 | Gott und Staat - daran hat sich die politische Ethik im Westen seit Augustinus im 4. Jhdt. gebildet. Religion erweist auch im 21. Jhdt. ihre Bedeutung für Politik in guter wie schlechter Hinsicht. Und so bleibt das Verhältnis von Politik und Religion schillernd und gespannt. Wie viel Religion verträgt der Staat? Wie viel Staat verträgt die Religion? Die Frage des Verhältnisses von Staat und Religion hat sich in den letzten Jahren in dramatis... |  | Wir leben - anders als in den 1968ern - in einer Zeit von Individualisierung und Privatisierung, das Kollektive, das Politische, das Gemeinwohl wird zugunsten des Privaten, der Individuellen und Egoistischen verschoben, allenfalls Psychologie statt Soziologie ... Das zeigt sich besonders auch in der Religion, die z.Zt. von Spiritualisierung, Individualisierung, Mystifizierung und Esoterik geprägt wird. Gegen derlei "Privatsache Religion?" (Titel... |
 | Es schien um die Jahrtausendwende recht still geworden zu sein um die Politische Theologie, deren Entstehung ab den 1968er Jahren im 20. Jahrhundert zu verorten ist; sie gehörte zu den weltweit wirkmächtigsten Aufbrüchen der Theologie. Zu den herausragenden Ansätzen theologischer Reflexion, quer durch einzelne Unterdisziplinen des Faches hindurch, zählt die in den 1960er-Jahren entstandene politische Theologie. Sie ist konfessionsübergreif... |  | Dorothee Sölle war in den späten 1960er, den 1970er und 1980er Jahren eine Hauptvertreterin des Protestantismus. Dorothee Sölle (1929–2003) zählt zu den profiliertesten Theologinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk hat gleichermaßen eine klar politische und eindeutig spirituelle Dimension, sie ist im besten Sinne (Paul Tillichs) eine Grenzgängerin: zwischen Theologie und Literatur, zwischen Kontemplation und Aktion, zwischen Deutschland und... |
 | (Inwiefern) ist Religion — eine öffentliche Angelegenheit (oder Privatsache)? Welchen Platz dürfen oder sollen Religionsgemeinschaften in der Öffentlichkeit eines liberalen Staates einnehmen? Wie kann das Verhältnis von Religion und Gesellschaft, von (katholischer) Kirche und moderner Demokratie für die Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts gedacht werden? Welche Synergien können sich aus dem Zusammenspiel von Religionsgemeinschaften und li... |  | Drohen rechte Positionen "normal" zu werden in der Gesellschaft? Von zwei Seiten sieht sich eine politische Theologie von einer rechten Normalisierung herausgefordert: Sie wird erstens danach fragen, welche gesellschaftlichen Entwicklungen eine solche rechte Normalisierung begünstigt haben und weiter vorantreiben und zweitens wie sich ein theologisches Urteil über diese Entwicklungen fällen lässt vor dem Hintergrund der eigenen christlichen T... |
 | Das gibt es eben inmitten als des biblizistisch-evanglikalen Fundamentalismus und reaktionären Christentums auch: ein entschieden soziales, politisches und revolutionäres Christentum, das Hoffung auf Auferstehung nicht als naiv-vertröstende individuelle Wiederbelebung nach einem physischen Exitus begreift, sondern Hoffen auf Auferstehung als Aufstehen für eine neue Welt! Dieses Plädoyer von Jürgen Manemann ist einLeitfaden für alle Christ/... |  | Diese Tübinger evangelisch-theologische Dissertation in systematischer Theologie / Ethik thematisiert drei grundlegende Bereiche: 1) Öffentliche Theologie und Friedensethik, 2) protestantische Ethik und politische Theologie im Kontext von Martin Luthers Zwei-Reiche-Lehre und 3) die Friedensethik des Lutheraners Dietrich Bonhoeffer im Kontext der gegenwärtigen Friedensethikdebatte. Öffentliche Theologie in ihrer lutherischen Aneignung ist eine... |
 | Der Katholik Johann Baptist Metz (Münster) und der Protestant Jürgen Moltmann (Tübingen) haben die sog. Politische Theologie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (in Deutschland) wesentlich geprägt. Im Jahr 2010 haben beide im Heidelberger Internationalen Wissenschaftsforum dargestellt, was die von ihnen angeregte »Politische Theologie« im ausgehenden 20. Jahrhundert bewegen wollte und was sie bewegt hat. Vier weitere Beiträge (vgl. In... |  | Neben Margot Käßmann ist der ehemalige Bischof von Berlin-Brandenburg und EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Huber das womöglich bekannteste, jedenfalls aber profilierteste Gesicht des gegenwärtigen deutschen Protestantismus. Das ist nicht nur der kirchenleitenden Funktion Hubers geschuldet sondern auch seiner vorherigen akademischen Tätigkeit als Prof. in Marburg/L. und Heidelberg, als führender protestantischer (Sozial-)Ethiker und Mi... |
 | Sein Zepter ist Barmherzigkeit! – Schöner als in dem beliebten Adventslied „Macht hoch die Tür“ lässt sich das göttliche Regierungsprogramm für uns Menschen nicht formulieren. Und weiter heißt es dort: „Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit“ – wohl denen, die einen solchen Herrscher ihren Gott und Erlöser nennen dürfen! Für Papst Franziskus ist die Barmherzigkeit z...... |  | Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in aufregenden Zeiten leben wir - erst recht als Verband katholischer Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Deutschland. Gerade haben wir es wohltuend registriert, dass mit dem neuen Papst offensichtlich ein frischer Wind durch die Kirche weht (rabs hat in der letzten Ausgabe ausführlich berichtet). Weltweit, also auch in Deutschland, heißt es zurzeit nicht mehr: „Haben Sie auch ein Problem? J...... |