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Wörterbuch der philosophischen Begriffe   Begründet von Friedrich Kirchner und Carl Michaëlis, bearbeitet von Johannes Hoffmeister. 
Vollständig neu herausgegeben von Arnim Regenbogen und Uwe Meyer.
Wörterbuch der philosophischen Begriffe


Begründet von Friedrich Kirchner und Carl Michaëlis, bearbeitet von Johannes Hoffmeister.

Vollständig neu herausgegeben von Arnim Regenbogen und Uwe Meyer.



Arnim Regenbogen, Uwe Meyer (Hrsg.)

Meiner Hamburg
EAN: 9783787313259 (ISBN: 3-7873-1325-7)
905 Seiten, hardcover, 13 x 20cm, 1998

EUR 34,80
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Seit 1886 gehört das einbändige "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" zum Bestand der 1868 begonnenen Philosophischen Bibliothek. Begründet von Friedrich Kirchner und Carl Michaëlis und später fortgeführt von Johannes Hoffmeister, hat es einen festen Platz in den Handbibliotheken aller Dozenten und Studenten der Philosophie.

Dieses Standardwörterbuch schlüsselt die philosophischen Begriffe von der Antike über das Mittelalter bis hin zum deutschen Idealismus auf. Arnim Regenbogen und Uwe Meyer haben das Wörterbuch vollständig überarbeitet und um die Grundbegriffe der Philosophie der Gegenwart erweitert. Es bleibt dabei – wie der Name sagt – ein reines Wörterbuch der Begriffe und verzichtet auf die Einordnung von Philosophen-Namen ebenso wie auf allgemeine philosophiegeschichtliche Exkurse.
Rezension
Der Felix Meiner-Verlag Hamburg ist ausgewiesen u.a. durch seine umfangreiche "Philosophische Bibliothek". Zu der gehört dieses klassische "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" hinzu: Es ersetzt kein philosophisches Lehrbuch und keine Philosophiegeschichte; es ist ein klassisches Begriffslexikon, das zum Lesen philosophischer Texte zur Hand sein sollte, um sich schnell, kompakt und kompetent kundig zu machen bei unbekannten oder schwierigen Begriffen (s. Leseprobe). Dabei verbindet es Vergangenes mit Gegenwärtigem, indem es im Hinblick auf die Gegenwartsphilosophie überarbeitet worden ist. Der Benutzer wird schnell in die Kernproblematik des entsprechenden Begriffs eingeführt und kompetent informiert.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Auf knappem Raum und in verständlicher Form werden die Bedeutung und Funktion, die sprachliche Herkunft und die historische Ausdifferenzierung der Stichworte erklärt und unter Angabe genauer Belege in den Originalwerken aufgezeigt. Indem dieses Wörterbuch die Herkunft und Zusammensetzung, den Wortsinn und die ursprüngliche Bedeutung sowie den Wandel und die Nuancen der Termini auch durch präzise etymologische Angaben erläutert und durchgängig auf die jeweiligen Nachbar- und Gegenbegriffe verweist, gibt es nicht nur Aufschluß über das richtige Verständnis, sondern auch über den verständigen Gebrauch philosophischer Begriffe.

Das "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" ist somit nicht nur für Studium und Lehre, sondern für alle Leser philosophischer Texte ein unentbehrliches und zugleich handliches Nachschlagewerk zur Einführung in die Welt des philosophischen Denkens.

"Diese sicherlich nicht leichte Aufgabe der doppelten Integration von Vergangenem und Gegenwärtigem ist […] den Bearbeitern des neuen Lexikons gelungen. […] Deutlichkeit und distanzierende Wissenschaftlichkeit bürgen in der Neubearbeitung für Qualität. [?] Das von Regenbogen und Meyer bearbeitete Lexikon ist in dieser Form derzeit das beste Informationsmedium seiner Kategorie. Es beinhaltet fast alle wichtigen Begriffe, die Artikel sind klar und deutlich formuliert, die Verweise prägnant und hilfreich. Der Leser wird schnell in die Kernproblematik eingeführt und kompetent informiert. […] Es ist ein Nachschlagewerk, das die Fragen eines Philosophiestudenten nicht unbeantwortet läßt und derzeit nicht überboten wird."
Philosophischer Literaturanzeiger

"Ein sehr nützliches, handliches und doch umfassendes Wörterbuch, das ich den Studierenden empfehlen kann. […] Insgesamt ein gelungenes, meiner Meinung nach für Einsteiger und Studierende der Anfangssemester empfehlenswertes, gut durchgearbeitetes Wörterbuch."
Prof. Dr. Norbert Rath

"Ein sehr gutes Wörterbuch, das ich meinen Studenten ohne Einschränkung empfehlen kann. Sehr hilfreich und eine wirkliche Verbesserung gegenüber herkömmlichen Wörterbüchern sind die Literaturangaben zur Begriffsgeschichte sowie das Sachregister."
Prof. Dr. Bernd-Olaf Küppers
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe:

Emotivismus (von lat. emovere >er-schüttern<), Bezeichnung für in der ersten Hälfte des 20.JH. entstandene nonkognitivistische (s. Kognitivismus) metaethische Theorien, die in Abgrenzung zum t Naturalismus und t Intuitionismus davon ausgehen, daß Wertbegriffe wie »gut« weder natürliche (empirische) noch nicht-natürliche besondere undefinierbare Eigenschaften bezeichnen, sondern überhaupt keine Eigenschaften. Wertbegriffen wie »gut« wird keine deskriptive, sondern eine emotive Bedeutung zugesprochen. Die mittels Wertprädikaten gebildeten T Werturteile seien weder Behauptungen noch Feststellungen, und entsprechend komme ihnen auch keinerlei Wahrheitsgehalt zu; stattdessen sollen Werturteile Emotionen und Einstellungen zum Ausdruck bringen (A.J. Ayer, Language, Truth and Logic, 1936). Die Funktion von Werturteilen wie von moralischen Urteilen sei es, Emotionen und Einstellungen bei anderen hervorzurufen und so zu bestimmten Verhaltensweisen anzuregen, d.h. insbesondere moralische Urteile werden unter dem Aspekt der Handlungsbeeinflussung gesehen (C.L.Stevenson, Ethics and Language, 1944). Der frühe, in der Tradition des logischen Empirismus stehende E. sprach moralischen Äußerungen jeglichen deskriptiven Gehalt ab (M. Schlick, R. Carnap, der frühe A.J. Ayer). Später wurde diese Ansicht revidiert (C.L.Stevenson, der späte A.J. Ayer): So enthalten nach Stevenson moral. Sätze neben der imperativischen auch eine informative Komponente (»x ist gut« = »ich billige x, tue das gleiche!«). Damit sollen moralische Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich ihres deskriptiven Teils u.U. mittels rationaler Argumentation beilegbar sein.