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Einführung in die sonderpädagogische Diagnostik Mit Online-Bonuskapitel 10., überarbeitete Auflage 2026
Einführung in die sonderpädagogische Diagnostik
Mit Online-Bonuskapitel


10., überarbeitete Auflage 2026

Konrad Bundschuh

Ernst Reinhardt Verlag , UTB
EAN: 9783825265076 (ISBN: 3-8252-6507-2)
410 Seiten, paperback, 12 x 19cm, März, 2026, 16 Abb. 15 Tab.

EUR 62,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Diagnostisch fit

Wie diagnostiziert man Beeinträchtigungen bei Entwicklungsverzögerungen im Vorschulalter, Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen sowie Behinderungen unterschiedlicher Art bei Kindern und Jugendlichen? Wie leitet man adäquate Fördermaßnahmen aus der Diagnose ab?

Das Standardwerk der sonder- und heilpädagogischen Diagnostik erläutert förderdiagnostische Sichtweisen und Methoden und informiert lernzielorientiert über

wissenschafts- und testtheoretische Grundlagen,

die Praxis der Förderdiagnostik in einzelnen Anwendungsfeldern sowie

die förderungsorientierte, sonderpädagogische Gutachtenerstellung.

Bereits in 10., überarbeiteter Auflage!

Prof. em. Dr. phil. Konrad Bundschuh war Ordinarius und Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik bei geistiger Behinderung und Pädagogik bei Verhaltensstörungen am Department Pädagogik und Rehabilitation, Ludwig-Maximilians-Universität München.

An der achten Auflage war Dr. phil. Christoph Winkler († 2019), akademischer Oberrat und Lehrkraft für Sonderpädagogik am selben Lehrstuhl, beteiligt
Rezension
Lehrer/innen haben es nicht selten mit Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsverzögerungen, Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen oder Behinderungen zu tun. Sicherlich: Lehrer sind keine Heil- und Sonderpädagogen und sollten ihre Grenzen kennen. Gleichwohl aber wäre ein Grundwissen im Bereich sonderpädagogischer Diagnostik u.a. durchaus hilfreich, um früh auf Probleme aufmerksam zu werden und Problem-Kinder an Fachleute weiterzuverweisen. Die hier anzuzeigende Einführung darf in bereits 10., überarbeiteter Auflage 2026 als Standardwerk der heil- und sonderpädagogischen Diagnostik bezeichnet werden. Die jüngste Überarbeitung trägt der neuesten Entwicklung Rechnung: Es stellen sich gerade vor dem Hintergrund der Inklusionsdiskussion auch im Bereich der Diagnostik im sonder- und heilpädagogischen Arbeitsfeld drängende Fragen. An diagnostischen Fragestellungen bestand im Zusammenhang mit bedrängenden pädagogischen Problemsituationen schon immer ein besondere Interesse. Der diagnostische Handlungsbedarf hat angesichts zunehmender Leistungsorientierung des Schulsystems, insbesondere im Bereich Grundschule an den Übergängen zu weiterführenden Schulen und anwachsender Problematiken im außerschulischen Umfeld von Kindern (auseinanderbrechende Familien mit entsprechenden Belastungen und Konfliktsituationen gerade für Kinder, Alleinerziehende, Armut, Verunsicherung in Erziehungsfragen, unkritischer Medienkonsum, Kindesmissbrauch, traumatische Erfahrungen etc.), deutlich zugenommen.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
Unterrichten von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Bildungssysteme und -strukturen
Sonderpädagogik
Psychologie / Pädagogische Psychologie
Psychologie / Forschung, Experimente, Methoden
Pädagogische Psychologie
Pädagogik / Sonderpädagogik
Pädagogik / Pädagogische Psychologie
Pädagogik / Behinderung
Frühdiagnose
Diagnostik (medizinisch, psychiatrisch)
Diagnose (medizinisch, psychiatrisch)
Bildungswesen
Bildungssystem
Behinderung / Pädagogik
Behindertenpädagogik (Sonderpädagogik)
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur zehnten Auflage 10

1 Einleitung 14

2 Begriff, Aufgaben, Funktionen und Bereiche der sonder- und heilpädagogischen sowie
lerntherapeutischen Diagnostik 18

2.1 Zum Begriff „Psychodiagnostik“ 18
2.2 Gegenstands- und Aufgabenbereich sonder- und heilpädagogischer sowie lerntherapeutischer Diagnostik 21
2.3 Aufgabenbereiche sonder- und heilpädagogischer sowie lerntherapeutischer Diagnostik im Rahmen institutioneller und organisatorischer Entscheidungsfelder 32
2.4 Sonderpädagogisch-psychologische Diagnose als Förderdiagnose 39

3 Testtheoretische Voraussetzungen zur Realisierung sonder- und heilpädagogischer sowie
lerntherapeutischer Diagnostik 52

3.1 Der psychologische Test 58
3.1.1 Bestandteile eines Tests 62
3.1.2 Phasen des testdiagnostischen Prozesses 63
3.2 Gütekriterien psychologischer Tests – sonder- und heilpädagogische sowie lerntherapeutische Relevanz 65
3.2.1 Objektivität 67
3.2.1.1 Durchführungs- oder Darbietungsobjektivität 67
3.2.1.2 Auswertungsobjektivität 69
3.2.1.3 Interpretationsobjektivität 69
3.2.1.4 Objektivität der „diagnostischen Konsequenzen“ oder der Förderungsansätze 70
3.2.2 Reliabilität 71
3.2.2.1 Bedingungen für Reliabilität 74
3.2.2.2 Methoden zur Bestimmung der Zuverlässigkeit eines Tests 75
3.2.3 Validität (Gültigkeit) 77
3.2.3.1 Inhaltliche Validität 78
3.2.3.2 Übereinstimmungsgültigkeit (kriterienbezogene Validität) 79
3.2.3.3 Vorhersagegültigkeit (prognostische Validität) 79
3.2.3.4 Konstruktvalidität (theoretische Gültigkeit) 80
3.2.4 Normierung 81
3.2.4.1 Notwendigkeit 81
3.2.4.2 Der historische Ansatz zur Gewinnung von Normen 83
3.2.4.3 Mathematisch-statistische Voraussetzungen für das Verständnis von Normen 86
3.2.4.4 Gebräuchliche Normenskalen 91
3.2.4.5 Standardmessfehler und Vertrauensbereiche 96
3.2.5 Nebengütekriterien von Tests 103
3.2.5.1 Vergleichbarkeit 103
3.2.5.2 Ökonomie eines Tests 104
3.2.5.3 Nützlichkeit eines Tests 104
3.3 Zum Begriff „Standardisierung“ 106
3.4 Objektivität, Standardisierung und sozialpsychologische Überlegungen 107
3.5 Klassifikation von Testverfahren und deren Bedeutung für die sonder- und heilpädagogische sowie lerntherapeutische Diagnostik 110
3.5.1 Verschiedene Klassifikationsaspekte 110
3.5.2 Zur Problematik „Projektion“ und Verfahren projektiver Art 112
3.5.3 Psychometrische und projektive Verfahren 115
3.5.4 Die eigene Klassifikation 116

4 Informationsgewinnung im Rahmen förderdiagnostischer Praxis mit dem Ziel der Ressourcenerkennung und Kompetenzförderung 118

4.1 Phase der Vorinformation: Informationsgespräch – Anamnese – Exploration 120
4.2 Die Informationsphase 134
4.2.1 Verhaltensbeobachtung 136
4.2.2 Entwicklungsdiagnose und Entwicklungstests unter besonderer Berücksichtigung von Früherkennung und -förderung 145
4.2.2.1 Grundprinzipien der Entwicklungsdiagnostik 147
4.2.2.2 Klassifikation von Entwicklungstests und Screenings 148
4.2.2.3 Einzelne Verfahren zur Erkennung des Entwicklungsstandes des Gesamtverhaltens – Darstellung und Kritik 151
4.2.2.4 Entwicklungstests und Screenings – Möglichkeiten und Grenzen 170
4.2.3 Verfahren zur Diagnose kognitiven Verhaltens: Intelligenztests/Intelligenzdiagnose 174
4.2.3.1 Intelligenztests als Individualverfahren 175
4.2.3.2 Intelligenztests als Gruppenverfahren 199
4.2.3.3 Intelligenz- und Entwicklungsdiagnostik 208
4.2.4 Schulleistung – Fehleranalyse – didaktischer Zugang 212
4.2.4.1 Für die sonderpädagogische Diagnostik spezifische Verfahren 214
4.2.4.2 Schulleistungstests mit förderdiagnostischer Bedeutung – Fehleranalyse 215
4.2.5 Soziales und affektiv-emotionales Verhalten 224
4.2.5.1 Quantitativ orientierte Verfahren 225
4.2.5.2 Projektive Verfahren 235
4.2.6 Arbeitsverhalten 238
4.2.7 Sprachliches Verhalten – Sprache 241
4.2.7.1 Relevanz einer gezielten Beobachtung des Sprachverhaltens 243
4.2.7.2 Methodische Anregungen zur Diagnose von Sprachstörungen 246
4.2.7.3 Semantik – Wortschatz und situative Verfügbarkeit 256
4.2.7.4 Pragmatik – Sprache und Kommunikation 258
4.2.7.5 Primärsprachmilieu – Dialekt/Soziolekt/Umwelt 258
4.2.8 Motorik 260
4.2.8.1 Allgemeine Kriterien für die gesunde motorische Entwicklung eines Kindes 263
4.2.8.2 Formen der Bewegungsstörung 264
4.2.8.3 Beobachtung und Messung motorischer Fähigkeiten durch motometrische Verfahren 267
4.2.9 Wahrnehmung 273
4.2.9.1 Unterschiedliche Wahrnehmungsarten 276
4.2.9.2 Die frühe Entwicklung der Wahrnehmung 278
4.2.9.3 Störungen und Förderung der Wahrnehmung 283
4.2.9.4 Diagnose von Wahrnehmungsleistungen 285
4.3 Diagnose – Förderung – Erziehung als pädagogische Einheit bei Menschen mit hohem
Förderbedarf 289
4.4 Grundlageninformationen zur Problematik „Autismus-Spektrum-Störung“ 297
4.4.1 Kennzeichen und einzelne Symptome 301
4.4.2 Medizinisch-fachärztliche Diagnose und Sichtweise 303
4.4.3 Grundlageninformationen zur Facilitated Communication (FC) 307
4.5 Verstehens- und handlungsorientierte Diagnose 309
4.5.1 Pädagogische Ziele unter spezieller Berücksichtigung sonder- und heilpädagogischer sowie lerntherapeutischer Problemstellungen 311
4.5.2 Qualitative Lernförderungsdiagnostik 313
4.6 Kind-Umfeld-Analyse 314
4.7 Kompetenzorientierung als konzeptionelle Grundlage sonder- und heilpädagogischer sowie lerntherapeutischer Diagnostik 321
4.7.1 Handlungskompetenz als Basis pädagogischer Förderung 322
4.7.2 Förderung kommunikativer, kognitiver, sozialer, moralischer und emotionaler Kompetenzen 322
4.8 Kompetenzen des im sonder- und heilpädagogischen sowie lerntherapeutischen Arbeitsfeld tätigen Diagnostikers 328

5 Das förderungsorientierte sonder- und heilpädagogische Gutachten 330

5.1 Einführung 330
5.2 Die Befunderstellung 333
5.3 Fragen und Probleme des Gutachtenaufbaus 334
5.4 Formen und Möglichkeiten der Gutachtengestaltung 339
5.5 Zusammenfassung zur Problematik Gutachtenerstellung 343
5.6 Gutachten 352
5.6.1 Förderdiagnostische Gutachtenerstellung unter Berücksichtigung der Ressourcen- und Kompetenzorientierung 355
5.6.2 Konkrete ressourcen- und kompetenzorientierte Förderungsvorschläge 360
5.6.2.1 Alltagsbewältigung und lebenspraktische Bereiche – Denken und Handeln 360
5.6.2.2 Förderung kognitiver Kompetenzen 361
5.6.2.3 Emotionale Unterstützung (Emotionalität, Erleben und Verhalten) 362
5.6.2.4 Förderung sozialer Kompetenz 363
5.6.3 Konzeptionelle Überlegungen zur Förderplanung 364
5.6.4 Beispiel förderdiagnostisch orientierter Gutachtenerstellung 371

6 Ausblick 380

Literatur 385
Verzeichnis diagnostischer Tests und Förderverfahren 393
Sachregister 403