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Faschistische Architektur in Rom
Das antike Zentrum und das Quartier EUR als narrative Orte
Werner Hennings
Transcript
EAN: 9783837677850 (ISBN: 3-8376-7785-0)
116 Seiten, paperback, 15 x 22cm, Oktober, 2025, 60 SW-Abb., 4 Farbabb.
EUR 40,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Welche Spuren haben Mussolini und seine Architekten im antiken Zentrum Roms und auf dem Gelände der für 1942 geplanten Weltausstellung der Architektur hinterlassen? Werner Hennings bietet eine umfassende und detaillierte Bestandsaufnahme der einschlägigen Fachliteratur einschließlich der Rezeption der Bauten von den 1930er Jahren bis heute. Dabei verfolgt er einen spezifischen theoretischen und methodischen Ansatz, der drei Aspekte der Architektur besonders hervorhebt: Architektur als System von Zeichen und narrativen Orten, von symbolischen Wirkungen und atmosphärischen Qualitäten sowie Architektur als Kunst und Inszenierung von Macht und Herrschaft.
Werner Hennings (Prof. em. Dr. phil.), geb. 1943, lehrte und forschte am Oberstufen-Kolleg des Landes NRW (Bielefeld) und an der Fakultät für Soziologie an der Universität Bielefeld in den Bereichen Städtische Räume, Entwicklungsforschung und der Fachdidaktik Humangeographie.
Rezension
Dieses Buch untersucht die faschistische Architektur in zwei Kapiteln, den Bauten im antiken Rom und im Viertel EUR, einer Art Musterstadt Mussolinis. Das faschistische Italien unter Mussolini war die erste Diktatur des 20. Jahrhunderts, die in großem Stil architektonische Ambitionen und städtebauliche Visionen entwickelte. Tatsächlich verwandelten die Faschisten Italien in eine Grossbaustelle - mit sichtbaren Folgen bis in die Gegenwart. In Mussolinis zentral gesteuerter Architektur- und Städtebaupolitik ging es aber um weit mehr als um bloße Machtästhetik. Mit Architektur wurde Gesellschafts- und Sozialpolitik betrieben. Denn neben Repräsentationsbauten und städtebaulichen Grossprojekten findet sich auch Funktionsarchitektur wie Sportstadien, Postämter, Strassen, Parkanlagen etc. Dieses Buch verdeutlicht das exemplarisch einerseits am antiken Zentrum Roms und andererseits am Stadtteil E.U.R. (Esposizione Universale di Roma), dem Gelände der für 1942 geplanten Weltausstellung. Der Autor verdeutlicht die faschistische Architektur dabei a) als System von Zeichen und narrativen Orten, b) von symbolischen Wirkungen und atmosphärischen Qualitäten sowie c) als Kunst und Inszenierung von Macht und Herrschaft. Die faschistische Architektur im antiken Rom und in der Musterstadt EUR sollte der Welt die Überlegenheit des politischen Systems zeigen und Mussolinis Macht legitimieren.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
Architektur, Italienische Geschichte, Kulturgeschichte, Politische Ideologien, Europäische Geschichte, Kulturwissenschaft, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Kultur, Europäische Politik, Politikwissenschaft, Politisches System
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 9
1.1 Architektur als System von Zeichen und narrativer Orte 11
1.2 Symbolische Wirkungen und atmosphärische Qualitäten 12
1.3 Architektur als Kunst und Inszenierung von Macht und Herrschaft 12
2 Faschistische Architektur im antiken Zentrum Roms 15
2.1 Exkurs 1: Mussolini über seine städtebaulichen Ziele für Rom 16
2.2 Freilegung der antiken römischen Bauten 17
2.3 Freilegung der Bauten des päpstlichen Roms 20
2.4 Neue Großbauten im antiken Zentrum 23
2.4.1 Die Stadt der Wissenschaften (La Città Universitaria) 23
2.4.2 Exkurs 2: Was ist faschistische Architektur in Italien? 26
2.4.3 Von den Hügeln bis zum Meer 29
2.4.4 Exkurs 3: Die Villa Torlonia: Mussolinis Vorbild für faschistische Architektur 31
3 EUR (Esposizione Universale di Roma) 33
3.1 Baugeschichte 33
3.2 Konzept und Idee des Ortes 35
3.3 Großbauten und ihre Architektur 39
3.3.1 Achsen, Bauten und Orte 39
3.3.2 Die »Sogene-Bauten« 40
3.3.3 Palazzo degli Uffici (Palazzo del Commisariato und Palazzo dell’ENTE) 42
3.3.4 Palazzo dei Congressi 46
3.3.5 Palazzo della Civiltà Italiana 48
3.3.6 Der Piazzale delle Nazioni Unite, der Palazzo del Istituto Nazionale delle Assicurazioni und der Palazzo del Istituto Nazionale della Prevedenza Sociale 50
3.3.7 Piazza Guglielmo Marconi und die Bauten an der Decumanus 2 55
3.3.8 Palazzo della Civiltà Romana 56
3.3.9 Museo Nazionale delle Arti und das Museo Nazionale Preistorico 59
3.3.10 Der Obelisk 63
3.3.11 Palazzo delle Poste, Istituto Postetelegrafonici und Nuovo Centro Congressi 66
3.3.12 Palazzo delle Regie Poste, Telegrafi e Telefoni 67
3.3.13 Istituto Postelegrafonici (Ministero PP.TT.) 69
3.3.14 Nuovo Centro Congressi 70
3.3.15 Decumanus 3: Viale Europa zwischen der Basilika SS. Pietro e Paolo und dem Archivio Centrale dello Stato 72
3.3.16 Archivio Centrale dello Stato 73
3.3.17 Die Basilika SS Pietro e Paolo 74
3.3.18 Die südlichste Decumanus: Der Lago Artificiale 75
3.3.19 Der Palazzo degli Uffici dell’ENI (Ente Nazionale Idrocarburi) 76
3.3.20 Die Projekte für die Fontana dell’Acqua e della Luce, dem Arco, dem Palazzo Sport und der Cascata 78
3.3.21 Die Fontana dell’Acqua e della Luce 78
3.3.22 Der Arco Monumentale 79
3.3.23 Der Palazzo dello Sport und die Cascata 80
4 Parkanlagen und Gärten 85
4.1 Parco degli Eucalipti 85
4.2 Parco del Ninfeo 86
4.3 Parco del Turismo 88
5 Wohnbebauung 93
6 Einkaufsmeile 97
7 Die Architektur der EUR als narrativer Ort 99
7.1 Symbolische Wirkungen und atmosphärische Qualitäten 100
7.2 Inszenierungen von Macht und Herrschaft 100
8 Der faschistische Städtebau in Rom in der Rezeption 103
9 Das faschistische Vorzeigeprojekt EUR in der Rezeption 105
10 Schlussbemerkungen 109
Verwendete Literatur 113
Internetquellen 115
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