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Gedichte und Interpretationen. Band 3: Klassik und Romantik
Gedichte und Interpretationen. Band 3: Klassik und Romantik




Wulf Segebrecht (Hrsg.)

Reclam Stuttgart
EAN: 9783150078921 (ISBN: 3-15-007892-X)
464 Seiten, paperback, 15 x 15cm, 1984

EUR 10,60
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Diese siebenbändige Interpretationssammlung in historischer Folge - von der Renaissance bis zur Gegenwart - soll allen interessierten Lesern Zugang zu einzelnen Gedichten und lyrischen Epochen öffnen. Die Auswahl der Texte und ihre Deutung sind so angelegt, dass die jeweils epochenspezifischen Formen und Themen an repräsentativen Beispielen vorgeführt werden und eine verlässliche Abfolge zu einer Geschichte der deutschen Lyrik sich ergibt.



[Die Reihe ‚Gedichte und Interpretationen’ bei Reclam:

Band 1 Renaissance und Barock

Band 2 Aufklärung und Sturm und Drang

Band 3 Klassik und Romantik

Band 4 Vom Biedermeier zum Bürgerlichen Realismus

Band 5 Vom Naturalismus bis zur Jahrhundertmitte

Band 6 Gegenwart I

Band 7 Gegenwart II]
Rezension
Reclams Reihe 'Gedichte und Interpretationen' verbindet die Darstellung von Gedichten in chronologischer Reihenfolge mit ihrer Erschließung anhand von Interpretationen, die den jeweiligen historischen, politischen und kulturellen Hintergrund erläutern. Diese Abwechslung von Text und Kommentar ist eine detaillierte und praxisnahe Einführung in die deutsche Lyrik und ihre historische Entwicklung anhand der literarischen Epochen und Strömungen. Die Einleitungen zu den jeweiligen Bänden bzw. Literaturepochen vermitteln grundlegendes Wissen und erläutern die repräsentative Auswahl der Gedichte. So wendet sich die Anthologie sowohl an den erfahrenen wie an den unkundigen Leser. Die sieben Bände sind einzeln sowie als Gesamtausgabe in einer Kassette lieferbar.
Herausgeber des 3. Bands 'Klassik und Romantik' ist Wulf Segebrecht. Seine Einleitung betont die Ungenauigkeit der Epochenbezeichnungen 'Klassik', 'Romantik' und 'Goethezeit' und erläutert die ihnen gemeinsamen Grundzüge und Schlüsselbegriffe. Die breite Auswahl an Formen der Lyrik und an ihren Autoren spiegelt sicher die Lyrik dieser Zeit wieder; die klare Sprache der Interpretationen erleichtert den Einsatz in der Schule.
Ein Register der Verfasser der Gedichte und - in Klammern dahinter - der Interpreten ergänzt den Band und macht so auch ein gezieltes Nachschlagen einzelner Gedichte der Klassik und Romantik möglich; ein Verzeichnis aller Autoren der Gedichte findet sich im 7. Band. Die Reihe ist damit auch als Lyriklexikon und verwendbar.

Melanie Förg, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die sieben Bände Gedichte und Interpretationen bieten in historischer Folge exemplarische Texte und kompetente Interpretationen deutschsprachiger Lyrik von der Renaissance bis heute. Sie öffnen den Zugang zu einzelnen Gedichten und lyrischen Epochen. Aus Lektüre und Interpretation ergibt sich im Ganzen eine Geschichte der deutschen Lyrik.

(Info unter www.reclam.de)

Inhaltsverzeichnis
Wulf Segebrecht: Einleitung (S.9)

Johann Wolfgang Goethe: Grenzen der Menschheit (S.23)
Ursula Segebrecht: Besonnene Bestandsaufnahme. Zu Goethes "Grenzen der Menschheit" (S.25)

Friedrich Schiller: Die Götter Griechenlands (S.33)
Sybille Demmer: Von der Kunst über Religion zur Kunst-Religion. Zu Schillers Gedicht "Die Götter Griechenlands" (S.37)

Johann Wolfgang Goethe: Fünfte Elegie (S.48)
Wulf Segebrecht: Sinnliche Wahrnehmung Roms. Zu Goethes "Römische Elegien", unter besonderer Berücksichtigung der "Fünften Elegie" (S.49)

Friedrich Schiller: Der Spaziergang (S.60)
Jürgen Stenzel: Die Freiheit des Gefangenen: Schillers Elegie "Der Spaziergang" (S.67)

Friedrich Schiller: Das Ideal und das Leben (S.78)
Helmut Koopmann: Mythologische Reise zum Olymp (S.83)

Ludwig Tieck: Melankolie (S.99)
Franz Loquai: Lovells Leiden und die Poesie der Melancholie. Zu Ludwig Tiecks Gedicht "Melankolie" (S.100)

Johann Wolfgang Goethe: Der Gott und die Bajadere (S.114)
Hartmut Laufhütte: Formulierungshilfe für Haustyrannen? Goethe: "Der Gott und die Bajadere" (S.117)

Friedrich Hölderlin: Die Eichbäume (S.144)
Momme Mommsen: Zu Hölderlins Gedicht "Die Eichbäume" (S.145)

Johann Wolfgang Goethe: Die Metamorphose der Pflanzen (S.153)
Karl Richter: Wissenschaft und Poesie "auf höherer Stelle" vereint. Goethes Elegie "Die Metamorphose der Pflanzen" (S.156)

Friedrich Schiller: Die Bürgschaft (S.169)
Jürgen Stenzel: Über die ästhetische Erziehung eines Tyrannen. Zu Schillers Ballade "Die Bürgschaft" (S.173)

Friedrich Schiller: Nänie (S.181)
Norbert Oellers: Das verlorene Schöne in bewahrender Klage. Zu Schillers "Nänie" (S.182)

Novalis (Friedrich von Hardenberg): Hymnen an die Nacht. 5 (S.196)
Gerhard Schulz: "Mit den Menschen ändert die Welt sich". Zu Friedrich von Herdenbergs "5. Hymne an die Nacht" (S.202)

Clemens Brentano: Auf dem Rhein (S.216)
Walter Hinck: Aufhebung der erzählerischen in der lyrischen Imagination. Zu Brentanos "Auf dem Rhein" (S.219)

Friedrich Hölderlin: Dichterberuf / An unsre großen Dichter (S.227)
Walter Müller-Seidel: Hölderlins Ode "Dichterberuf". Zum schriftstellerischen Selbstverständnis um 1800 (S.230)

Novalis (Friedrich von Hardenberg): An Tieck (S.243)
Gerhard Schulz: "Potenzierte Poesie". Zu Friedrich von Hardenbergs Gedicht "An Tieck" (S.245)

Friedrich Hölderlin: Hälfte des Lebens (S.256)
Jochen Schmidt: "Sobria ebrietas". Hölderlins "Hälfte des Lebens" (S.257)

Clemens Brentano: Es sang vor langen Jahren (S.268)
Wolfgang Frühwald: Die artistische Konstruktion des Volkstones. Zu Clemens Brentanos "Der Spinnerin Nachtlied" (S.269)

Achim von Arnim: Getrennte Liebe (S.280)
Hartwig Schultz: Getrennt und vereint: Arnims Königskinder (S.283)

Joseph von Eichendorff: Frische Fahrt (S.293)
Helmut Koopmann: Romantische Lebensfahrt (S.294)

Joseph von Eichendorff: Waldgespräch (S.306)
Alexander von Bormann: "Das zertrümmerte Alte". Zu Eichendorffs Lorelei-Romanze "Waldgespräch"

Ludwig Uhland: Des Sängers Fluch (S.320)
Fritz Martini: Ohnmacht und Macht des Gesanges. Zu Ludwig Uhlands Ballade "Des Sängers Fluch" (S.322)

Johann Wolfgang Goethe: Selige Sehnsucht (S.334)
Hannelore Schlaffer: Weisheit als Spiel. Zu Goethes Gedicht "Selige Sehnsucht" (S.335)

Ludwig Tieck: Glosse (S.342)
Paul Gerhard Klussmann: Bewegliche Imagination oder Die Kunst der Töne. Zu Ludwig Tiecks "Glosse" (S.343)

Johann Wolfgang Goethe: Locken! haltet mich gefangen (S.358)
Gisela Henckmann: Zu Goethes "Divan"-Gedicht "Locken! haltet mich gefangen" (S.359)

Friedrich Hölderlin: Der blinde Sänger (S.368)
Lawrence Ryan: Hölderlins "tragische Ode" "Der blinde Sänger" (S.370)

Joseph von Eichendorff: Sehnsucht (S.380)
Wolfgang Frühwald: Die Poesie und der poetische Mensch. Zu Eichendorffs "Sehnsucht" (S.381)

Joseph von Eichendorff: Mondnacht (S.394)
Wolfgang Frühwald: Die Erneuerung des Mythos. Zu Eichendorffs Gedicht "Mondnacht" (S.395)

Clemens Brentano: Die Abendwinde wehen (S.408)
Karl Eibl: Ein 'Klanggebilde' - beim Wort genommen (S.410)

Clemens Brentano: Was reif in diesen Zeilen steht (S.421)
Erika Tunner: Die geheime heilige Geschichte des Herzens. Zu Clemens Brentanos Gedicht "Was reif in diesen Zeilen steht" (S.422)

Clemens Brentano: Frühlingsschrei eines Knechtes aus der Tiefe (S.434)
Wolfgang Frühwald: Der Bergmann in der Seele Schacht. Zu Clemens Brentanos Gedicht "Frühlingsschrei eines Knechts aus der Tiefe" (S.437)

Joseph von Eichendorff: Denkst Du des Schlosses noch auf stiller Höh? (S.451)
Alexander von Bormann: "Tief Verlangen nach beßrer Lust". Zu Eichendorffs Gedicht "Die Heimat. An meinen Bruder" (S.452)

Autorenregister (S.463)