» Zur gesamten Fächerübersicht auf lehrerbibliothek.de
RelliS

Übersicht

2017

RelliS 2/17
Migration

 
RelliS 1/17
Tod Jesu

 

2016

RelliS 4/16
Ethik

 
RelliS 3/16
Luther

 
RelliS 2/16
Kirche

 
RelliS 1/16
Kunst

 

2015

RelliS 4/15
Bibeldidaktik

 
RelliS 3/15
Theodizee

 
RelliS 2/15
Spiritualität

 
RelliS 1/15
Digitale Welten

 

2014

RelliS 4/14
Schöpfung

 
RelliS 3/14
Ganzschriften

 
RelliS 2/14
Gerechtigkeit

 
RelliS 1/14
Freiheit

 

2013

RelliS 4/13
Trinität

 
RelliS 3/13
Sexualität

 
RelliS 2/13
Üben im Religionsunterricht

 
RelliS 1/13
Interreligiöses Lernen

 

2012

RelliS 4/12
Paulus

 
RelliS 3/12
Vatikanum II

 
RelliS 2/12
Religionskritik

 
RelliS 1/12
Auferstehung

 

2011

RelliS 2/11
Menschwerdung

 
RelliS 1/11
Erlösung

 
RelliS 2/2014 - Gerechtigkeit

RelliS 2/2014
Religion und Lehren und Lernen in der Schulen

Gerechtigkeit


Theologie
"Gott liebt Gerechtigkeit und Recht"

Unterrichtspraxis
Gerechtigkeit - christlich und islamisch 576

Gerechtigkeit für die Schwachen -
die politische Dimension der Prophetie 7/8

Die Unbegreiflichkeit Gottes 11/12
 
Schöningh Schulbuch - Verlagswebsite besuchen
ISSN 2192-8037

2014
64 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 
14.95 Euro
 

Bestellen per eMail
Inklusion ist das erklärte Ziel der Bildungspolitiker/-innen und Schulentwickler/-innen. Denn Inklusion ist gerecht - Exklusion ist ungerecht. Außerhalb von Schule scheint Inklusion jedoch nicht das Ziel politischen und ökonomischen Handelns zu sein: „Das ist Ausschließung“, sagt Papst Franziskus in seiner Enzyklika Evangelii Gaudium (Nr. 53), wenn „es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht“. Das kann Christen nicht kalt lassen, denn: „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben“ (Mt 6,33). Diese Gerechtigkeit ist für Christen Geschenk Gottes und Auftrag zugleich, aber kein christliches Privileg: Wie das Thema Gerechtigkeit die Bibel als roter Faden durchzieht, beschreiben Iens Schröter und Markus Witte. Das teilweise zeitgleiche philosophische Ringen um die Frage, was gerecht ist, fasst der Philosoph Detlev Horster zusammen. Aus sozialethischer Sicht befasst sich Daniel Bogner mit der Frage, was gerecht handeln heute bedeutet. Die für den Religionsunterricht elementare Frage, wie Schülerinnen und Schüler Gerechtigkeit in der Schule lernen können (in der Post-Kohlberg-Zeit), versucht Iudith Könemann zu beantworten. Die empörte Elternfrage in einer Diskussion um finanzielle Grenzen bei Schulfahrten „Warum muss die Mehrheit derjenigen, die es sich leisten können, darunter leiden, dass eine Minderheit es sich nicht leisten kann?“ bietet Anlass für eine Unterbrechung von Klaus Mertes aus dem Schulalltag. Ge- rechte Schulstrukturen sind die Voraussetzung, Gerechtigkeit in der Schule zu erleben und zu erlernen.
In den Praxisbeiträgen geht es darum, mit Schülerinnen und Schülern den Perspektivwechsel einzuüben, Gerechtigkeit anders zu denken und die Perspektive der Menschen, denen Recht vorenthalten werden, einzunehmen. Die Zugänge sind sehr unterschiedlich: Andrea Roth und Fahimah Ulfat bieten einen interreligiösen Zugang, Hendrik Höing einen biblischen und Viera Pirker einen kreativen Zugang, um Schülerinnen und Schülern Erfahrungen zu ermöglichen und zu ermutigen, in bestehende Verhältnisse einzugreifen. Für die Sekundarstufe II werden beide Aspekte der Gerechtigkeit thematisiert: Gerechtigkeit als Eigenschaft Gottes, nicht als menschliche Tugend, im Beitrag von Anna Borchert; Gerechtigkeit als Perspektivenwechsel aus dem Blickwinkel der Armen im Beitrag von Ralf Gaus. Da das Thema Gerechtigkeit kein Alleinstellungsmerkmal des Religionsunterrichts sein kann, stellt Karin Schuld ein jahrgangsübergreifendes, schulpastorales Projekt dazu vor.
Eine Warnung zum Schluss: „Es ist lästig, wenn man von Ethik spricht, es ist lästig, dass man von weltweiter Solidarität spricht, es ist lästig, wenn man von einer Verteilung der Güter spricht, es ist lästig, wenn man davon spricht, die Arbeitsplätze zu verteidigen, es ist lästig, wenn man von der Würde der Schwachen spricht, es ist lästig, wenn man von einem Gott spricht, der einen Einsatz für die Gerechtigkeit fordert" (Evangelii Gaudium Nr. 203). Werden Sie lästig und ermutigen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler, lästig zu werden.

Claudia Gärtner, Winfried Verburg

Inhaltsverzeichnis

THEOLOGISCHE PERSPEKTIVEN

Jens Schroeter, Markus Witte:
„Gott liebt Gerechtigkeit und Recht (Ps 33,5)“.
Die Gerechtigkeit Gottes und Gerechtigkeit des Menschen im Alten und Neuen Testament

Detlef Horster:
Gerechtigkeit im Verhältnis zu Recht und Moral – von den Anfängen bis zur Gegenwart

Daniel Bogner:
Gerecht handeln heute?

Judith Könemann:
Gerechtigkeit lernen in der Schule



UNTERRICHTSPRAXIS

Fahima Ulfat:
Gerechtigkeit – christlich und islamisch (5/6)

Hendrik Höing:
Gerechtigkeit für die Schwachen – die politische Dimension der Prophetie (7/8)

Viera Pirker:
Kreativ und solidarisch – Partizipation erproben mit künstlerischen Überkreuzungsstrategien (9/10)

Ralf Gaus:
„Vergesst nicht, dass Geld ein Mittel ist und nicht der Zweck“ (Ben Bernanke).
Gerechtigkeit und Wirtschaft – Option für die Armen in der Marktwirtschaft (11/12)

Anna Borchert:
„Die Unbegreiflichkeit der Gerechtigkeit Gottes“ – „Verstehst du das …?“.
Biblische Gerechtigkeit als Herausforderung für eine heutige „Verstehenswelt“ (11/12)

Karin Sterzer:
Gerechtigkeit leben in der Schule – ein schulpastorales Projekt.
Die sieben Werke der Barmherzigkeit (jahrgangsübergreifend)


UNTERBRECHUNG
Klaus Mertes: Gerechtigkeit in der Schule


REZENSIONEN UND AV-MEDIENTIPPS

Nachrichten DES BKRG