lehrerbibliothek.deDatenschutzerklärung
Supervision als Rollenspiel Kommentierte Beispiele aus der psychotherapeutischen Praxis
Supervision als Rollenspiel
Kommentierte Beispiele aus der psychotherapeutischen Praxis




Tilmann Moser

Klett-Cotta
EAN: 9783608890433 (ISBN: 3-608-89043-2)
157 Seiten, kartoniert, 13 x 21cm, 2007

EUR 19,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Oft reicht Sprache nicht aus, um verwickelte Beziehungen zu entwirren und irritierende Emotionen zu klären. Das gilt gerade auch für die kollegiale Supervision in Einzelstunde oder Gruppensitzung. In Rollenspiel und szenischen Episoden werden, wie hier an vielen Beispielen gezeigt, Übertragungs-Gegenübertragungssituationen direkt erlebbar und transparent.

Die Reihe »Leben Lernen« stellt auf wissenschaftlicher Grundlage Ansätze und Erfahrungen moderner Psychotherapien und Beratungsformen vor; sie wendet sich an die Fachleute aus den helfenden Berufen, an psychologisch Interessierte und an alle nach Lösung ihrer Probleme Suchenden.
Rezension
Der Psychoanalytiker und Körperpsychotherapeut Tilmann Moser vermittelt im vorliegenden Buch einen besonderen Ansatz im Bereich der Supervision: Das Rollenspiel. Besonders kompliziert erscheint es im Rahmen der supervision immer wieder, Beziehungsgeflechte zu entwirren. Allein das Reden als Methode erscheint hier schwierig zu sein. Und so zeigt der Autor anhand kommentierter Beispiele aus der psychotherapeutischen Praxis die Möglichkeiten des Rollenspiels. Die Inszenierung in der Supervision erscheint als ein wichtiges und effektives Instrument, um Unausgesprochenes und emotionale Anteile offen zu legen. So setzt sich etwa im Rahmeneiner Supervision der Therapeut auf den Platz des Patienten, um ihn aussprechen zu lassen, wie er sich sieht oder die Beziehung zum Therapeuten. Szenische Supervisionen bieten den Vorteil, sich einen neuen Blickwinkel zu schaffen und Strukturen durchschaubarer zu machen. Sinnvoll lässt sich die Methode auch bei Gruppensupervisionen oder der Arbeit mit Familien einsetzen. Auch bei der kollegialen Supervision, die sogar manche Schulen nutzen, kann das Rollenspiel ein hilfreiches Instrument sein. Mosers Buch ist vor allem wegen der kommentierten Gesprächsprotokolle eine wertvolle Hilfe für therapeutische Praktiker.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Szenische Supervision: Ein neues Verfahren

Erlebnisorientierte Methoden finden in der Psychotherapie mittlerweile breite Anerkennung. Hier kommt das erste Buch, das die Effektivität von Rollenspiel und szenischen Interaktionen für die Supervision konkret aufzeigt.

Supervision ist ein wichtiges Mittel der Qualitätssicherung in der Psychotherapie. Kollegen tauschen sich über schwierige Fälle aus und geben professionelle Hinweise bei unvermeidlichen »blinden Flecken«. Üblicherweise findet Supervision als Gespräch, rein verbal also, statt.

Doch nicht selten, so der bekannte Analytiker unhttp://www.lbib.de/action.php?aktion_id=1&medium_id=41470&mediumart_id=1
lehrerbibliothek.ded Körperpsychotherapeut Tilmann Moser, reicht Sprache nicht aus, um verwickelte Beziehungen zu entwirren oder irritierende Emotionen zu klären: Rollenspiel und szenische Elemente können zu direkter Erfahrung und zu unmittelbaren Einsichten verhelfen. Ein einziger Rollenwechsel, z. B. vom Therapeuten zum Patienten, kann genügen, um affektive Verstrickungen zu beleuchten.

Hauptkonflikt und Beziehungsform werden auf diese Weise in der szenischen Supervision transparent.

Tilmann Moser stellt verschiedene Formen szenischer Supervision vor und zeigt ihre Wirksamkeit an ausführlich wiedergegebenen Fallbeispielen aus seiner Supervisionspraxis.

Tilmann Moser, Dr. phil., geboren 1938, ist als Psychoanalytiker und Körperpsychotherapeut in freier Praxis in Freiburg tätig. Arbeitsschwerpunkte: Die Verbindung von Psychoanalyse und Körpertherapie; Seelische Nachwirkungen von NS-Zeit und Krieg; Nachwirkungen von repressiven Gottesbildern.
Inhaltsverzeichnis
Einführung

1. Vernichtungswünsche gegen das eigene Kind
2. Überdruss am Überdruss.
Vom Umgang mit einer Opferidentität
3. Ein Vater kann sich nicht trennen
4. Verstrickung und projektive Identifizierung
5. Wie eine Antipathie die Diagnose einfärbt
6. Der lähmende Ehrgeiz des Vaters
7. Ein Fall von Ejaculatio praecox
8. Eine Migrationsdepression
9. Ein gewaltsamer Rausschmiss
10. Ein Mann sabotiert sich selbst
11. Der Therapeut ist schachmatt
12. Eine Welle der Brüderlichkeit
13. Eine Lehrerin auf dem Schoß der Oma

Weitere szenische Möglichkeiten