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RelliS 3/2014 - Ganzschriften

RelliS 3/2014
Religion und Lehren und Lernen in der Schulen

Ganzschriften


Perspektiven

Religion + Jugendliteratur = Unterricht!?



Unterrichtspraxis

Nathans Kinder 5/6
Tote Mädchen lügen nicht 8/9
Gott braucht dich nicht 11/12
 
Schöningh Schulbuch - Verlagswebsite besuchen
ISSN 2192-8037

2014
64 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 
14.95 Euro
 

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Liebe Leserinnen und Leser,

„Literatur als Spiegel von Erfahrungen macht sichtbar, was Menschen bewegt, wonach sie sich sehnen, welche Fragen sie stellen, welche Antworten sie versuchen und wie sie ihr Leben gestalten.“ (Otten, 8) Ganzschriften sowie Bücher in Auszügen als Leitmedium gehören daher für uns mit zu den überzeugenden didaktischen Möglichkeiten des Religionsunterrichtes. Warum, in welchem Maße und wie erfahren Sie in den beiden Perspektivartikeln zu Beginn des Heftes. Martina Steinkühler geht dabei
der Frage der Erfüllung der Gleichung Religion + Jugendliteratur = Unterricht mit einführenden und grundsätzlichen Überlegungen zu Ganzschriften nach. Sie informiert über verschiedene Lesarten, Kategorien von Ganzschriften sowie die damit verbundenen Lernchancen. Gabriele Otten zeigt konkret, wie die didaktische Analyse einer Ganzschrift aussieht und worauf bei der Erschließung mit den Schülerinnen und Schülern didaktisch-methodisch zu achten ist. Hilfreiche Tipps und methodische Vorschläge laden sowohl erfahrene Kolleginnen und Kollegen als auch Neulinge im Bereich des Einsatzes von Ganzschriften zum Ausprobieren ein.
Bei der Auswahl der Bücher haben wir uns leiten lassen von unserer eigenen Begeisterung, von konkreten Unterrichtserfahrungen sowie den Anknüpfungsmöglichkeiten in den curricularen Vorgaben unseres Unterrichtsfaches. Die Schwierigkeit lag in der Begrenzung auf vier Ganzschriften durch
alle Iahrgangsstufen. Wir sind froh, dass Gabriele Cramer als Expertin auf diesem Gebiet in aller Kürze weitere Empfehlungen in der Rubrik Rezensionen einladend darlegt und Brigitte Zein-Schumacher drei Literaturverfilmungen für den Religionsunterricht präsentiert.
„Sind wir nicht zuerst alle Menschen?“, fragt Mariana Weber in ihrem Praxisbeitrag für die Jahrgangsstufen 5 und 6. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern entlang U. Hubs „Nathans Kinder“ durch die kindgerechte Auseinandersetzung mit den Protagonisten des Theaterstücks die Reflexion der Beziehung zu anderen Menschen, zu Gott und zu den abrahamitischen Religionen. Das im Heft und auf der CD vorgestellte Material sowie die Hinweise zur Umsetzung des Unterrichtsvorhabens machen den Mehrwert dieses Theaterstücks - auch als Hörbuch - für das trialogische Lernen sehr gut deutlich.
„Das Kind von Noah“ von Eric-Emmanuel Schmitt bietet neben den großen Themen wie Freundschaft, Nächstenliebe, Rettung einen Einblick in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Christen- und Judentums. Hier werden auf erzählerische Weise die Verwobenheit der beiden Religionen verdeutlicht sowie beeindruckend die Achtung vor der anderen Religion eingeübt. Sebastian Matke gibt einen Einblick in die vielen Zugriffsmöglichkeiten auf das Buch für den Religionsunterricht der Mittelstufe und konkretisiert dies exemplarisch in seinen Materialvorschlägen.
An das sehr sensible Thema Suizid wagen sich Jasmin Hassel und Esther Krause mit ihrer Erschließung des Jugendromans „Tote Mädchen lügen nicht“ von Iay Asher heran. Mit viel Fingerspitzengefühl haben sie eine Unterrichtseinheit angelegt, die methodisch raffiniert die Problemfelder rund um den Suizid und die Fragen nach Verantwortung, Schuld und Erlösung bearbeitet.
Günter Nagel zeigt in seinem Beitrag „Geschichte eines ruhelosen Herzens“ zum Buch von Esther Maria Magnis „Gott braucht dich nicht“ auf wie sich dieses Stück „gelebter“ bzw. „erlebter“ theologischer Anthropologie mit Schülerinnen und Schülern als „Drehkreuz“ zu allen anderen Gegenstandsbereichen des Religionsunterrichts in der Oberstufe erschließen lässt. Dieses Selbstbekenntnis der 34-jährigen Autorin trifft die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an vielen Stellen genau an ihren eigenen Fragen und ermöglicht damit echte Auseinandersetzung „mit offenem Herzen“.
Für Ihre Unterbrechung des Alltags empfehlen wir die Gedanken von Pater Franz Richardt zum Lesen mit den Worten des Augustinus „Nimm und lies!“.
Wir danken all unseren Autorinnen und Autoren sehr und hoffen, dass die vielen Anregungen für Sie, liebe Leserinnen und Leser, gewinnbringend sind.

Gabriele Otten und Jutta Paeßens



Inhaltsverzeichnis

Editorial 1


Perspektiven


Martina Steinkühler
Religion + Jugendliteratur = Unterricht!?
Einführende Überlegungen zum Umgang mit Jugendliteratur im Religionsunterricht 4

Gabriele Otten
Mit Schülerinnen und Schülern lesen
Didaktisch-methodische Hinweise zum Umgang mit Ganzschriften im Religionsunterricht 8



Unterrichtspraxis


Mariana Weber
„Sind wir nicht zuerst alle Menschen?“
Der Trialog auf dem Prüfstand kindgerechter Fragestellungen anhand von U. Hubs „Nathans Kinder“
(Jahrgang 5/6) 12

Sebastian Mutke
„Noah, das bist von jetzt an du“
Das Kind von Noah (Eric-Emmanuel Schmitt) – Erarbeitung einer Erzählung um Rettung, Freundschaft
und Erinnerung
(Jahrgang 7/8) 23

Jasmin Hassel/Esther Krause
„Ich will euch die Geschichte meines Lebens erzählen“
Tote Mädchen lügen nicht (Jay Asher) – Erarbeitung eines Jugendromans zum Thema „Selbsttötung einer Jugendlichen“
(Jahrgang 8/9) 34

Günter Nagel
„Dann wird kein Mensch mehr fragen nach einem Sinn“
Geschichte eines ruhelosen Herzens – Die Bekenntnisschrift „Gott braucht dich nicht“
(Esther Maria Magnis)
(Jahrgang 11/12) 46


Unterbrechung

Pater Franz Richardt
„Nimm und lies!“ (Augustinus)
Der erlesene Mensch 32



REZENSIONEN UND AV-MEDIENTIPPS 58

NACHRICHTEN DES BKRG 62

VORSCHAU 64