 | Eine Deutsch-Jüdische Familiengeschichte, erzählt bis in das Jahr 1993, wie es sie in vielen Familien gab; aber hinter allen liegt diese verdammte Last und das Leid der jüdischen Vergangenheit. Und das statuiert der Satz "Leben heißt Leiden", auf ganz resignierte Art.
Durch die Wechsel der Protagonisten wird aufgezeigt, wie unterschiedlich ein Leben in der Nazizeit parallel verlaufen konnte; sowohl gesellschaftspolitisch als auch altersmä... |  | Der Autor schildert erstmals die Geschichte der französischen und amerikanischen Buchhändlerinnen Adrienne Monnier und Sylvia Beach, deren Buchhandlungen "Shakespeare and Company" (Rue de l’ Odéon 12) und (gegenüber) "Das Haus der Bücherfreunde", ab 1940 im von den Nationalsozialisten besetzten Paris zu einem Drehkreuz für Exilanten und den Widerstand wird. In den wilden Zwanzigerjahren noch sind die Buchhandlungen Anlaufstellen für Sch... |
 | Ausgehend vom nüchternen Fluchtbericht seiner Großmutter rekonstruiert Jochen Buchsteiner die Geschichte Ostpreußens mit persönlichen Zügen, aber ohne rührseligen Ton. Er verknüpft die Erfahrungen seiner Familie mit präziser historischer Analyse und zeigt eine Provinz, die in kultureller Eigenart wie in tragischem Verlust einzigartig war. Besonders auffällig an dieser Lektüre ist die Balance zwischen Nähe und Distanz: Buchsteiner schre... |  | Die Gründe für eine Flucht aus der angestammten Heimat sind über die Epochen hinweg unverändert geblieben: Not, Elend, Krieg und Vertreibung. Hinter immens großen Zahlen verbergen sich individuelle Schicksale, damals wie heute.
Das vorliegende Buch der beiden Herausgeber Felix Bohr und Solveig Grothe befasst sich mit den historischen Ereignissen überwiegend nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine Epoche, die kurz zuvor durch die gnadenl... |
 | Wie auch in Band 1 schafft es die Autorin die Fäden gekonnt zwischen den verschiedenen Charakteren zu ziehen. Anfangs widmet sie den wichtigsten Personen ihrer Geschichte ausführliche Einzelkapitel, so daß man als Leser sehr schnell in die Geschichte eintauchen kann.
Mit exzellentem historischem und kulturellem Wissen über die damalige Zeit, schildert sie eindringlich aber dennoch sanft eine Geschichte, die nicht auf Dramatik verzichten mu... |  | Das 21. Jahrhundert wird wohl – wie das vorherige – wieder eines der Migration werden. Die Zahl der Migrant:innen, Schutzsuchenden, Vertriebenen und Flüchtlinge auf Welt erreicht immer neue Höchststände. Obwohl in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“(1948) und in der „Genfer Flüchtlingskonvention“(1951) universell gültige Rechte von Migrant:innen verankert sind, werden diese von den Immigrationsländern vielfach missac... |
 | Durch den Krieg der deutschen Wehrmacht gegen Frankreich im Mai und Juni 1940 sahen sich acht bis zehn Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Unter den Flüchtenden befanden sich Hunderte von Exilanten aus Deutschland und Österreich, die nach 1933 vor Hitler geflohen waren und in Frankreich Asyl gefunden hatten. Nun blieb ihnen nichts anderes übrig, als zum zweiten Mal alles zurückzulassen: Heinrich Mann, Anna Seghers, Walter Benjamin und vi... |  | Die Autorin Susanne Abel hat hier einen atmosphärisch sehr dichten Roman geschrieben, der von der ersten Minute an fesselt.
Sie schafft es, ohne Pathos aber mit schonungsloser Klarheit die Situation von kleinen Kindern bis hin zu Jugendlichen in der Propaganda-Zeit des "dritten Reiches" zu schildern: wie sie dieser Einflussnahme schutzlos ausgeliefert waren und gar nicht begreifen konnten, was dahinter stand.
Ebenso greift sie sehr gekonn... |
 | Die Hardcover-Ausgabe dieses Buchs der Ersten Stellvertretenden Sprecherin der Bundesregierung Christiane Hoffmann erschien im Februar 2022 im Verlag C.H. Beck (9783406784934) zum Preis von 22 €. Hiermit liegt die Taschenbuch-Ausgabe bei dtv für 15 € vor. Ein Fünftel der deutschen Bevölkerung erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg Flucht und Vertreibung. Die Autorin wandert die Flucht ihres 2018 verstorbenen Vaters aus Schlesien im Kriegswinte... |  | Die Charaktere werden in einer unaufgeregten und leisen Erzählweise beschrieben, so dass ihre geradlinige Schlichtheit skizziert wird.
Es gibt interessante klare & aufgeklärte kurze politische Einblicke, die bewusst nur als Hintergrundinfo dienen.
Alle Charaktere schaffen es nicht, zu sich selbst zu stehen, da sie zu stark den gesellschaftlichen Bewertungen, Einflüssen und Verurteilungen jener Zeit um 1944 unterliegen und kaum daraus ausbrec... |
 | Das Asylrecht, wie es im deutschen Grundgesetzartikel 16a, in der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und in den darauf aufbauenden Regelungen in der Europäischen Menschenrechtskonvention und im EU -Recht festgelegt ist, beruht auf dem humanitären Grundprinzip, dass Menschen, die politisch verfolgt werden oder die aus anderen Gründen um ihr Leben oder ihre Freiheit fürchten müssen, ein Recht auf Schutz haben. Situationen wie in den 1930 e... |  | Christiane Hoffmann vollzieht den Fluchtweg ihres Vaters nach, der Anfang 1945 aus Schlesien fliehen musste, indem sie diese Wegstrecke nachgeht. So macht sie sich auf den Weg, ihre eigene Geschichte und die Geschichte ihrer Familie zu ergründen. Nicht nur anhand von Dokumenten, sondern als Selbsterfahrung. Der Weg führt von Rosenthal (heute Rózyna) über Zittau und Karlsbad nach Klinghart und umfasst eine Strecke von knapp 560 km, die der Vat... |