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Eulenfisch

Übersicht

Impressum

2018

Eulenfisch 20/18
Arbeit und Kapital

 

2017

Eulenfisch 19/17
Leib und Leben

 
Eulenfisch 1/17
Begegnungen mit Wirklichkeit

 

2016

Eulenfisch 17/16
Bischof und Bistum

 
Eulenfisch 16/16
Flucht in die Fremde

 

2015

Eulenfisch 15/15
Tier und Wir

 
Eulenfisch 14/15
Rückkehr der Helden?

 

2014

Eulenfisch 2/14
Sein Zepter ist Barmherzigkeit

 
Eulenfisch 1/14
Der Antichrist - Mehr als die üblichen Bösewichter

 

2013

Eulenfisch 2/13
Eder Tag noch Stunde - Horizont Zeit

 
Eulenfisch 1/13
Hildegard von Bingen - Heilige mit Visionen

 

2012

Eulenfisch 2/12
Jenseits der Schrift - Bildtheologie

 
Eulenfisch 1/12
Klöster - Kolonien des Himmels

 

2011

Eulenfisch 2/11
Pontifex – Brücke und Fels

 
Eulenfisch 1/11
Lufthoheit - die Faszination der Engel

 

2010

Eulenfisch 2/10
Gierige Zeiten - heillos verstrickt

 
Eulenfisch 1/10
Religionsfreiheit - Freiheit schöner Gottesfunke!

 

2009

Eulenfisch 1/09
Torheit – Weisheit – Heil? Blicke auf das Kreuz

 

2008

Eulenfisch 2/08
Wie viel Wunder braucht der Glaube?

 
Eulenfisch 1/08
NEOATHEISMUS - COMEBACK DER GOTTESBESTREITER?

 

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Eulenfisch /
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Eulenfisch 20/2018 - Arbeit und Kapital

Eulenfisch 20/2018
Limburger Magazin für Religion und Bildung

Arbeit und Kapital


10 Jahre Eulenfischs
 
Verlag des Bischöflichen Ordinariates, Limburg - Verlagswebsite besuchen
ISSN 1866-0851

2018
86 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 
7.00 Euro
 

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Editorial

200 Jahre nach der Geburt von Karl Marx und Friedrich Wilhelm Raiffeisen und fast auf den Tag zehn Jahre nach der globalen Banken- und Finanzkrise steht die Kritik am Kapitalismus wieder auf der Tagesordnung. Unzählige Buchtitel wie die Welt-Bestseller von Tomáš Sedlácˇek „Die Ökonomie von Gut und Böse“ oder Thomas Pikettys „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ sowie eine große Landesausstellung in Trier zu Karl Marx stehen für das neu erwachte Interesse an einer gerechten Wirtschaftsordnung.

Zu den schärfsten Kapitalismuskritikern zählt Papst Franziskus, der in seiner Enzyklika Evangelii Gaudium von 2013 unser Wirtschaftssystem für einen Papst in bis dahin nicht gekannter Deutlichkeit mit den Worten geißelt: „Diese Wirtschaft tötet.“ Die Gier nach Macht und Besitz kenne keine Grenzen: „In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache wie die Umwelt wehrlos gegenüber den Interessen des vergötterten Marktes.“ Für Franziskus ist die Finanzkrise Symptom einer tiefer liegenden, anthropologischen Krise: „Die Leugnung des Vorrangs des Menschen!“ In einem soeben im Mai veröffentlichten Dokument „Oeconomicae et pecuniariae quaestiones“ legt Rom nach und hält Bankern, Finanzpolitikern und uns Konsumenten den Gewissensspiegel vor. Auch als Konsument oder Anleger könne jeder etwas tun und mit seinen Kaufentscheidungen auf das Gemeinwohl einwirken, damit nicht die „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ (Franziskus) weiter fortschreite.

Mit unserer Jubiläumsausgabe zum 10-jährigen Bestehen des Magazins Eulenfisch wollen wir Impulse zum Umsteuern geben und neue Perspektiven auf den Eigenwert der Arbeit jenseits des ökonomischen Nutzens eröffnen: Wir alle leben jeden Tag vom Kredit des Vertrauens. Treu und Glauben bilden die Grundlage unseres Zusammenlebens. Verliert diese Schattenwährung ihren Wert, ist der gesellschaftliche Zusammenhalt zutiefst gefährdet. Angesichts eines zunehmenden Funktionalismus können Schulen zu „Kreditinstituten des guten Lebens“ werden, in denen Solidarität, Subsidiarität und das Engagement für das Gemeinwohl gelebt werden. Denn: Die Wirtschaft ist für den Menschen da. Nicht umgekehrt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und einen guten Einstieg ins neue Schuljahr

Martin W. Ramb
Chefredakteur


Inhaltsverzeichnis

Perspektiven


Papst Franziskus
„Ihr riecht nach Viertel, nach Volk, nach Kampf“

Beate Kowalski
„Die Ersten werden die Letzten sein“

Uwe Becker
Hauptsache Arbeit?

Jonas Hagedorn
War der Papst Marxist geworden?

Julian Degan
Marx, Piketty und die grenzenlose Kapitalakkumulation

Bernhard Emunds / Jonas Hagedorn
Arbeit am Menschen

Christian Felber
Eigentum verpflichtet!



Kunst


Fotostrecke
Arbeit von gestern

Joachim Valentin
Franziskus – ein Mann seiner Bilder

Matthias Cameran
Life™ on sale!

Christopher Paul Campbell
Aus Nacht gewoben



Praxis


Andreas Thelen-Eiselen
Streben nach Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt

Matthias Werner
BeRuf zur Nachfolge

Alexander Haas
Almosen oder Gerechtigkeit?

Matthias Cameran
Arbeit, Gesellschaft und Konsum

Thomas Menges
Freudenmahl im himmlischen Jerusalem

Jochen Ring
Der fremde Reiter



Forum


Reinhard Kardinal Marx
Marx schreibt Marx

Michael Hochschild
Letzter Code der Avantgarde

Ralph Alexander Lorz
Arbeit und Muße

Klaus Mertes SJ
Jeden Tag auf der Straße himmlisches Brot essen …

Helmut Müller
Auferstehung erfahren