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Monotheismus - eine Quelle der Gewalt?
Monotheismus - eine Quelle der Gewalt?




Hermann Düringer (Hrsg.)

Haag und Herrchen
EAN: 9783898462938 (ISBN: 3-89846-293-5)
108 Seiten, paperback, 15 x 21cm, 2004

EUR 17,80
alle Angaben ohne Gewähr

Rezension
Sind die Religionen in ihrem Kern mit der Gewalt verschwistert? Oder sind die Religionen die wahren Friedensstifter? Besonders die monotheistischen Religionen mit dem ihnen eigenen Absolutheitsanspruch und ihrer Intoleranz sind in den Verdacht geraten, gewalttätig zu sein. Hier formt sich eine neue Form von Religionskritik. Insbesondere der Ägyptologe Jan Assmann ("Moses der Ägypter") hatte entsprechende Fährten gelegt und einen friedfertigen, toleranten Polytheismus dem Monotheismus entgegen gesetzt. Demgegenüber hat der französische Religionsphilosoph René Girard ("Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz") insbesondere dem christlichen Monotheismus die Fähigkeit zugesprochen, die Gewalt zu überwinden. Was ist nun richtig? - Dieser Band dokumentiert eine gleichnamige Tagung der Ev. Akademie Arnoldshain vom 7. - 9. November 2003 und wirft ein erhellendes Licht auf die Thematik.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Hermann Düringer 7

Gott - Reinheit - Gewalt 10
Wolfgang Herrmann

Die dunkle Seite Gottes: 30
Gott und Gewalt in der Bibel
Hans-Jürgen Benedict

Gewalt und Monotheismus - 60
Beispiel Altes Testament
Norbert Lohfink

Der alttestamentliche Gott und die Gewalt: 79
Zeit für Differenzierungen
Gerlinde Baumann

Politische Göttlichkeit - göttliche Politik? 92
Ein Beitrag zur Begriffsklärung -
im Blick auf Jan Assmann und andere.
Hommage an Friedrich Heer
Richard Faber


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