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Baustelle Hochschule: Attraktive Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen gestalten
Baustelle Hochschule: Attraktive Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen gestalten




Andreas Keller, Doreen Pöschl, Anna Schütz (Hrsg.)

wbv - W. Bertelsmann Verlag
EAN: 9783763943739 (ISBN: 3-7639-4373-0)
232 Seiten, paperback, 15 x 21cm, 2013

EUR 29,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Das Betreten einer Hochschule ist in der Regel weder verboten, noch wird vor Gefahren gewarnt und dennoch kann von der Baustelle Hochschule gesprochen werden: Die aktuellen Debatten an deutschen Hochschulen um Effizienz, Qualität und Ressourcenmanagement ähneln frappierend denen bekannter Großbaustellen. Themen wie Autonomie und Exzellenz von Hochschulen, Studiengangreform oder Drittmitteleinwerbung drängen die Frage nach einer Reform von Karrierewegen und Beschäftigungsbedingungen ebenso in den Hintergrund, wie sie ihre Dringlichkeit steigern.

Auf der 6. Wissenschaftskonferenz der GEW wurden aus dem personalpolitischen Blickwinkel die Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen von Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen hinterfragt. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurde die Verantwortung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Geldgebern hinsichtlich einer aktiven Personalpolitik beleuchtet. Der Tagungsband gibt Einblick in die Beiträge, Workshops und Diskussionen und zeichnet so den diskursiven Rahmen der Entstehung des „Herrschinger Kodex - Gute Arbeit in der Wissenschaft" nach.
Rezension
Nicht wenige halten die wissenschaftliche Karriere für einen "Traumjob"; die Realität aber sieht nicht selten anders aus: prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit Zeitverträgen z.T. unter einem Jahr und höchst fraglichen Perspektiven. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW ist nicht nur an und für Schulen sondern auch an und für Hochschulen aktiv und sucht nach Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Auf der 6. Wissenschaftskonferenz der GEW, die dieser Band dokumentiert, wurden aus personalpolitischen Blickwinkel die Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen von Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen hinterfragt. Insbesondere geht es um Sicherheit und Perspektiven für Promovierende und Postdocs. In „Baustelle Hochschule" formulieren gewerkschaftlich organisierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Disziplinen Forderungen nach Mindeststandards und entwickeln Handlungsstrategien: Eine aktive Personalpolitik der Hochschulen soll zu besseren Strukturen und einer gezielten Nachwuchsförderung führen.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Themenbereich: Hochschule und Wissenschaft
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7
Andreas Keller, Doreen Pöschl, Anna Schütz

A Wissenschaftliche Autonomie und gesellschaftliche Verantwortung

A 1 Autonomie der Hochschulen in der Demokratie 15
Alex Demirovic

B Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft im internationalen Vergleich

B 1 Blick über den Tellerrand: Karrierewege in der Wissenschaft im internationalen Vergleich 39
Karin Zimmermann

B 2 Karrierewege und Zusammenarbeit an Schweizer Fachhochschulen - Chancen und Probleme eines Aufbruchs 53
Annette Hug

B 3 Tenure Track durch Kollektivvertrag - Karrierewege in Österreich 61
Peter Korecky

C Aktive Personalpolitik - Hochschulen auf dem Prüfstand

C 1 Under Construction?! - Akademische Personalentwicklung als Bestandteil aktiver Personalpolitik an Hochschulen 69
Daniela Hrzán

C 2 Wie können sich Hochschulen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz verpflichten? 83
Johanna Künne

C 3 Perspektiven für das wissenschaftliche Personal an Fachhochschulen 93
Bernadette Stolle

C 4 Schattenseiten einer Stellenausdifferenzierung - Autonomie, Hochschulfinanzierung und Personalpolitik für den wissenschaftlichen Nachwuchs 101
Wiebke Esdar

C 5 Gute Beschäftigungsbedingungen als Voraussetzung für gute Gleichstellungspolitik 107
Sahra Damus

D Gute Arbeit in der Wissenschaft - Die Verantwortung der Hochschulen und Geldgeber

D 1 Exczellente Wissenschaft - Gute Arbeit? Mitarbeiterbefragungen und Mitarbeiterbeteiligung auf der Basis des DGB-Index Gute Arbeit an der Georg-August-Universität Göttingen 119
Frank Mußmann, Martin Riethmüller, Holger Epstein

D 2 Berechenbare Berufsperspektiven, faire Beschäftigungsbedingungen - Die Verantwortung der Hochschulen 137
Marino Frost, Hans Jürgen Prömel

D 3 Attraktive Rahmenbedingung für den wissenschaftlichen Nachwuchs gestalten - Die Ansatzpunkte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 145
Dorothee Buchhaas-Birkholz

D 4 Podiumsdiskussion: Wer zahlt, schafft an. Die Verantwortung der Geldgeber für gute Arbeit in der Wissenschaft 149
Anselm Fremmer, Ulrich Hörlein, Antje Tepperwein, Svenja Oing

E Gute Wissenschaft - Gute Arbeit. Baustelle Traumjob Wissenschaft

E 1 Was macht den Traumjob Wissenschaft aus? Ergebnisse des World-Cafes auf der 6. GEW-Wissenschaftskonferenz 2012 in Herrsching 169
Ute Heime, Claudia Jooß, Esther Borowski, Doreen Pöschl, Anna Schütz, Rene Vossen, Sabina Jeschke

E 2 Soziale Absicherung und Strukturierung der Promotionsphase 175
Judith Bilstein, Doreen Pöschl

E 3 Der Traum von tenure - Zu den strukturellen Problemen promovierter Wissenschaftlerinnen im deutschen Hochschulsystem 183
Robert Schuster, Carsten Würmann

E 4 Mindeststandards als personalpolitische Kehrtwende - Zu den Forderungen zur Eindämmung des Befristungsunwesens 189
Thomas Hoffmann

E 5 Chancengleichheit in der Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Qualifizierung - Recht und Realität 193
Anne K. Krüger, Anna Schütz

E 6 Vielversprechend und hoch prekär - Hilfskrafttätigkeiten an der Hochschule 199
Sven Lehmann, Marco Unger

F Attraktive Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen gestalten

F 1 Gute Arbeit in der Wissenschaft - Vom Templiner Manifest zum Herrschinger Kodex 209
Andreas Keller

F 2 Herrschinger Kodex - Gute Arbeit in der Wissenschaft 221


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