 | Welchen Beitrag können Religionen zum Funktionieren eines freiheitlich-demokratischen Staates leisten? Das ist ebenso die die Grundfrage dieses Buchs wie eine zentrale Frage des Religionsvefassungsrechts in einem modernen, säkularen Rechtsstaat. Dabei ist das sog. »Böckenförde-Diktum« (nach Ernst-Wolfgang Böckenförde) grundlegend: »Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.« ... |  | (Inwiefern) ist Religion — eine öffentliche Angelegenheit (oder Privatsache)? Welchen Platz dürfen oder sollen Religionsgemeinschaften in der Öffentlichkeit eines liberalen Staates einnehmen? Wie kann das Verhältnis von Religion und Gesellschaft, von (katholischer) Kirche und moderner Demokratie für die Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts gedacht werden? Welche Synergien können sich aus dem Zusammenspiel von Religionsgemeinschaften und li... |
 | Das Grundbekenntnis dieses Buches lautet: Eine Grundlage der Menschenrechte und der modernen Verfassungsstaatlichkeit ist das Christentum. Wäre dieses geschwächt, verlöre der Verfassungsbaum eine seiner Wurzeln. Einen freiheitlichen Staat ohne Religion kann es nicht geben, - gegen einen kämpferischen Laizismus, der Religion möglichst aus dem öffentlichen Leben verdrängen will. Die Entwicklung des freiheitlichen Staates braucht religiöse I... |  | Dieses Buch bietet eine historisch-philosophische Darstellung der zentralen Stationen der Diskussion über die Demokratie von den Denkern der Antike bis in unsere globalisierte Gegenwart, von der ersten Demokratie in Athen bis zu den Vereinten Nationen heute. Die Demokratie ist unter allen Regierungsformen die Einzige ist, die schon ihrer Idee nach alle Menschen einschließt. Demokratie als Gesellschaftsform zielt auf eine soziale Vielfalt, in di... |
 | Die Evangelischen haben sich immer merkwürdig schwer getan mit dem Verhältnis zum Staat bzw. zur Obrigkeit. Entweder dominierte die Innerlichkeit, die Weltabgewandtheit und zumindest ein Desinteresse, wenn nicht gar eine Feindseligkeit gegenüber der Obrigkeit wie z.B. im "Schwärmertum" (vgl. Kap. 2) oder man war allzu staatstragend gemäß der lutherischen Zwei-Reiche-Lehre, die sorgsam trennte und dem Staat unkritisch ein Eigenleben zugestan... |  | Martin Werlen, Altabt des Klosters Einsiedeln, stellt provokante Thesen auf: Viel zu viele Kirchenmitglieder machten es sich, so meint er, im Innern der Kirche gemütlich und verwechselten Abgeschottetsein mit Glauben. Ausgehend von zahlreichen biblischen Texten, Gedanken namhafter Theologen (z.B. Dietrich Bonhoeffer, Alfred Delp) und kirchlichen Dokumenten weist er jedoch überzeugend nach, dass die Haltung des Versteckens und Verbergens, des Ve... |
 | U.a. der schulische Religionsunterricht kommt an einer bedeutsamen Schnittstelle von Staat und Kirche zu stehen. Dieses Büchlein zum Thema Staat und Kirche will auf verständliche Weise Fragen stellen, Positionen erläutern und Anregungen für ein zeitgemäßes Verhältnis zwischen Staat und Kirche geben. Ausgehend von einer theologischen Grundlegung und einem historischen Rückblick, wird die rechtliche Einordnung der Kirche in die gesellschaft... |  | Das Verhältnis von Politik und Religion, das in den 1950er-80er Jahren mit der Säkularisierungsthese weitgehend erledigt schien, ist in jüngster Zeit wieder zu einem zentralen und spannungsreichen Thema öffentlicher Auseinandersetzung geworden. Zum einen verändern sich Religion und Religiosität, wie folgende Schlagwörter unschwer belegen: Religionspluralität, freie Religiosität, Religion ohne Institution, Radikalisierung von Religion, Th... |
 | Der Titel "Kirchen" läßt vielfältige Assoziationen zu und so umfasst das Thema denn auch mehr als in diesem Arbeitsmaterial Religion geboten wird, das sehr verengt auf die Institution und Struktur von Kirche ausgelegt ist: Konfessionskirchen, Staat und Kirche, Ökumene, EKD. Andererseits erscheint insbesondere in diesem Bereich eine unterrichtliche Beschäftigung mit dem Thema notwendig, denn die Unkenntnis über Aufbau, Struktur und Gestalt d... |  | Kirche ist nicht nur ein Sinnstiftungsunternehmen, sondern vor allem auch ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor in Deutschland. Einerseits verschlechtert sich das Image der Kirche zunehmend, andererseits ist sie einer der größten Arbeitgeber und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Friedhelm Schwarz beleuchtet kenntnisreich die Zusammenhänge zwischen Staat und Kirche und vor allem der Bedeutung von Kirche als Dienstleistungsfaktor. Schwarz hält... |