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ru 4/1999 - Psalmen für uns

ru 4/1999
Ökumenische Zeitschrift für den Religionsunterricht

Psalmen für uns



 
Kösel - Verlagswebsite besuchen
ISSN 0341-0005

1999
36 Seiten, geheftet, 21 x 28 cm
 

Dieser Titel ist komplett vergriffen und endgltig nicht mehr lieferbar.
Eine Neuauflage ist nicht vorgesehen.
Psalmen für uns

Zu diesem Heft

Von Hans-Herrmann Wilke


Schöpfungspsalm

Gott, du gibst mir Hoffnung!
Immer wenn ich die Sterne am Nachthimmel funkeln sehe, bin ich dankbar, dass du eile diese Sterne in die Weiten des Weltalls gesetzt hast.

Gott, die Natur ist das größte Meisterwerk Deiner Schöpfung! Immer wenn ich unsere Katze streichle, bin ich dankbar, dass du sie und noch viele andere Tiere geschaffen hast.

Gott, wir sind Teil deiner Schöpfung! Ich denke dir, dass du mich so geschaffen hast, wie ich jetzt bin.

Trauer, Freude, Ärger, Wut, Liebe gehören zu mir. Danke, dass du mir alle diese Gefühle gegeben hast!

von Markus King





"Es wäre gut, wenn Lehrer und Schüler etwas von dem mitreißenden Schwung der Psalmen verspürten, den Diethard Zils in einer Nachdichtung so beschrieben hat:
>Andere Lieder sollen wir singen, feiern das Fest der Befreiung! Andere Worte sollen wir sprechen, feiern das Fest der Erlösung! Andere Tänze sollen wir tanzen, feiern das Fest der Errettung ... Der Herr hat Freude am Gottesdienst seines Volkes, wenn er Mut zu neuen Wegen macht.<"

So hat Horst Klaus Berg seine Einführung zu ru 4/1988, dem letzten (und ersten!) Heft zu den Psalmen, beschlossen. Wir haben den Impuls aufgenommen und legen Ihnen nun - 11 Jahre später - ein neues Heft zum Thema vor.
Ein Vergleich beider Hefte zeigt, dass 4/1999 Linien auszieht, die schon in 4/1988 angelegt waren. Das gilt für die methodischen Anregungen. Schon damals haben wir Entwürfe angeboten, die das Lernen "mit Kopf, Herz und Hand" (seinerzeit von Horst Klaus Berg "ganzheitlich" genannt) ermöglichen sollten. Das vorliegende Heft zieht - mannigfache Impulse der letzten ru-Jahre aufnehmend - diese Linie aus, indem es vorschlägt, Psalmen in Freiarbeit zu behandeln. Dabei setzt Christine Lehmann besondere Akzente. Nachdem Ingo Baldermann und Rainer Oberthürs Arbeiten Impulse vorwiegend für die Arbeit in den Schuljahren 1-6 gegeben haben, macht Christine Lehmann einen Vorschlag für die Sekundarstufe 1. Sie richtet ihr Augenmerk auf die Arbeit mit Mädchen, auf Spuren weiblicher Erfahrungen in den Psalmen.
Prämisse der Anregungen ist, dass die Psalmen in besonderer Weise geeignet sind für einen erfahrungsorientierten biblischen Unterricht. In einem Interview erinnert Ingo Baldermann daran. Nicht nur die Erfahrungen und Fragen der Schülerinnen und Schüler, sondern auch die der Erwachsenen, der Lehrerinnen und Lehrer finden hier Sprache.

Einige Beispiele dafür, wie Schülerinnen und Schüler einer vierten Klasse Psalmen für sich "umgesprochen" haben hat uns A. Fahlke aus einer Berliner Evangelischen Schule zur Verfügung gestellt. Die Klasse hat ihre Arbeiten zusammen mit der Lehrerin in einem Buch für die Eltern zu Weihnachten gesammelt: vgl. S. 113, 138, 141, 144.
Ingrid Wiedenroth-Gabler nimmt beide Gruppierungen als gemeinsam Lernende in den Blick. Sie befreit die Unterrichtenden aus der Rolle der Belehrenden und eröffnet so die Möglichkeit, dass Lehrende Wege finden zu gemeinsamen Planungsprozessen, die ihnen selber wohl tun.
Eine dritte Linie, die Karlheinz Sorger 1988 vorgezeichnet hat, zieht jetzt Reinhard Dross aus. Sorger hatte gegen ein Gebetsverständnis, in dem "Beten auf die Bitte und, wenn es hochkommt, auf den Dank, wenn die Bitte erfüllt wurde" fixiert wird, zu unserer Entlastung ge schrieben: "Beten aber heißt: das Leben vor Gott bringen. Das ganze Leben, mit Emotionen und Aggressionen, mit Glück, Freude und Überschwang ebenso wie mit Leid und Not und Verzweiflung" (S. 127). Reinhard Dross spitzt jetzt zu: Es gibt tiefen Grund zur Klage, die nicht durch den Verweis auf den liebenden und tröstenden Gott mundtot gemacht werden sollte und kann. Es gilt auch, sich dem Fremden auszusetzen, ohne es gleich für sich zu vereinnahmen. Auf dieser Grundlage bietet Dross Anregungen für die Arbeit mit Gruppen des 10.Schuljahres und für höhere Klassen zu Psalm 88.
Dross' Ansatz findet seine Entsprechung in einer kurzen Überlegung einer Zisterzienserin zu den Fluchpsalmen. Ich habe sie zum Nachdruck vorgeschlagen, weil sie die Verzwecklichungen von Psalmen widerspricht und weil sie ein notwendiger Nachtrag ist zu unserem Heft über Kommunitäten (l/1994). Dort hatten wir die Bedeutung der Liturgie und des Gebets weitgehend ausgeklammert und damit - bezogen auf das vorliegende Heft - einen wichtigen Sitz der Psalmen im Leben der Kirche. Deshalb ist es gut, dass Herbert Erchinger in seinem kurzen Bericht auf die Impulse der Taizé-Frömmigkeit hinweist. "Auf der Suche nach zeitgenössischer Psalmen" könnte man auch seinen Beitrag überschreiben. Diesen Titel hat sich Norbert Weidinger für die von ihm zusammengestellte "Mini-Diskothek für ReligionslehrerInnen" gewählt. Das vorliegende Heft zieht jedoch nicht nur Linien von 4/1988 aus. Seine Besonderheit besteht in den Bildern. Sigrid Berg hat sie ausgesucht, weil sie wesentliche Motive der Psalmen aufnehmen. Sie hat dazu meditative Annäherungen geschrieben, die auf Psalmworte zurückgreifen. Bild und Text bilden jeweils ein Ensemble, das zu einem ebenso auf die Bibel konzentrierten wie an der Erfahrung orientierten Unterricht anregen kann.

Inhaltsverzeichnis

Psalmen für uns

113 Psalmen für uns
Zu diesem Heft
Hans-Hermann Wilke

114 Wie kann ich heute von und zu Gott sprechen?
Mädchen machen in der Freiarbeit an den Psalmen Entdeckungen
Christine Lehmann

119 Erwachsene entdecken mit Kindern Psalmen - und vielleicht auch sich selbst (?)
Ingrid Wiedenroth-Gabler

125 Klage ohne Hoffnung
Ist der 88. Psalm Schülern zumutbar?
Reinhard Dross
134 Die Erfahrung mit den Worten der Psalmen ist der Schlüssel . . .
Ein Interview mit Ingo Baldermann
136 Auf der Suche nach zeitgenössischen "Psalmen"
Mini-Diskothek für ReligionslehrerInnen
Norbert Weidinger
140 Psalmen im Taizé-Gesang
Herbert Erchinger



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ru - im Blickpunk
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141 "Die menschliche Personalität muss in den Blick genommen werden" (Maria Montessori) Veröffentlichungen zur Reformpädagogik und zur Freiarbeit
Horst Klaus Berg

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148 ru - Handbibliothek
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