

2018
168 Seiten, paperback, 15 x 21 cm
 
13.00 Euro
 

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Ulrich Kropac / Georg Langenhorst

Das Zusammenwirken zweier Kräfte bestimmt die inhaltliche Konfiguration jedes Heftes der Religionspädagogischen Beiträge: Es sind dies einmal von der Schriftleitung erbetene Beiträge, um den etablierten Rubriken der Zeitschrift Gestalt zu geben, und es sind dies zum anderen von Autorinnen und Autoren eingereichte freie Beiträge, die – nach einem Prüfverfahren – veröffentlicht werden. In dieser Mischung aus Planung und Zufall entsteht jede neue Ausgabe mit einem ganz individuellen inhaltlichen Profil.
Das Frühjahrsheft 2018 eröffnet Johannes Heger mit einem Essay über (praktisch-)theologische Zugangsmöglichkeiten zum ‚Simpsonsuniversum‘. Er fragt nach Lernchancen, inhaltlichen Optionen, aber auch nach Grenzen einer religionspädagogischen Auseinandersetzung mit den in dieser bekannten Serie präsentierten Inszenierungen von Religion.
In der Rubrik „Religionspädagogik kontrovers“ begegnen einander Judith Könemann und Rita Burrichter. Beide reflektieren über aktuell maßgebliche Grundausrichtungen der Religionspädagogik. Könemann erinnert an die lebhaften Diskussionen um die Selbstbeschreibung der Religionspädagogik als eine politische in den 1960er- und 1970er-Jahren. Nach einem längeren Dornröschenschlaf macht diese Problemstellung in jüngster Zeit wieder von sich reden. Könemann verstärkt diese Stimmen mit ihrem Plädoyer für eine Schärfung des Bewusstseins, dass der von der Religionspädagogik verantworteten religiösen Bildung gesellschaftsveränderndes Potenzial innewohnt. Burrichter setzt sich zunächst kritisch mit der Frage auseinander, ob die Entgegensetzung zwischen einer politisch und einer ästhetisch ausgerichteten Religionspädagogik sachgerecht ist. Dies gibt der Schriftleitung die Gelegenheit, daran zu erinnern, dass die Rubrik „Religionspädagogik kontrovers“ nicht immer Beiträge versammelt, die im strengen Sinn kontrovers sind, sondern auch solche, die in einem komplementären Verhältnis zueinanderstehen oder – noch schwächer formuliert – verschiedene Dimensionen ein und desselben Gegenstands kenntlich machen. Burrichter entfaltet im Weiteren ein in drei Thesen gegossenes Votum für eine ästhetisch grundierte Religionspädagogik.
Die in der Sparte „Religionspädagogik diskursiv“ versammelten Artikel fügen sich unter die thematische Überschrift ‚Lernen in religiösen Kulträumen‘. Der Beitrag von Georg Langenhorst führt grundsätzlich in die Thematik ein, indem er eine geläufige Überzeugung auf den Prüfstand stellt: dass es sich nämlich zum besseren Kennenlernen von Juden, Christen und Muslimen anbiete, die jeweiligen Kulträume wechselseitig zu besuchen. Katharina Kindermann und Ulrich Riegel gehen mit den Mitteln empirischer Forschung an das Thema ‚Kirchenraumpädagogik‘ heran. Sie berichten über die Ergebnisse einer Studie zu den Wirkungen
von kirchenpädagogischen Unterrichtsgängen in die Ortskirche mit Schülerinnen und Schülern einer dritten Jahrgangsstufe. Auf empirischen Grundlagen beruht auch eine ausführliche Studie von Claudia Gärtner und Natascha
Bettin. Sie ist Lernprozessen und dem Lerngewinn von Schülerinnen und Schülern in der Begegnung mit dem Judentum in Synagogen und jüdischen Kulturinstitutionen gewidmet. Die beiden Autorinnen fassen zentrale Ergebnisse dieser Studie pointiert zusammen.
In der Rubrik „Religionspädagogik aktuell“ finden sich Beiträge mit unterschiedlichen Themen. Britta Baumert bezieht sich auf die bemerkenswerte Licht-Klang-Duft-Installation SilentMOD anlässlich der Gamescom in Köln im August 2016. Handelte es sich hierbei um eine kirchenpädagogische Konzeption oder ein medienwirksames Kunstprojekt, bei dem der Kölner Dom lediglich als Projektionsfläche gebraucht, um nicht zu sagen funktionalisiert wurde? Baumert diskutiert beide Optionen und bietet so eine ganz eigene Fortführung der zuvor in den drei Beiträgen über das ‚Lernen in religiösen Kulträumen‘ aufgeworfenen Thematik. Die notwendige Dauerreflexion um die Zukunft religiöser Bildung in der Schule bereichert Norbert Mette. Sein Beitrag stellt den zweiten Teil des Festvortrags dar, den er anlässlich des 40. Symposions der Didaktik-Sektion der AKRK am 20. Januar 2016 in Würzburg gehalten hat. Mettes Vorschlag eines ‚Religionsunterrichts für alle‘, der in Analogie zum Hamburger Modell konstruiert ist, fügt sich in die aktuell laufende Diskussion um Modelle religiöser Bildung in der Schule ein und wird sicherlich in Rede und Gegenrede weitergedacht werden.
Burkard Porzelt erinnert an den 1977 erschienenen „Zielfelderplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule“. Dieser Rahmenplan ist nichts weniger als die Geburtsurkunde der religionspädagogischen Korrelationsidee. Welche Bedeutung ist ihm – nach 40 Jahren – im Horizont der zum Paradigma aufgestiegenen Kompetenzorientierung zuzumessen? Hans Mendl richtet schließlich den Blick auf ein Thema, das in den Religionspädagogischen Beiträgen noch nie verhandelt wurde: Lernwerkstätten an Universitäten. ‚Lernwerkstatt‘ ist ein positiv besetzter Begriff; gleichwohl findet man diese Einrichtung an Hochschulen selten. Mendls Beitrag ist als begründetes Plädoyer dafür zu lesen, die Ausgestaltung von Lernwerkstätten an Hochschulen viel entschiedener als bisher in Angriff zu nehmen.
Die Kategorie „Religionspädagogik spezial“ wird nur bei bestimmten Gelegenheiten besetzt. Eine solche bot der ‚Think Tank Religionspädagogik‘ am 21. und 22. September 2017 in Fulda, zu dem der Vorstand der AKRK – nun zum zweiten Mal – die Sprecher/-innen der Sektionen und Arbeitsgruppen, die Delegierten der AKRK in anderen Gremien, weitere Vertreter/-innen des Mittelbaus und der österreichischen Religionspädagoginnen und -pädagogen sowie strukturell mit dem Vorstand verbundene Personen eingeladen hatte. Nachgedacht wur-de über die Themen „Öffentliche Sichtbarkeit und Relevanz von Religionspädagogik“ und „Suche nach neuen Kommunikations- und Organisationsstrukturen“. Lukas Ricken berichtet in seinem Beitrag über diese Tagung und macht so den erreichten Diskussionsstand der gesamten religionspädagogischen scientific community zugänglich.
Zum Schluss, wie immer, Rezensionen: Sie beleuchten kritisch-konstruktiv relevante Neuerscheinungen in unserer Disziplin.

Inhaltsverzeichnis

Editorial   3
Ulrich Kropac / Georg Langenhorst

Religionspädagogik POINTIERT

Alles gelb, oder was?
Zum religionspädagogischen Potenzial der Simpsons   5  
Johannes Heger

Religionspädagogik KONTROVERS

Plädoyer für eine politische Religionspädagogik   15
Judith Könemann

Keine Frage des Stylings
Einige Gründe für eine ästhetische Ausrichtung der Religionspädagogik   24 
Rita Burrichter

Religionspädagogik DISKURSIV

Interreligiöses Lernen in Synagoge, Kirche und Moschee
Trialogische Zugänge zu religiösen Kulträumen   33 
Georg Langenhorst

Zu den Effekten außerschulischen Lernens im Kirchenraum vor Ort
Bericht einer Studie zur Kirchenraumpädagogik im Pre-Post-Design   45 
Katharina Kindermann / Ulrich Riegel

Interreligiöses Lernen in Begegnungen mit dem Judentum
Qualitativ-quantitative Erforschung des Lerngewinns durch den Besuch von
(ehemaligen) Synagogen   56 
Claudia Gärtner / Natascha Bettin


Religionspädagogik AKTUELL

SilentMOD
Chill Out Area oder Kirchenpädagogik?   69 
Britta Baumert

Wenn religiöse Bildung an Schulen erhalten bleiben soll   81 
Norbert Mette

Vom theorielastigen Korrelationskonzept zur theoriearmen Kompetenzorientierung?
Ein Rückblick anlässlich des 40. Jahrestages des Zielfelderplans für die Grundschule   91
Burkard Porzelt

Lernwerkstätten an Universitäten
Ein pädagogischer Zwischenraum   102
Hans Mendl

Religionspädagogik SPEZIAL

Think Tank
Die AKRK auf der Suche nach neuen Kommunikations- und Organisationsstrukturen  ........... 115
Lukas Ricken

REZENSIONEN    119