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rpi-Impulse

Übersicht

Impressum

2017

4/17
Über den Religionsunterricht hinaus

 
3/17
Religion gemeinsam lernen

 
2/17
Wie geht Frieden

 
1/17
Gott neu entdecken

 

2016

4/16
Evangelisch von Beruf.

 
3/16
Auf den Punkt

 
2/16
Reformation Heute

 
01/16
Angekommen?

 

2015

02/15
... denn er schuf ihn als Mann und Frau

 
01/15
Pluralitätsfähigkeit

 
1/15
total digital

 

2014

4/14
Damit wir allen gerecht werden

 
3/14
Evangelischer Glaube und Politik

 
2/14
Trauer, Tod und Auferstehungshoffnung

 
1/14
Du bist ein Segen

 

2013

4/13
Toleranz üben üben

 
3/13
Soziale Gerechtigkeit

 
2/13
Reli 2.0.

 
1/13
Religionsunterricht in der Stadt

 

2012

4/12
Beteiligungskompetenz

 
3/12
Gottesvorstellungen

 
2/12
Kompetenzorientierung konkret!

 
1/12
Opfer?

 

2011

4/11
Der Andere bin ich

 
3/11
Globales Lernen und Soziale Gerechtigkeit

 
2/11
Kompetenzorientierung konkret

 
1/11
Das neue Religionspädagogische Institut der EKHN

 

2010

4/10
VERGRIFFEN - Religionsunterricht und Kunst

 
2/10
Bibel erfahren

 
1/10
VERGRIFFEN - Lehrergesundheit: Schaffe ich die Schule oder schafft sie mich?

 
3/10
Hört Gott unser Beten?

 

2009

4/09
Albert Schweitzer - Leben mit einer Vision

 
3/09
Anderes entdecken - Eigenes vergewissern in der Grundschule

 
02/09
Auf dem Weg zu einer lebensrelevanten Konfirmandenarbeit

 
1/09
Unterrichten mit der kostbarsten Bibel der Welt - dieses Heft ist leider vergriffen

 

2008

4/08
Dem Kirchenkampf in Hessen und Nassau auf der Spur

 
3/08
Quo vadis Religionsunterricht

 
2/08
Unterrichtsentwürfe für schwierige Themen in der Grundschule

 
1/08
Im Spannungsfeld zwischen Schöpfung und Evolution: Der Mensch und das Wunder des Lebens

 

2007

4/07
Zwischen Leistungsmessung und Wertschätzung

 
3/07
Vernetzt oder gefangen?

 
2/07
Aus der Praxis

 
1/07
40 Jahre RPZ

 

2006

1/06
Lebensbegleitung junger Menschen in Unterricht und Seelsorge

 
4/06
Anderes entdecken - Eigenes vergewissern

 
3/06
Impulse für die Förderschule

 
2/06
Kult in der Arena

 
rpi-Impulse 1/2014 - Du bist ein Segen

rpi-Impulse 1/2014

Du bist ein Segen



 
RPI der EKKW und der EKHN - Verlagswebsite besuchen
ISSN 0170-6128

2014
38 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm Zur Impulspost der EKHN "Zum Glück gibt
 
3.00 Euro
 

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EDITORIAL
Liebe Leserinnen und Leser,
Kinder und Jugendliche wollen gesegnet werden. Deutlicher als Erwachsene spüren sie offensichtlich, dass sich der Segen nicht in dem reinen Sprechakt erschöpft. Auf leere Worte und Gerede reagieren Jugendliche allergisch. Sie mögen es nicht, wenn wir Erwachsene viele, zu viele Worte machen und oft unsere Worte nicht mit entsprechenden Taten untermauern. Segensworte sind keine leeren Worte. Im Vollzug des Segens geschieht der Segen selbst, er ist weder Ankündigung noch Feststellung, sondern durch das Zusprechen wird der Segen Wirklichkeit. Damit hat Segen etwas Geheimnisvolles. Diese Erfahrung hat für Jugendliche einen hohen Wert.

Kinder und Jugendliche können Segenshandlungen erfahren als einen Raum, in dem ihnen Gutes entgegenkommt. Sie begeben sich in diesen Raum hinein und öffnen sich für die Zeichen eines bedingungslosen Wertgeschätztwerdens. Das hat unmittelbar mit ihnen selbst zu tun. Sie machen die Erfahrung : »Da meint es jemand unbedingt gut mit mir ganz persönlich !« Diese Erfahrung macht die Jugendlichen sensibel für die große Bedeutung von grundsätzlichen Lebenserfahrungen wie Trost, Ermutigung, Selbstbewusstsein, Geborgensein und Dank. Sie ermöglichen ihnen, der gesellschaftlichen Norm der Ellbogenmentalität, der Machbarkeit, der Vernutzung etwas entgegen zu setzen. Der Segen gibt den Gesegneten die Gewissheit, dass sie beschützt und geführt werden. Nach Steffensky ist der Segen »der Ort höchster Passivität«. Hier werde der Mensch aufgefordert, auf sich selbst, auf die eigenen Leistungen und den Selbstschutz, auf jegliche Selbstberufung zu verzichten. »Es wird für mich gesorgt.«

Gleichzeitig können Kinder und Jugendliche im Umfeld von Segenshandlungen auch lernen, sich als aktive Subjekte zu begreifen, die, ausgestattet mit der Erfahrung von Geborgenheit, Andere teilhaben lassen. Sie stellen sich selbst in den Dienst einer liebenden Macht. Auch dies ist Wertschätzung durch Beauftragung. Das »Sich-Hineinbegeben« kann sowohl bedeuten »Gott sorgt für mich« als auch : »Durch mich wirkt Gottes Geist«.
Segen ist damit eine Bestärkung, das Leben immer wieder von Grund auf zu bejahen.

Auch in der religionspädagogischen Debatte gewinnt er zunehmend an Bedeutung. Christian Grethlein formuliert als entscheidende religionsdidaktische Frage : »Was muss ein Mensch lernen, um als Christ leben zu können ?«. Die Erfahrung des Gesegnet-Werdens und auch des Segnens gehören unbedingt dazu.

Dieses Schönberger Heft trägt dazu bei, die Segenserfahrungen in Schule und Gemeinde zu ermöglichen.
– Klaus Douglas reflektiert das Thema Segen theologisch.
– Kristina Augst liefert in ihrem Beitrag »Abraham : Aufbrechen oder dableiben« eine Unterrichtsidee für das Thema Segen in der multireligiösen Berufsschule.
– Marion Mühlmeier beschreibt, wie sie in ihrem Religionsunterricht den Abschied der Kinder von der Grundschule gestaltete.
– Der Segen spielt vor allem in der Konfirmandenarbeit eine wichtige Rolle. Die Beiträge von Uwe Martini und Andrea Knoche entfalten dies.
– In dem Beitrag »Ein Segensheft zum Abschied« beschreibt Uwe Martini, wie er in einer Abiturklasse den Abschied gestaltete.
– Eine besondere Rolle spielt der Segen in einer Schule für Kranke in Mittelhessen. Die Schulseelsorgerin Astrid Prinz erzählt einfühlsam, wie sie insbesondere durch ihre Erfahrungen mit Segnung und Segnen ihre Rolle als Schulpfarrerin in dieser Schule fand : »Jetzt kann ja nix mehr schief gehen !«
– Hartmut Rupp stellt ein neues (baden-württembergisches) Unterrichtsfach »Glück« vor und vergleicht es mit dem Religionsunterricht.
Das Heft integriert sich in die Impulspost »Zum Glück gibt’s den Segen« der Ev. Kirche in Hessen und Nassau und will die Inhalte dieser Aktion über die Gemeinden und Dekanate unserer Kirche hinaus in die Schulen tragen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mitteilen, welche Erfahrungen Sie mit dieser Aktion gemacht haben.
Harmjan Dam
Uwe Martini

Alle Links und Materialien sowie Zusatzinformationen zum Heft finden Sie auf der Webseite http://www.schoenberger-hefte.de
Alle Materialien sind als »Open Educational Resources« unter der CreativeCommons-Lizensierung (Namensnennung, Nichtkommerziell) frei zu verwenden.

Inhaltsverzeichnis

EDITORIAL Harmjan Dam und Uwe Martini

PERSONEN, PRAXIS, PROJEKTE
- Nadine Hofmann-Driesch neue Studienleiterin
- »Pit« Saaler neuer Landesjugendpfarrer
- Theologischer Jugendbildungsreferent Stephan DaRe
- Schönberger Verein hat sich aufgelöst
- Konfirallye am Jugendkirchentag 2014
- Pfarrer Günther Werk verstorben
- »Toleranz üben« an Büdinger Schule
- Wettbewerb und Lernheft »Anne Frank heute«

AUS KIRCHE UND STAAT
- Abschluss beim Weiterbildungskurs Evangelische Religion

FACHDIDAKTISCHE IMPULSE zum Thema »Zum Glück gibt’s den Segen«
- Segen – mehr als nur Worte: Klaus Douglas
- Abraham : Aufbrechen oder dableiben ? – Eine Unterrichtsidee für die Berufsschule: Kristina Augst
- Geh mit Gottes Segen ! Der Segen Abrahams und die Gestaltung des Abschieds aus der Grundschule: Marion Mühlmeier
- Viel Glück und viel Segen für Konfirmandinnen und Konfirmanden. Materialien und Web-Tipps: Andrea Knoche
- Ein Segensheft zum Abschied: Uwe Martini
- Impulspost Frühjahr 2014 : »Zum Glück gibt’s den Segen«. Material für den Unterricht und Schulaktionen: Uwe Martini
- »Jetzt kann ja nix mehr schief gehen !« – Die Schulseelsorge und der Segen: Astrid Prinz
- Du bist ein Segen ! Sie sind ein Segen ! Ideen für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden mit den Segenskärtchen der Impulspost: Uwe Martini
- Das Unterrichtsfach »Glück« und der Religionsunterricht: Hartmut Rupp und Ulrich Löffler

AUS DEM BIBELHAUS Veit Dinkelaker
Koscher und Halal, Bio und Vegan ? – Die Jaffa-Ausstellung des Bibelhauses im interkulturellen Unterricht

FILME AUS DER MEDIENZENTRALE Irina Grassmann
Zum Glück gibt’s den Segen

NEUE BüCHER AUS DER EKHN Harmjan Dam
»Gewaltfreie Kommunikation in der Schule« von Gottfried Orth und Hilde Fritz

LITTIPPS Volker Dettmar
Das Monophon, Totensonntag, Auf fremdem Land

WEGZEHRUNG Volker Dettmar
»Gott nahe zu sein ist mein Glück« Psalm 73

REGISTER DER »SCHÖNBERGER HEFTE« FUER DEN 43. JAHRGANG 2013
Harmjan Dam

IMPRESSUM