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Medienkompetenz für das Lehramt in der Digitalität Aus- und Fortbildung für den hybriden pädagogischen Raum
Medienkompetenz für das Lehramt in der Digitalität
Aus- und Fortbildung für den hybriden pädagogischen Raum




Hans-Joachim Vogler

wbv Media , UTB
EAN: 9783825266202 (ISBN: 3-8252-6620-6)
388 Seiten, paperback, 17 x 24cm, März, 2026

EUR 35,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die Digitalität der pädagogischen Praxen und die Andersartigkeit schulischer Lernpraktiken durch Künstliche Intelligenz (KI) verändern nachhaltig, wie Lehren und Lernen im Schulalltag gestaltet werden. Diese Monografie bietet ein fundiertes und differenziertes Verständnis des „hybriden pädagogischen Raums" - verstanden als Bildungsraum, der analoge und digitale Lehr-Lern-Prozesse systematisch miteinander verknüpft. Mit einem praxeologischen Zugang analysiert das Werk zentrale Herausforderungen und eröffnet neue Perspektiven auf die professionelle Gestaltung hybrider Unterrichtssettings.

Im Fokus stehen zentrale Themenfelder, die theoriegeleitet erschlossen und durch konkrete Praxisbezüge ergänzt werden. Die Kapitel sind eigenständig lesbar und zugleich systematisch aufeinander aufgebaut. Der erste Teil widmet sich der begrifflichen Klärung hybriden Lehrens und Lernens. Es folgen didaktisch-methodische Überlegungen zu Basiskompetenzen, Lernbegleitung und Unterrichtsplanung. Ein eigenes Kapitel beleuchtet den Einfluss von KI auf schulische Lehr-Lern-Prozesse und analysiert, wie sich Selbst- und Fremdsteuerung in digitalen Kontexten verändern.

Der zweite Teil der Monografie thematisiert das Lernen im digitalen Raum - mit einem besonderen Blick auf didaktische Möglichkeiten, Grenzen und das Zusammenspiel von Mensch und Technologie. Aspekte wie Plattformdesign, adaptive Lernumgebungen und die lernförderliche Integration von KI stehen im Mittelpunkt. Abschließend wird das professionelle Selbstverständnis von Lehrkräften unter veränderten Rahmenbedingungen neu gefasst und ein aktualisiertes Kompetenzprofil vorgestellt.

Das Lehrbuch richtet sich an Studierende, Referendar:innen und Lehrkräfte, die ihre medienpädagogischen Kompetenzen für den hybriden Unterricht weiterentwickeln möchten. Durch theoriegeleitete Impulse und praxisnahe Übungen unterstützt das Werk die Ausbildung und Professionalisierung in der zweiten Phase der Lehrer:innenbildung sowie in der schulischen Fortbildung.
Rezension
Jedes neue Medium erzeugt eine andere Form der Verfügbarkeit von Wissen und verändert die Lernformen. Mit der Digitalität ist eine gesamtgesellschaftlich neue Kultur der Kommunikation, Interaktion und Ko-Konstruktion entstanden. Die derzeitige Digitalisierung der Gesellschaft verändert auch in grundlegender Weise den schulischen Unterricht; Lehrkräfte und Schüler/innen müssen sich darauf einstellen und ihre medienpädagogischen Kompetenzen weiterentwickeln. Dieses Lehrbuch bietet eine fundierte Einführung in hybride Lehr-Lern-Formate, zeigt didaktische und methodische Ansätze auf und thematisiert die Rolle von KI im Klassenzimmer. Die konstante Vernetzung hebt die traditionelle Trennung zwischen Online- und Offline-Welten auf; Informationen, Wissen und Handlungen können in Echtzeit ausgetauscht und verarbeitet werden. Die Digitalität beeinflusst die pädagogische Kultur der Schule auf tiefgreifende Weise. Denn der schulische Raum begrenzt sich nicht mehr auf das Schulgebäude. Vor diesem Hintergrund entsteht bei vielen Lehrkräften Verunsicherung. Die Fülle an Neuerungen wirkt endlos, eine klare Struktur fehlt. Um dieser Situation zu begegnen, reicht es jedoch nicht, lediglich technische oder methodische Schulungen anzubieten. Vielmehr bedarf es eines tiefergehenden Verständnisses der Unterrichtskultur in der Digitalität. Die zentrale Frage lautet: Wie kann Schule eine nachhaltige und zukunftsorientierte pädagogische Kultur in der Digitalität entwickeln? Dazu will dieses Buch beitragen.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
digital, Digitalität, KI, Medien, Mediendidaktik, Medienpädagogik, Schuldidaktik, Schule, Schulmedien, Unterrichtsgestaltung

Wie verändert Digitalisierung den Unterricht? Dieses Lehrbuch bietet eine fundierte Einführung in hybride Lehr-Lern-Formate, zeigt didaktische und methodische Ansätze auf und thematisiert die Rolle von KI im Klassenzimmer. Der erste Teil widmet sich Begriffserklärungen und didaktisch-methodisch Überlegungen zu Basiskompetenzen, Lernbegleitung und Unterrichtsplanung. Ein eigenes Kapitel beleuchtet den Einfluss von KI auf schulische Lehr-Lern-Prozesse. Der zweite Teil thematisiert das Lernen im digitalen Raum. Aspekte wie Plattformdesign und adaptive Lernumgebungen stehen im Mittelpunkt. Abschließend wird ein aktualisiertes Kompetenzprofil von Lehrkräften vorgestellt.
Das Lehrbuch richtet sich an Studierende, Referendar:innen und Lehrkräfte, die ihre medienpädagogischen Kompetenzen durch theoriegeleitete Impulse und praxisnahe Übungen weiterentwickeln möchten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 9

1 Der hybride pädagogische Raum 17

1.1 Digitalität als kulturelle Praxis 17
Digitalität 20
1.2 Der Unterricht als pädagogische Praxis in der Digitalität 25
1.2.1 Der Hybride Pädagogische Raum 25
1.2.2 Analoger und digitaler Raum als pädagogische Wirklichkeit 29
1.2.3 Gemeinschaftlichkeit, Referentialität und Algorithmizität 34
1.2.4 Die kommunikative und praktische Erzeugung des hybriden pädagogischen Raums 40
1.3 Handeln im hybriden pädagogischen Raum 44
Technische Artefakte 45
1.4 Der hybride pädagogische Raum als institutioneller Raum 51
Die Institution als handelnde Einheit 51
Kritik an der Institution als handelnde Einheit 53
Transformationsprozesse 54
Akteure und Artefakte und der institutionelle Rahmen des hybriden
pädagogischen Raums 56

2 Der didaktisch-methodische Vermittlungsprozess im hybriden pädagogischen Raum 63

2.1 Grundrelationen des Unterrichts nach Lothar Klingberg 64
2.1.1 Der Vermittlungsprozess 66
2.1.2 Die Relation zwischen Methode und Inhalt im Unterricht 67
2.1.3 Die Prozessebene 68
2.2 Unterricht unter den Bedingungen der Digitalität 72
2.2.1 Veränderung der didaktischen Anforderungen im hybriden pädagogischen Raum 75
2.2.2 Lehren und Lernen als Vernetzung mit anderen 77
2.2.3 Kooperation, Kollaboration und Ko-Konstruktion als Lernleistung 79
2.2.4 Artefakte 80
2.2.5 Soziotechnische Ko-Konstruktion und Kollaboration im hybriden pädagogischen Raum 81
2.3 Kritisches Denken 84
2.3.1 Gegenstand des kritischen Denkens 85
2.3.2 Anbahnungsmodelle des kritischen Denkens für den Unterricht 87
2.4 Ethische Kompetenzen 99
2.4.1 Das menschliche Selbstverständnis im Zeitalter von KI 101
2.4.2 Bias 102
2.4.3 Handlungsfolgen reflektieren 103
2.4.4 Transparenz und Privatheit 105
2.4.5 Autonomie 107
2.4.6 Anerkennung und Autorschaft 110
2.5 Selbstregulation als aktive Lerngestaltung im hybriden pädagogischen Raum 114
2.5.1 Modelle 116
2.5.2 Motivation 120

3 Didaktische Überlegungen zu KI wie ChatGPT 127

3.1 Agency von KI wie ChatGPT als didaktischer Faktor 128
3.2 Veränderung des didaktischen Vermittlungsprozesses durch KI 131
3.2.1 Perspektive Schüler:innen: Selbstaneignung und selbstgesteuertes Lernen (a und b) 133
3.2.2 Perspektive Lehrkraft: Handlungsveränderung im Vermittlungsprozess 134
3.2.3 Um mit ChatGPT Wissen zu erlangen, brauchen Schüler:innen Wissen 136
3.2.4 Ko-Konstruktion von sozialem und soziotechnischem Wissen und normativem Wissen 138
3.2.5 Demokratisierungschance des Unterrichts: gemeinsame Planung 140
3.3 ChatGPT in den Unterricht einführen 145
3.3.1 Strategien der Einführung 146
3.3.2 Mit den Schüler:innen Prompts bewerten (I) 146
3.3.3 Didaktische Hinweise für die Lehrkraft 149

4 Lernen in artifiziellen Umgebungen 161

4.1 Lernen 162
4.1.1 Kognition 164
4.1.2 Schulisches Lernen ist absichtsvolles Lernen 165
4.1.3 Lernanlass 166
4.1.4 Das Lernen im hybriden pädagogischen Raum 167
4.1.5 Die Handlungsabgabe des Zeigens 168
4.1.6 Soziotechnische Ko-Konstruktion der Schüler:innen mit KI 169
4.1.7 Konnektivismus als Teil des Lernprozesses 171
4.1.8 Lerntechniken 174
4.2 Der Lehr-Lern-Prozess im hybriden pädagogischen Raum 176
4.2.1 Öffnen des Unterrichts 177
4.2.2 Struktur des Lehr-Lern-Prozesses 178
4.2.3 Gemeinsame Planung und das Fundamentum vermitteln: die Wissensbasis für das eigenständige Lernen 179
4.2.4 Wissensbasis vermitteln: deklaratives und prozessuales Wissen 180
4.2.5 Transfer begleiten – mit dem Fundamentum weiterlernen 184
4.2.6 Tailoring 186
4.2.7 Kooperativ und kollaborativ lernen 188
4.3 Rhythmisierung des Unterrichts im hybriden pädagogischen Raum 193
4.3.1 Blended Learning – Rhythmisierung von Raum und Zeit 194
4.3.2 Modelle des Blended Learning 196
4.3.3 Flipped Classroom als Einsteigermodell 201
4.3.4 Anforderung an die Lehrkraft beim Blended Learning 208
4.4 Soziotechnische Ko-Konstruktion bei der Planung von Unterricht 214
4.4.1 Customer-Agenten erstellen: 228
4.4.2 Ablaufschema für die Unterrichtsplanung (Customer-Erstellung) 229

5 Aufgaben für den hybriden pädagogischen Raum erstellen 233

5.1 Schulische Aufgaben als Basisbaustein der Lernumgebung 234
5.2 Aktivierende Aufgaben 240
5.3 Kollaborative und kooperative Aufgaben 242
5.4 Das SOLO-Modell 246
5.5 Bestimmung des Anforderungsniveaus von Aufgaben mit KI wie ChatGPT 249
5.5.1 nach Anderson und Krathwohl 250
5.5.2 Bestimmung des Anforderungsniveaus von Aufgaben mit KI wie ChatGPT nach Maier, Kleinknecht, Metz und Bohl 254
Marzanos Neue Taxonomie und das eigenwillige Lernsubjekt 259
Die dreidimensionale Matrix der Taxonomie nach Marzano und Kendall 260
Die Tiefenstruktur des Denkens 262
Initiierung des Lernprozesses 264
Planung des Vermittlungsprozesses mit digitalen Artefakten 265

6 Die Lernplattform als digitaler Lernraum 275

6.1 Bildschirm als Text 276
6.2 Diagrammatik als analytisches Handwerkzeug für den hybriden pädagogischen Raum 278
6.3 Zeigen und Anzeigen auf Lernplattformen 281
6.4 Präsenzerlebnis der Akteure im hybriden pädagogischen Raum 286
6.4.1 Präsenz 287
6.4.2 Präsenz durch Strukturen und Routinen etablieren 289
6.5 Langzeitprojekt zu Kapitel 5 293
6.5.1 Exemplarische Beispiele 302

7 Professionelle Anforderungen an die Lehrkraft im hybriden pädagogischen Raum 309

7.1 Theoretische Ansätze der Lehrkraftprofession für die analoge Schule 309
7.1.1 Kompetenzorientierter Ansatz 309
7.1.2 Strukturtheoretischer Ansatz 313
7.1.3 Berufsbiographischer Ansatz 317
7.1.4 Metareflexion 318
7.2 Veränderte professionelle Anforderungen an die Lehrkraft im hybriden pädagogischen Raum 323
7.2.1 Reziproke Verantwortung im hybriden pädagogischen Raum 324
7.2.2 Kontingenz als Möglichkeitsraum 329
7.2.3 Digital literacy 337
Veränderte Handlungskontrolle durch digitale Technologien 337
Kritische Reflexion digitaler Werkzeuge 338
Integration von KI in den Unterricht (Data Literacy) 339
Auswirkungen auf die Planungspraxis von Lehrkräften 340
Wissenstypen und digitale Medien im pädagogischen Kontext analysieren 340
Das DPACK-Modell und seine Bedeutung für die digitale Bildung 341
7.2.4 Kommunikation im hybriden pädagogischen Raum 343
7.2.5 Kooperation und Kollaboration in Teams 349
7.2.6 Aneignungskompetenz 360
Reflexion technischer Möglichkeiten 360
„Pädagogischer Hack": Technik kreativ nutzen 361
Soziotechnische Ko-Konstruktion zwischen Lehrkräften und digitalen Tools 361
Wechselwirkungen zwischen Technik und Praxis 361
Fazit: Technik als dynamisches Medium 362
7.2.7 Vermittlung von formellem und informellem Lernen 363
Wissen als Möglichkeitsraum 363
Das Internet als kollektives und spezifisches Zeigen 365

8 Schlusswort 367

Der hybride pädagogische Raum und die Befindlichkeit des Lernens 367
Profession in der Digitalität 368
Kompetenz der soziotechnischen Ko-Konstruktion 369
Planung und Tailoring 370
Selbstregulation, kritisches Denken und ethische Position als Anforderung in der Echtzeit 371

Literatur 373