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Grundprobleme der Erkenntnistheorie Von Descartes zu Wittgenstein 5., erweiterte Auflage 2026
Grundprobleme der Erkenntnistheorie
Von Descartes zu Wittgenstein


5., erweiterte Auflage 2026

Gottfried Gabriel

BRILL , UTB
EAN: 9783825265045 (ISBN: 3-8252-6504-8)
214 Seiten, paperback, 12 x 19cm, Januar, 2026, 1 Abb.

EUR 22,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
„Erkenntnistheorie“ ist traditionell die fundierende Disziplin der Philosophie. Der Bogen neuzeitlicher Erkenntnistheorie wird in diesem Buch von Descartes’ Meditationen zu Wittgensteins Über Gewissheit geschlagen.

Berücksichtigt werden neben den Autoren der bewusstseinsphilosophischen Tradition (Locke, Leibniz, Hume, Berkeley und Kant) auch die sprachanalytischen und wissenschaftstheoretischen Transformationen der Erkenntnistheorie im 20. Jahrhundert.

Dabei werden die zentralen Fragen nach dem Ursprung der Erkenntnis, nach der Realität der Außenwelt und nach der Beschaffenheit von erkennendem Subjekt und Welt als erkanntem Objekt argumentativ entfaltet.

Die 5. Auflage ist um einen Anhang zur Vielfalt der Erkenntnisformen ergänzt worden.

Gottfried Gabriel, nach Promotion und Habilitation an der Universität Konstanz 1992 Professor für Philosophie an der Universität Bochum; ab 1995 Inhaber des Lehrstuhls für Logik und Wissenschaftstheorie an der Universität Jena (seit 2009 im Ruhestand). Buchveröffentlichungen zu den Arbeitsgebieten Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Logik, Ästhetik, Sprachphilosophie, Politische Ikonographie. Hauptherausgeber des Historischen Wörterbuchs der Philosophie ab Bd. 11.
Rezension
Die Erkenntnistheorie stellt eine grundlegende Teildisziplin der Philosophie dar. Der Zentralbegriff der Erkenntnistheorie ist der Begriff des Wissens, vgl. Kants berühmte Frage “Was kann ich wissen?” in seiner “Kritik der reinen Vernunft”, daneben sind aber auch die Aspekte Überzeugung, Wahrheit, Rationalität, Empirie und Skepsis zu berücksichtigen: Was können Menschen überhaupt wissen? Mit welchen Methoden arbeitet die Erkenntnistheorie? Wie verhalten sich Wissen, Wahrheit und Überzeugung zueinander? Wie verläßlich kann unser Wissen sein? Gibt es wissenschaftlichen Fortschritt? Solche und ähnliche Fragen behandelt die Erkenntnistheorie. Dieser zuerst 1993 und jetzt bereits in 5. Auflage 2026 vorliegende Band stellt neuzeitliche Erkenntnistheorie von Descartes (Cogito ergo sum - Ich denke also bin ich) über Locke, Leibniz, Hume, Berkeley und Kant bis Wittgenstein dar

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

1. Die erkenntnistheoretische Fragestellung 9

1.1. Vorbemerkungen zum Begriff „Erkenntnistheorie" 9
1.2. Die Entfaltung der erkenntnistheoretischen Fragen durch Descartes 11
1.3. Der methodische Zweifel 17
1.4. Zusammenstellung der erkenntnistheoretischen Fragen 20

2. Die Frage nach dem Ursprung der Erkenntnis 29

2.1. Der Rationalismus Descartes' 29
2.2. Die „angeborenen Ideen" als Platonisches Erbe 39
2.3. Lockes Kritik der Lehre von den angeborenen Ideen 42
2.4. Die Unterscheidung von Genese und Geltung bei Leibniz 46
2.5. Der Begriff des Apriorischen 48
2.6. Humes empiristisches Sinnkriterium 53
2.7. Vernunftwahrheiten und Tatsachenwahrheiten (Hume und Leibniz) 59
2.8. Hume und die Grundlagen der Erfahrung 63
2.9. Kants Kritizismus als Synthese von Rationalismus und Empirismus 70
2.10. Kausalität, Willensfreiheit und Moral 73
2.11. Kants Freiheitsantinomie 78
2.12. Versuch einer reductio ad absurdum des Determinismus 82

3. Die Frage nach der Realität der Außenwelt 88

3.1. Vorbemerkungen 88
3.2. Primäre und sekundäre Qualitäten 90
3.3. Lockes Substanzbegriff 94
3.4. Lockes Abbildtheorie der Erkenntnis und deren Schwierigkeiten 96
3.5. Berkeleys Kritik an Lockes Erkenntnisbegriff 101
3.6. „Esse est percipi" 106
3.7. „Sein", „Schein", „Erscheinung" 112

4. Transformationen der Erkenntnistheorie 117

4.1. „Die Welt als Wille und Vorstellung" (Schopenhauer) 117
4.2. Transformation der Erkenntnistheorie in Sprachphilosophie 129
4.3. Transformation der Erkenntnistheorie in Wissenschaftstheorie 136
4.4. Scheinprobleme in der Erkenntnistheorie? (Carnap) 145

5. „Die richtige Sicht der Welt" (Wittgenstein) 149

5.1. Wittgenstein und Carnap 149
5.2. Die allgemeine Form des sinnvollen Satzes 151
5.3. Philosophische Sätze als kategoriale Erläuterungen 159
5.4. Kontemplativer Solipsismus 164
5.5. Philosophie als Therapie 170
5.6. Glauben und Wissen (Wittgenstein und Moore) 174
5.7. Kategoriale Erläuterungen und transzendentale Argumente 178
5.8. Zur Komplementarität von Solipsismus und Realismus 184

Schlußbemerkungen 191
Literaturverzeichnis 192
Personenregister 195
Anhang: Die Vielfalt der Erkenntnisformen 197