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Gottfried von Straßburg: Tristan. Band 2 Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch
Gottfried von Straßburg: Tristan. Band 2
Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch




Rüdiger Krohn (Hrsg.)

Reclam Stuttgart
EAN: 9783150044728 (ISBN: 3-15-004472-3)
590 Seiten, paperback, 10 x 15cm, 2007, Band 2: Text (Verse 9983-19548). Mhd./Nhd. Hrsg., Übers. u. Nachw.: Krohn, RĂŒdiger

EUR 11,80
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Wer nie um der Liebe willen gelitten hat,

der hat auch nie GlĂŒck durch sie erfahren.

Freude und Leid waren schon immer

mit dem Begriff der Liebe untrennbar verbunden.

Mit beiden zusammen muss man Ansehen und Lob erringen

Oder ohne sie zugrunde gehen.

Wenn die Helden dieser Liebesgeschichte

Nicht Schmerz aus ihrer Liebe

Und tiefen Kummer aus ihrem GlĂŒck

Zugleich in ihren Herzen getragen hÀtten,

dann wĂŒrde ihr Name und ihre Geschichte

sehr vielen vornehmen Menschen nicht

zum Trost und zur Erquickung dienen.



Aus dem Prolog
Rezension
Die Geschichte von Tristan und Isolde ist die wohl bekannteste Liebesgeschichte des Mittelalters. Gottfrieds von Straßburg (trotz ihrer LĂ€nge nur Fragment gebliebene) ErzĂ€hlung der Geschichte ist die deutsche Version dieses Stoffes. Interessant ist der „Tristan“ nicht nur als Vorbild der Liebesnovellen und -romane der Neuzeit, sondern besonders deshalb, weil er so ganz anders erzĂ€hlt als moderne Geschichten von der Liebe erzĂ€hlen: Warum braucht es einen Trank, um die Liebe zwischen Tristan und Isolde zu entzĂŒnden, und warum liegt ein Schwert zwischen den beiden, als sie nach der Flucht von Markes Hof glĂŒcklich in der „Minnegrotte“ vereint sind?

Dieser 2. Band der dreibĂ€ndigen Reclam-Ausgabe enthĂ€lt nicht nur den zweiten Teil des Gottfriedschen mittelhochdeutschen Textes mit Übersetzung, sondern auch die beiden Fortsetzungen seiner ErzĂ€hlung: die Ulrichs von TĂŒrheim und die Heinrichs von Freiberg. Damit ist in der Reclam-Ausgabe die vollstĂ€ndige Geschichte enthalten.

M. Förg, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Pressestimmen

Die mit Abstand gewichtigste Editionsanstrengung auf dem zweisprachigen Markt unternimmt der Reclam-Verlag mit einer Serie, die inzwischen wohl zweihundert BĂ€nde ĂŒberschreitet. Diese Reclam-Reihe, kenntlich am signalfarbenen rotorangen Einband, verkörpert den höchsten QualitĂ€tsstandard auf dem gegenwĂ€rtigen Lesemarkt und lĂ€sst das meiste Vergleichbare um LĂ€ngen zurĂŒck.
Als charakteristisches Beispiel fĂŒr den außerordentlichen editorischen Standard der ganzen Reihe sei Gottfried von Straßburgs mittelhochdeutscher "Tristan" in drei fĂŒlligen BĂ€nden genannt, eines der kanonischen Werke unserer mittelalterlichen Sprache, gerĂŒhmt wegen der fast romanischen Eleganz und kristallenen Klarheit seiner Verskunst. Die Ausgabe stellt nicht weniger dar als eine von Peter Wapnewski betreute Karlsruher Habilitationsarbeit, mit der sich der Verfasser, RĂŒdiger Krohn, bemerkenswerte Verdienste um eine historische Vertiefung unseres literarischen Bewusstseins erworben hat. Die neuhochdeutsche Prosaversion folgt genau dem originalen Zeilenfall der Verse, ein Stellenkommentar von dreihundert Seiten und mehrere Register nehmen dem fĂŒr den Laien zunĂ€chst so abweisend wirkenden Original alle Schrecken - hier arbeitet die Fachwissenschaft endlich einmal der allgemeinen Lesekultur vor, hier ist von lederner Philologie und esoterischem RĂŒckzug in den Elfenbeinturm weltfremder Wissenschaft nichts zu merken. (...)
Kein Zweifel: Die Reclam-Reihe setzt nicht nur von der editorischen und kommentierenden Sorgfalt her MaßstĂ€be, sondern auch von den konsequent durchgehaltenen Übertragungsprinzipien. Keine ÜbersetzerwillkĂŒr mehr, kein Verrat am Original zugunsten vager "Nachdichtung" und mulmiger "Neuschöpfung", sondern Serviceleistung fĂŒr neugierige und kundige Leser (...).
Frankfurter Allgemeine Zeitung

(www.reclam.de)
Inhaltsverzeichnis
Band 1

Vorwort

I Prolog (1 - 244)
II Riwalin und Blanscheflur (245 - 1790)
III Rual di Foitenant (1791 - 2148)
IV Die EntfĂŒhrung (2149 - 2758)
V Die Jagd (2759 - 3378)
VI Der junge KĂŒnstler (3379 - 3756)
VII Wiedersehen (3757 - 4546)
VIII Tristans Schwertleite (4547 - 5068)
IX Heimfahrt und Rache (5069 - 5866)
X Morold (5867 - 7230)
XI Tantris (7231 - 8225)
XII Die Brautfahrt (8226 - 8896)
XIII Der Kampf mit dem Drachen (8897 - 9982)


Band 2

XIV Der Splitter (9983 - 10802)
XV Das Wahrzeichen (10803 - 11366)
XVI Der Minnetrank (11367 - 11874)
XVII Das GestÀndnis (11875 - 12434)
XVIII BrangÀne (12435 - 13096)
XIX Rotte und Harfe (13097 - 13450)
XX Marjodo (13451 - 13672)
XXI List wider List (13673 - 14234)
XXII Melot (14235 - 14582)
XXIII Belauschtes Stelldichein (14583 - 15046)
XXIV Das glĂŒhende Eisen (15047 - 15764)
XXV Petitcreu (15765 -16402)
XXVI Die Verbannung (16403 - 16678)
XXVII Die Minnegrotte (16679 - 17274)
XXVIII Entdeckung und Versöhnung (17275 - 17658)
XXIX Scheiden und Meiden (17659 - 18404)
XXX Isot Blanschemains (18405 - 19548)

Fortsetzungen zu Gottfrieds „Tristan“-Fragment
Ulrich von TĂŒrheim
Heinrich von Freiberg

Band 3
Stellenkommentar
AbkĂŒrzungen
Texte
Benutzte Textausgaben, Kommentare und Übersetzungen von Gottfrieds "Tristan"
Forschungsliteratur
Nachwort

Abbildungsnachweis
Stichwortregister zum Stellenkommentar
Namenregister