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RelliS 1/2012 - Auferstehung

RelliS 1/2012
Religion und Lehren und Lernen in der Schulen

Auferstehung


Theologie
Auferstehung - kein Thema für den Religionsunterricht?

Unterrichtspraxis
Der König von Narnia 5/6
Ewig währt am längsten 9/10
Das Kreuz als Tanzfläche 11/12

 
Schöningh Schulbuch - Verlagswebsite besuchen
ISSN 2192-8037

2012
64 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 
14.95 Euro
 

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Editorial

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Ostern - zentrales Fest des Christentums und zugleich, wie die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ 2009 titulierte, „Die unglaublichste Geschichte der Welt“.
Religionslehrerinnen und -lehrer kennen diese Spannung, erfahren „Auferstehung“ häufig als problematisches, herausforderndes Thema, das aber einen unverzichtbaren Gegenstand des Religionsunterrichts darstellt. Problematisch erscheint das Thema in mehrfacher Sicht: Ein Zugang zum Verständnis der Auferstehung Jesu wird erschwert durch heutiges, naturwissenschaftlich geprägtes Wirklichkeitsverständnis und von der Schwierigkeit, religiöse Sprache angemessen zu deuten. Der christliche Glaube an die Auferstehung der Toten scheint allen Erfahrungsgehalten zu widersprechen und steht in Konkurrenz zu verschiedensten Ienseitsvorstellungen - aus Sicht vieler Schülerinnen und Schüler mangelt es ihm an Plausibilität. Hier gilt es, die verschiedenen Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen, sich ihrer bewusst zu werden und sie zu artikulieren. In der verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit den verschiedenen biblischen Texten, Weiteren literarischen Ausdrucksformen sowie Film, Lied und Internet geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler eine für sie selbst plausible Perspektive auf die Auferstehung entwickeln. Dabei werden Verschränkungen zwischen Tradition und Lebenswelt aufgedeckt und rekonstruiert oder neu arrangiert.
Unser Anliegen ist es, mit den Schülerinnen und Schülern die christliche Botschaft von der Auferstehung Jesu und den Glauben an die Auferstehung jedes Einzelnen (wieder) neu zu erschließen und ihnen so einen Zugang und auch ein vertieftes Verständnis für dieses Fundament des christli- chen Glaubens zu ermöglichen. Dabei liegt das Augenmerk auch darauf, die mögliche lebenspraktische Relevanz dieser Hoffnung für Menschen heute zu erschließen: „Ostern ist nicht ein vergangenes Ereignis der Weltgeschichte, das lange zurückliegt. Ostern ist nicht ein Fest, das die Kirche einmal im Jahr mit Glanz und Gloria, mit Pauken und Trompeten begeht und dann anschließend wieder zur Tagesordnung übergeht. Nein, Ostern ist ein Fest, das in unser Leben greifen möchte; es ist das Fest der lebendigen Gegenwart des Auferstandenen in unserem Alltag.“ (Erzbischof Robert Zollitsch)

Wir möchten Ihnen mit diesem Heft Anregungen und Beispiele geben, sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern dem Thema Auferstehung anzunähern vielleicht auch aus einem neuen Blickwinkel, wie ihn unser Coverbild „Tabula Saltandi“ (Tanzboden) von Werner Hofmeister eröffnet. Der Künstler hat mit diesem Werk die 12 Kreuzstationen des Kalvarienbergs in Graz ergänzt. Er verändert traditionelle Kreuzigungsdarstellungen, indem er den Gekreuzigten nach oben an die Spitze des Kreuzes versetzt - als sei dieser „auf dem Sprung“. Das Kreuz als Symbol des Leidens wird zum Symbol für Freiheit, Grenzenlosigkeit und Neubeginn. Ideen zum Einsatz des Coverbildes im Unterricht lesen Sie im Praxisbeitrag ab Seite 49. Um Ihnen die Arbeit nicht nur mit diesem Bild zu erleichtern, finden Sie ab sofort viele der Bilder der jeweiligen RelliS-Ausgabe auch auf der künftig immer beiliegenden Material-CD.

Die Autorinnen und Autoren der Praxisbeiträge dieses Heftes haben sich den Schwierigkeiten gestellt und ausgehend von den Herausforderungen des Themas Auferstehung für die Schülerinnen und Schüler viele gute Ideen in Lernsequenzen verarbeitet. Dafür danken wir allen Autorinnen und Autoren sehr herzlich! Sie haben für ihre Beiträge viel Kreativität und Zeit investiert und nur so die vielseitigen und spannenden Zugänge zur Auferstehung ermöglicht.
Wir hoffen sehr, dass auch Sie sich von unserer Begeisterung anstecken lassen, und wünschen Ihnen eine anregende Lesezeit und viele gute Erfahrungen bei der Umsetzung im Unterricht.

Ihre Gabriele Otten und Jutta Paeßens

Inhaltsverzeichnis

Editorial 1


Theologische Perspektiven

Franz Wendel Niehl
Christus und Osiris
Stichworte zur Arbeit mit den mythischen Erzählungen von der Auferstehung 4

Sabine Pemsel-Maier
Auferstehung: Trennung von Leib und Seele, ganzheitliches Geschehen oder Neuschöpfung?
Traditionelle Modelle und Entwürfe der neueren Theologie 7

Heino Sonnemans
Wir gehören zu Gott, zu ihm kehren wir zurück
Tod und Auferstehung im Islam 10

Bernhard Grümme
Auferstehung, kein Thema für den Religionsunterricht?
Ermutigungen und Lernwege 13



Unterrichtspraxis

Marcus Hoffmann
„Vielleicht wird dadurch sogar der Tod selbst besiegt“
Der König von Narnia als Zugang zu Tod und Auferstehung Jesu. (Jahrgang 5/6) 16

Esther Hardebusch/Jasmin Hassel
„Was glauben wir über das Leben nach dem Tod?“
Reflexion und Weiterentwicklung eigener Jenseitsvorstellungen im Horizont (nicht nur) christlicher Eschatologie (Jahrgang 8/9) 23


Gabriele Otten/Jutta Paeßens
„Wenn jemand stirbt“
Eine Auseinandersetzung mit den Fragen um Trauer, Bestattung und Erinnerung (Jahrgang 8 – 10) 27

P. Jeremias Müller OSB
Ewig währt am längsten?
Warum wir sterblich sind und doch endlos leben wollen (Jahrgang 9/10) 37

Gabriele Otten/Jutta Paeßens
Die Emmaus-Erzählung zwischen Anstößigkeit und Anstoß
Ein Beitrag zum Verständnis der Ostererfahrungen (Jahrgang 11/12) 42

Uta Wielage
„Tabula Saltandi“ – das Kreuz als Tanzfläche
Tod und Auferstehung Jesu Christi als Kernpunkt christlicher Hoffnung in der Installation „Tabula Saltandi“ von Werner Hofmeister und in 1 Kor 15 (Jahrgang 11/12) 49

Melanie Prenting
Geboren, um zu leben – Gestorben, um zu leben
Von der Rückwirkung des Auferstehungsglaubens auf unser Handeln (Jahrgang 11/12) 56



Unterbrechung

Andrea Schnieder
Die Steppe wird blühen – Huub Oosterhuis 32


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