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Endstation Bologna?  Zehn Jahre Europäischer Hochschulraum
Endstation Bologna?
Zehn Jahre Europäischer Hochschulraum




Klemens Himpele, Andreas Keller, Sonja Staack (Hrsg.)

wbv - W. Bertelsmann Verlag
EAN: 9783763943654 (ISBN: 3-7639-4365-X)
216 Seiten, paperback, 15 x 21cm, 2010

EUR 29,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Vor über zehn Jahren wurde mit der Bologna-Erklärung der Bildungsminister und Bildungsministerinnen aus 29 Staaten der Grundstein für einen Europäischen Hochschulraum gelegt, der bis 2010 vollendet werden sollte. Der Bildungsstreik 2009 hat deutlich auf die Missstände bei der Umsetzung von Bologna in Deutschland hingewiesen. Auf der dritten Wissenschaftskonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wurde die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland von Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Ministerien und Verbänden kritisch reflektiert.

Diese Tagungsdokumentation fasst die unterschiedlichen Erwartungen an den Bologna-Prozess und die Diskussion der bestehenden Probleme zusammen. Nach einer Bestandsaufnahme ziehen die Experten eine erste Bilanz und befassen sich mit den sich daraus ergebenden Perspektiven.



Die Herausgeber des Bandes sind Andreas Keller, Leiter des Vorstandsbereichs Hochschule und Forschung beim Hauptvorstand der GEW sowie Klemens Himpele und Sonja Staack, beide Mitglieder im Beirat des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) und in Projektgruppen beim GEW-Hauptvorstand tätig.

Herausgeber der Reihe „GEW-Materialien aus Hochschule und Forschung" ist der Hauptvorstand der GEW, Organisationsbereich Hochschule und Forschung.
Rezension
Wie soll es weitergehen mit Bologna? Dieser GEW-Band stellt Ergebnisse einer Wissenschaftskonferenz zum Bologna-Prozess vor. Öffnung der Hochschulen, qualitative Studienreform, Praxisbezug des Studiums und Verkürzung der Studienzeiten: Das waren die Ziele der Bolognaerklärung für einen Europäischen Hochschulraum, der bis 2010 vollendet werden sollte. Spätestens der Bildungsstreik 2009 hat gezeigt, dass die Umsetzung der Reform in Deutschland gemessen an den eigenen Ansprüchen unzureichend und einseitig ist. Wie soll es weitergehen mit Bologna? Auf welche Ziele soll die Hochschulpolitik hinsteuern? Diese Frage stand im Zentrum der dritten Wissenschaftskonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Der Band „Endstation Bologna?" dokumentiert Beiträge und Ergebnisse der Konferenz. Die Autorinnen und Autoren diskutieren unterschiedliche Erwartungen und Probleme, die sich aus den Reformen ergeben. Sie nehmen Bezug auf die Zusammenarbeit in Europa und sprechen Empfehlungen für die Weiterentwicklung aus.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Themenbereich: Hochschule und Wissenschaft

Vor zehn Jahren wurde mit der Bologna-Erklärung der Bildungsminister aus 29 Staaten der Grundstein für einen Europäischen Hochschulraum gelegt, der bis 2010 vollendet werden sollte. Der Bildungsstreik 2009 hat deutlich auf die Missstände bei der Umsetzung von Bologna in Deutschland hingewiesen. Auf der 3. Wissenschaftskonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wurde die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland von Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Ministerien und Verbänden kritisch reflektiert.
Diese Tagungsdokumentation fasst die unterschiedlichen Erwartungen an den Bologna-Prozess und die Diskussion der bestehenden Probleme zusammen. Nach einer Bestandsaufnahme ziehen die Experten eine erste Bilanz und befassen sich mit den sich daraus ergebenden Perspektiven. Die nationalen Probleme der Umsetzung in Deutschland werden ebenso behandelt wie neue Handlungsfelder und Eingriffsoptionen auf internationaler Ebene. Am Ende des Bandes stehen konkrete Erwartungen an den Bologna-Prozess 2010 bis 2020 und ein Ausblick der GEW an Bologna nach 2010.

Klemens Himpele arbeitet im öffentlichen Dienst in Wien. Er ist Mitglied im Beirat des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi).
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7
Klemens Himpele, Andreas Keller und Sonja Staack

Wie weiter im Bologna-Prozess? 13
Grußwort von Wojciech Pillich, NSZZ Solidarnosc

A Zehn Jahre Bologna - Bilanz und Perspektiven

A 1 Europa als neue normative Weltmacht? Einsichten aus dem Bologna-Prozess 19
Eva Hartmann

A 2 Bologna in Deutschland - Reform der ungenutzten Chancen 27
Ulf Banscherus, Annerose Culbins, Klemens Himpele und Sonja Staack

A 3 Operation gelungen, Patient tot?
Ein Einwurf zu zehn Jahren Europäischer Hochschulraum 41
Klaus Landfried

A 4 Die soziale Dimension des Europäischen Hochschulraums 47
Dominic Orr

B Studienstrukturreform im Bildungsföderalismus

B 1 „Schön, dass wir darüber gesprochen haben ..." Was kann und wird der Bund noch tun? 57
Peter Greisler

B 2 Kurskorrektur oder Kurs halten? Die KMK als Rahmengeberin der Bologna-Umsetzung 61
Birger Hendriks

B 3 Umsetzung der Bologna-Reformen an den deutschen Hochschulen: Erfolge und Weiterentwicklung 65
Peter A. Zervakis

B 4 Macht der Bachelor krank? Studieren zwischen Druck, Kontrolle und Konkurrenz-Anforderungen an eine neue Studierendengeneration 69
Achim Meyer auf der Heyde

B 5 Der Bachelor auf dem Arbeitsmarkt: Erfahrungen der Wirtschaft mit einem neuen Studienabschluss 75
Henning Dettleff

B 6 Mobilität im Europäischen Hochschul- und Forschungsraum: Rahmenbedingungen und Hindernisse für Studierende und Beschäftigte 81
Walter Mönig

B 7 Mobilität ohne Ende oder das Ende der Mobilität? Studierendenmobilität im Zeichen von Bologna 87
Siegbert Wuttig

B 8 Studium Internationale - Wie viel Mobilität wollen wir wirklich? 93
Sarina Jessica Schäfer

B 9 Akademische Wanderarbeit - Leitbild für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im 21. Jahrhundert 97
Anja Mihr

C „best practice" - oder „worst practice"- Beispiel?

C 1 Kompetenz als Maßstab-die Reform der Lehrerbildung aus Hochschulperspektive 105
Ulrich Druwe

C 2 Weiterentwicklung ohne Bachelor und Master: Lehrerausbildung in Baden-Württemberg 109
Ulrich Lübke

C 3 Studierende ins Zentrum - studentische Erwartungen an die Lehrerbildung 113
Sven Lehmann

C 4 Gewerkschaftliche Anforderungen an eine zukunftsfähige Lehrerbildung 117
Dom Moritz

D Zwischen Bologna und Brüssel

D 1 Qualitätssicherung auf europäischer Ebene - ein Handlungsfeld für Studierendenvertretungen und Gewerkschaften 123
Colin Juck

D 2 Bologna 2010 - was kommt danach? 131
Bastion Baumann

D 3 Der Europäische Hochschulraum als Handlungsfeld für Gewerkschaften und Studierende 137
Nina Gustafsson Äberg

D 4 Zwischen Konvergenz und Vielfalt: Zur Rolle neuer Transparenzinstrumente im Europäischen Hochschulraum 141
Christiane Gaehtgens

E Empfehlungen für „Bologna 2.0"

E 1 Der Bologna Prozess und Lebenslanges Lernen: Die Durchlässigkeit des zweistufigen Studiensystems 149
Katrin Heyl

E 2 Promovieren im Europäischen Hochschulraum - Impulse für eine Weiterentwicklung der Promotionsphase 155
Alexander Katzer

E 3 Oualitätssicherung und Akkreditierung: Erwartungen an Bologna nach 2010 161
Achim Hopbach

E 4 Geschlechtergerechtigkeit als Qualitätsmerkmal von Studium und Lehre - Forderungen und Empfehlungen 167
Beate Kortendiek

E 5 Gute Arbeit - gute Bildung: Personelle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Studienreform 173
Roland Bloch und Carsten Würmann

E 6 Von Bologna nach Bad Wildbad - Erwartungen und Empfehlungen an die Bildungsgewerkschaft GEW 179

Qualitätssicherung und Akkreditierung 179
Margret Bülow-Schramm

Die soziale Dimension im Bologna-Prozess 181
Sabine Kiel

Promovieren im Europäischen Hochschulraum 183
Anne Krüger

E 7 Gute Bildung - gute Arbeit: Verbesserung der Betreuung als Voraussetzung für eine erfolgreiche Studienreform 187
Carmen Ludwig

E 8 Geschlechtergerechtigkeit als Qualitätsmerkmal von Studium und Lehre 191
Dorothea Mey, Lydia Kocar und Klemens Himpele

E 9 Durchlässigkeit der Studienstrukturen und lebensbegleitendes Lernen 195
Uta Sändig

F Bologna: Endstation oder Wegmarke?

F 1 Jetzt die Weichen für den Kurswechsel stellen 199
Andreas Keller

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