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Rock, Pop ‚Äď Amen?! Christlicher Glaube und zeitgen√∂ssische Musikkultur Zugl. Diss. K√∂ln 2005
Rock, Pop ‚Äď Amen?!
Christlicher Glaube und zeitgenössische Musikkultur


Zugl. Diss. Köln 2005

Ute Flink

Waxmann
EAN: 9783830916604 (ISBN: 3-8309-1660-4)
208 Seiten, paperback, 15 x 21cm, 2006

EUR 24,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die schillernde, vielschichtige Welt der Popmusik und Religion ‚Äď diese beiden Bereiche sollen zueinander passen? Popmusik in der Glaubensvermittlung ‚Äď kann das gutgehen?



Popgr√∂√üen wie Madonna, Robbie Williams oder Xavier Naidoo besch√§ftigen sich in ihren Liedern mit religi√∂sen Themen und bieten somit Ans√§tze f√ľr eine neue Form von Glaubensvermittlung im Religionsunterricht und in der Gemeindearbeit, die sich an den Jugendlichen, ihrer Lebenswelt und ihren Fragen orientiert.



Religionsunterricht und Glaubensvermittlung sind in unserer heutigen Gesellschaft, in der die christlichen Kirchen zunehmend an Pr√§senz und Einfluss verlieren, keine leicht Aufgabe. Christliche Riten sind f√ľr Jugendliche h√§ufig unbekannt, die religi√∂se Sprache oftmals fremd. Andererseits ergeben Umfragen immer wieder, dass auch heutzutage die Jugend religi√∂s interessiert ist, sich selbst als gl√§ubig bezeichnet, allerdings oftmals ohne diesen Glauben n√§her zu definieren. Wie kann man da Jugendliche erreichen, ihnen christliche Werte und Glaubensinhalte vermitteln?



Das Buch untersucht ausgewählte Titel aus dem Bereich der Popmusik in Bezug auf ihre religiöse Thematik, interpretiert die Texte, analysiert die Musik und zeigt Möglichkeiten zum praktischen Einsatz auf.



Autoreninfo

Ute Flink, Gymnasiallehrerin. Studium der Theologie und Germanistik in Bonn, berufsbegleitende Promotion an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät an der Universität zu Köln im Fachbereich Katholische Theologie und Religionspädagogik.
Rezension
Die Besch√§ftigung mit Popmusik im Religionsunterricht z√§hlt seit Pionierarbeiten aus den 90er Jahren mittlerweile zu den durchaus g√§ngigen Inhalten und Methoden der Religionsp√§dagogik. Offensichtlich hatten Theologie und Religionsp√§dagogik ein deutliches Defizit in der Wahrnehmung aktueller Kulturen, insbesondere der Massen- und Jugendkulturen aufzuarbeiten. Hilfreich und f√∂rderlich war dabei sicherlich auch eine (allzu schnelle) Hinwendung der Theologie zur Kulturtheologie. Nun allerdings hat man manchmal fast den Eindruck, als gehe das alles allzu flott und ungebrochen vonstatten. Auch diese katholische Dissertation an der Uni K√∂ln hebt sehr schnell auf die religi√∂sen Inhalte der Popmusik in ausgew√§hlten Einzelanalysen ab (Teil B) und zielt auf deren didaktische Vermittlung (Teil E). Vor lauter Praxisorientierung und affirmativer Wahrnehmung der religi√∂sen Inhalte geraten dabei der theoretische Rahmen, die Schwierigkeiten in der didaktischen Vermittlung und die Eigenst√§ndigkeit von Popmusik jenseits didaktischer Verzweckung allzu schnell in den Hintergrund. Der Praktiker allerdings wird hier manche (freilich entsprechend der Halbwertszeit der Popmusik schnelllebige ) Anregung f√ľr den Unterricht finden.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Internationale Hochschulschriften
Die Reihe f√ľr Habilitationen und sehr gute und ausgezeichnete Dissertationen

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In dieser Reihe erscheinen ausschließlich Habilitationen und mit magna cum laude oder summa cum laude bewertete Prädikatsdissertationen aus allen Bereichen der Wissenschaft. Im Katalog sind Titel aus der Reihe Internationale Hochschulschriften mit IHS gekennzeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 11

A Problemeinf√ľhrung

1 Die pluralistische Gesellschaft 15
1.1 Familienstrukturen 15
1.2 Individualisierung 17
1.3 Enttraditionalisierung 19
1.4 Der Pluralismus und seine Folgen 20
2 Veränderte religiöse Sozialisation 23
2.1 Verlust religiöser Alltagserfahrungen 23
2.2 Christliche Erziehung 24
2.3 Verlust der christlichen Sprache 25
3 Madonnas ‚ÄěNothing fails" als konkretes Beispiel f√ľr die Religiosit√§t in der ver√§nderten Gesellschaft 27
3.1 Der Text 27
3.2 Profan oder religiös? 28
4 Konsequenzen f√ľr die christlichen Kirchen 31
5 Religion in den Massenmedien 34
5.1 Massenmedien 34
5.2 Medienrezeption 34
5.3 Religion der Massenmedien 37

B Religiöse Inhalte der Popmusik

Vorbemerkungen 40
1 Definitionsversuche 40
1.1 Popmusik 40
1.2 Was ist ‚ÄěReligion" bzw. ‚Äěreligi√∂s"? 41
1.3 Religiosität in Popmusik? 43
2 Zentrale Bedeutung der Popmusik f√ľr Jugendliche 45
3 Auswahlkriterien 48
Popmusik der Gegenwart - ausgewählte Einzelanalysen 50
1 Glashaus: Dein Vater kommt 50
1.1 Informationen zum Projekt Glashaus 50
1.2 Text 51
1.3 Analyse von Text und Musik 52
1.3.1 Textliche Gestaltung 52
1.3.2 Musikalische Gestaltung 53
1.3.3 Theologische Deutung 54
2 Söhne Mannheims: Volle Kraft voraus 56
2.1 Informationen zu Söhne Mannheims 56
2.2 Das Album "Zion" 56
2.3 Text 57
2.4 Analyse von Text und Musik 58
2.4.1 Textliche Gestaltung 58
2.4.2 Musikalische Gestaltung 60
2.4.3 Theologische Deutung 61
3 Xavier Naidoo: Kein Königreich 64
3.1 Informationen zu Xavier Naidoo 64
3.2 Das Album ‚ÄěZwischenspiel - Alles f√ľr den Herrn" 64
3.3 Text 65
3.4 Analyse von Text und Musik 66
3.4.1 Textliche Gestaltung 66
3.4.2 Musikalische Gestaltung 68
3.5 Theologische Deutung 69
4 Abschließende Betrachtung 72
5 Englischsprachige Popmusik 73
5.1 Problematik 73
5.2 Brandy & Ray J ‚ÄěAnother Day in Paradise" 73
5.2.1 Informationen zu Brandy 73
5.2.2 Der Text 74
5.2.3 Analyse von Musik und Text 74
5.2.4 Theologische Intention 77
5.3 U2 ‚ÄěPeace on Earth" 78
5.3.1 Informationen zu U2 78
5.3.2 Der Text 79
5.3.3 Analyse von Text und Musik 80
5.3.4 Theologische Deutung 84
5.4 Robbie Williams: Better Man 85
5.4.1 Informationen zu Robbie Williams 85
5.4.2 Der Text 86
5.4.3 Analyse von Text und Musik 87
5.4.4 Theologische Deutung 90
5.5 The Calling: We're forgiven 91
5.5.1 Informationen zu The Calling 91
5.5.2 Der Text 92
5.5.3 Analyse von Text und Musik 93
5.5.4 Theologische Deutung 96
6 Normal Generation? - Das Beispiel einer christlichen Popband 98
Exkurs: Popsongs mit implizit religiösem Bezug 100

C Theologische Grundlage von Glaubensvermittlung

1 Die Glaubensvermittlung 108
1.1 Jesus Christus als Mittler zwischen Gott und Mensch 108
1.2 Tradierung des Glaubens 109
2 Lehramt und Theologie 111
2. l Lehrer und Lehramt in der geschichtlichen Entwicklung 111
2.1.1 Das Mittelalter 111
2.1.2 Lehramt und Theologie in der Neuzeit 112
2.1.3 Schlussfolgerungen 118
2.2 Das Wesen des kirchlichen Lehramtes 119
2.3 Anteil am kirchlichen Lehramt 121

D Glaubensvermittlung

1 Die Verk√ľndigung 124
1.1 Verk√ľndigung als Heilsgeschehen 124
1.2 Die Rolle des Katecheten in der Verk√ľndigung 125
1.3 Dialogische Struktur der Verk√ľndigung 128
1.3.1 Gottes Wort und Menschenwort 128
1.3.2 Personalit√§t in der Verk√ľndigung 129
1.3.3 ‚ÄěDienst von " oder ‚ÄěDienst an " 130
2 Religionsdidaktische Ansätze 132
3 Rahmenbedingungen f√ľr die Glaubensvermittlung 134
3.1 Pluralismus als Herausforderung 134
3.1.1 Risikogesellschaft 134
3.1.2 Die Erlebnisgesellschaft 135
3.2 Konsequenzen der gesellschaftlichen Veränderungen
f√ľr die Entwicklung der Jugendlichen 137
3.3 Schule und Jugendarbeit im Spannungsfeld 138
3.4 Jugendliche Religiosität 140
4 Religiöses Lernen als Aufgabe und Ziel der Glaubensvermittlung 145
4.1 Kann man Glauben lernen? 145
4.2 Identitätsentwicklung 146
4.3 Die Subjekthaftigkeit des Glaubens 147
4.4 Subjektwerdung im Kontext der Gemeinschaft 148
4.5 Theologische Akzente 149
5 Praktische √úberlegungen f√ľr die erfolgreiche Glaubensvermittlung 152
5.1 Voraussetzungen f√ľr religi√∂ses Lernen 152
5.1.1 Die Lebenswelt der Jugendlichen 152
5.1.2 Jugendliche als Subjekte wahrnehmen 154
5.1.3 √úberwindung der Sprachlosigkeit 155
5.2 Bildungsinhalte 157
5.3 Die Vermittlungsperson 159

E Popmusik in der Glaubensvermittlung

1 Popmusik und Religion 162
1.1 Die kirchliche Haltung zur Popmusik 162
1.2 Relevanz und Chancen einer theologischen Analyse von Popmusik 167
1.3 Popsongs als Ausgangspunkt einer bewussten Auseinandersetzung mit Religion 169
2 Zum Einsatz von Popsongs in der Glaubensvermittlung 171
2.1 Grundlegende √úberlegungen 171
2.1.1 Initiation eines Kommunikationsprozesses 171
2.1.2 Zur Interpretation von Popsongs 172
2.2 Zur Auswahl der Popsongs 175
2.3 √úberlegungen 177
2.3.1 Methodenvielfalt 177
2.3.2 Methodenschulung 178
2.3.3 Pl√§doyer f√ľr die Aktivit√§t der Jugendlichen 181
2.4 Methodische Umsetzung 183
2.4.1 Vor√ľberlegungen 183
2.4.2 Der Einstieg 184
2.4.3 Die Erarbeitung 187
2.4.4 Anregungen f√ľr einen kreativen Umgang 190
3 Auswertung des Einsatzes von Popsongs in der Glaubensvermittlung. 193
3.1 Zielgruppe 193
3.2 Religiöse Sozialisation 193
3.3 Beurteilung des Einsatzes von Popsongs 195
3.3.1 Allgemeine Einschätzung 195
3.3.2 Beurteilung einzelner Lieder 196
3.4 Kritische Reflexion 199

Literatur 202

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