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RelliS 1/2013 - Interreligiöses Lernen

RelliS 1/2013
Religion und Lehren und Lernen in der Schulen

Interreligiöses Lernen



 
Schöningh Schulbuch - Verlagswebsite besuchen
ISSN 2192-8037

2013
64 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 
14.95 Euro
 

Bestellen per eMail
Diese zwei Wochen des interreligiösen Lernens waren für mich in vielen Hinsichten unvergesslich und sehr wertvoll. Ich war gespannt auf das, was mich erwarten würde, vor allem aber interessierte mich der interkonfizssionelle Dialog. In den Workshops erarbeiteten wir unterschiedliche religiöse Kernthemen wie z. B. die Gottesdienste der drei Konfessionen, deren Feste und Riten. Die Gespräche waren sehr intensiv und tiefgründig, es war toll, sich über Erfahrungen und Wissen, über andere Denkweisen und Kulturen austauschen zu können. Ich merkte in diesen Workshops, dass trotz Schulbildung vielen, mich inbegrifiren, einige wichtige Elemente der anderen Religion gänzlich unbekannt waren und wie wichtig deshalb der Austausch ist.
Daniel Golikov, Freiburg


Liebe Leserin, lieber Leser,

mit seinem persönlichen Resümee beschreibt der jüdische Schüler Daniel Golikov, der am katholischen Religionsunterricht der Kursstufe teilnimmt, seine nachhaltigen Eindrücke von der ersten christlich-jüdischen Schülerakademie, die im Sommer vergangenen Jahres in Werbellinsee stattfand (Vgl. www.dieschuelerakademie.de)- Interreligiöses Lernen - so der Tenor - ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn im Religionsunterricht die großen Religionen Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus selbstverständlich thematisiert werden. Andererseits zeigen empirische Arbeiten wie die Sterkens-Studie über holländische Grundschulen und die aktuelle Benner-Schieder-Studie zum religiösen Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schüler in der Berliner Oberstufe, dass gerade der konfessionelle Religionsunterricht in Sachen interreligiösen Lernens besonders gute Ergebnisse zeitigt. Angesichts dieser Situation war es dem Herausgeberkreis von RelliS sehr wichtig, ein Themenheft zum interreligiösen Lernen zu erarbeiten. Auf diesem Wege möchten wir es Ihnen schmackhaft machen, das Anliegen des interreligiösen Lernens auch in Ihrem Unterricht starkzumachen. Dazu haben wir vier theoretische und sechs unterrichtspraktische Beiträge zusammengestellt. Aus religionswissenschaftlicher Perspektive geht Bärbel Beinhauer-Köhler der Frage nach, was Menschen glauben, und stellt dabei die Sehnsucht nach „dem Mehr“ in den Mittel- punkt. Der Fundamentaltheologe Klaus von Stosch beschreibt in seinem Beitrag „Wo auch ,Strahlen der Wahrheit' leuchten“ das Verhältnis der katholischen Kirche zu den Religionen der Welt. Worum es beim interreligiösen Lernen geht und inwiefern dieses auf den Dialog vorbereitet, zeigt Clauß Peter Sajak aus der Perspektive der praktischen Theologie. Der Religionspädagoge Joachim Willems schließlich zeigt auf wie interreligiöse Kompetenz im Unterricht erworben und entwickelt werden kann.
Die sechs unterrichtspraktischen Beiträge bieten Ihnen eine reichhaltige Fülle an Ideen und konkreten Vorschlägen für Ihren Unterricht. Die Autorinnen und Autoren sind allesamt Kolleginnen und Kollegen, die im alltäglichen Unterricht stehen. Das werden Sie beim Durchblättern der Lernsequenzen schnell bemerken. Schauen Sie bitte auch auf die beigefügte CD-ROM, auf der Sie ebenfalls umfangreiches Material vorfinden. Lassen Sie sich inspirieren!
Gerne möchten wir Ihr besonderes Augenmerk auf den eindrücklichen Beitrag von Claudia Straub-Lekszas aus Speyer zur Gestaltung eines trialogischen Gebetsraums lenken. Darin dokumentiert sie sehr anschaulich ein Jahresprojekt an der dortigen Fachschule für Erzieherinnen, das im Rahmen des Wettbewerbs „Trialog der Kulturen“ prämiert wurde. Die verschiedenen Abbildungen unseres Themenheftes wurden von der Quandt-Stiftung und der Fachschule für Sozialwesen Speyer zur Verfügung gestellt. Sie lassen erkennen, welches Potenzial in diesem Ansatz steckt.

Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, wünschen wir, dass Sie die zahlreichen Impulse gut aufnehmen und für Ihren Unterricht fruchtbar machen können, damit trialogisches Lernen im Religionsunterricht mehr und mehr selbstverständlich wird.

Ihre
Wolfgang Michalke-Leicht
Clauß Peter Sajak

Inhaltsverzeichnis

Editorial 1


Theologische Perspektiven

Bärbel Beinhauer-Köhler
Was Menschen glauben
Die Sehnsucht nach dem Mehr 4

Klaus von Stosch
Wo auch „Strahlen der Wahrheit“ leuchten
Die Religionen der Welt und die katholische Kirche 8

Clauß Peter Sajak
Worum es geht
Interreligiöses Lernen, interreligiöse Kompetenz und interreligiöser Dialog 12

Joachim Willems
Wie es geht
Interreligiöse Kompetenz erwerben und entwickeln 16



Unterrichtspraxis

Benedikt Gilich
„Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir einander kennen!“
Begegnung mit einem jüdischen Jugendlichen und seiner Religion im Religionsunterricht
(Jahrgang 5/6) 20

Christina Küchel
„Die leben ihre Religion viel intensiver!“
Christen und Muslime lernen im Projekt
(Jahrgang 7/8) 26

Claudia Straub-Lekszas
„Da beten Juden, Christen und Muslime ...“
Zur Gestaltung eines trialogischen Gebetsraums
(Jahrgang 9/10) 34

Amin Rochdi/Fahimah Ulfat
„Die Muslime sind ...“
Islam und muslimische Lebensführung – typische Klischees, Vorurteile, Missverständnisse
(Jahrgang 9/10) 40

Wolfgang Michalke-Leicht
„Buddha macht glücklich“
Buddhismus goes YouTube
(Jahrgang 11/12) 46

Susanne Kapler/Simone Seelhorst
„Die UNO von Trastevere“ (Igor Man)
– eine Ausstellung in fünf „Bildern“
(Jahrgang 11/12) 52



Unterbrechung

Sibylle Ratsch
Dem Geheimnis begegnen
Ergänzung in der Verschiedenheit 32


REZENSIONEN UND AV-MEDIENTIPPS 58

NACHRICHTEN DES BKRG 62

VORSCHAU 64