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Gedichte und Interpretationen. Band 7: Gegenwart II
Gedichte und Interpretationen. Band 7: Gegenwart II




Walter Hinck (Hrsg.)

Reclam Stuttgart
EAN: 9783150096321 (ISBN: 3-15-009632-4)
342 Seiten, paperback, 15 x 15cm, 1997

EUR 8,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Diese siebenbändige Interpretationssammlung in historischer Folge - von der Renaissance bis zur Gegenwart - soll allen interessierten Lesern Zugang zu einzelnen Gedichten und lyrischen Epochen öffnen. Die Auswahl der Texte und ihre Deutung sind so angelegt, dass die jeweils epochenspezifischen Formen und Themen an repräsentativen Beispielen vorgeführt werden und eine verlässliche Abfolge zu einer Geschichte der deutschen Lyrik sich ergibt.



[Die Reihe ‚Gedichte und Interpretationen’ bei Reclam:

Band 1 Renaissance und Barock

Band 2 Aufklärung und Sturm und Drang

Band 3 Klassik und Romantik

Band 4 Vom Biedermeier zum Bürgerlichen Realismus

Band 5 Vom Naturalismus bis zur Jahrhundertmitte

Band 6 Gegenwart I

Band 7 Gegenwart II]




Rezension
Reclams Reihe 'Gedichte und Interpretationen' verbindet die Darstellung von Gedichten in chronologischer Reihenfolge mit ihrer Erschließung anhand von Interpretationen, die den jeweiligen historischen, politischen und kulturellen Hintergrund erläutern. Diese Abwechslung von Text und Kommentar ist eine detaillierte und praxisnahe Einführung in die deutsche Lyrik und ihre historische Entwicklung anhand der literarischen Epochen und Strömungen. Die Einleitungen zu den jeweiligen Bänden bzw. Literaturepochen vermitteln grundlegendes Wissen und erläutern die repräsentative Auswahl der Gedichte. So wendet sich die Anthologie sowohl an den erfahrenen wie an den unkundigen Leser. Die sieben Bände sind einzeln sowie als Gesamtausgabe in einer Kassette lieferbar.
Herausgeber dieses 7. und letzten Bandes 'Gegenwart II' ist wie des vorherigen Walter Hinck, der damit den 6. Band 'Gegenwart I' ergänzt, in dem er schon damals bemerkte "es hätte sich leicht ein zweiter Band füllen lassen". Naturgemäß war auch hier die Auswahl schwierig, doch berücksichtigt der Band zum Beispiel die Exilliteratur stärker und angemessener, indem er mit den Gedichten von Hans Sahl und Rose Ausländer beginnt. Bemerkenswert ist auch, dass einige Autoren sowohl als Verfasser eines eigenen Gedichts wie auch als Interpret eines anderen vertreten sind. Sprachlich gut verständlich sind die Interpretationen in diesem Band wie in der gesamten Reihe.
Ein Register der Verfasser der Gedichte und - in Klammern dahinter - der Interpreten ergänzt den Band und macht so auch ein gezieltes Nachschlagen einzelner Gedichte der Nachkriegslyrik möglich; ein Verzeichnis aller Autoren der Gedichte nebst ihrer Interpreten (in Klammern) findet sich in diesem 7. und letzten Band. Die Reihe ist damit auch als Lyriklexikon und verwendbar.

Melanie Förg, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die sieben Bände Gedichte und Interpretationen bieten in historischer Folge exemplarische Texte und kompetente Interpretationen deutschsprachiger Lyrik von der Renaissance bis heute. Sie öffnen den Zugang zu einzelnen Gedichten und lyrischen Epochen. Aus Lektüre und Interpretation ergibt sich im Ganzen eine Geschichte der deutschen Lyrik.

(Info unter www.reclam.de)
Inhaltsverzeichnis
Walter Hinck: Einleitung (S.9)

Hans Sahl: Kinder baden in Flüssen (S.21)
Ruth Klüger: Alte Flüsse: Hans Sahl, der Heimkehrer. Nachruf auf ein Jahrhundert (S.23)

Rose Ausländer: Auf der Flucht (S.28)
Theo Elm: Niemandsland (S.29)

Karl Krolow: Der Tod (S.36)
Lothar Jordan: An der Bruchstelle von Natur und Zivilisation (S.37)

Hans Magnus Enzensberger: Altes Europa (S.45)
Reinhold Grimm: Wanderungen ... ob aber auch Wandlungen? (S.46)

Durs Grünbein: Alba (S.55)
Gustav Seibt: In den Albtraum erwachen (S.56)

Bernd Jentzsch: Vorstand Gablenz (S.63)
Jürgen Zenke: Komma Strich - beinah simplizianisch sizilianisch (S.64)

Heinz Czechowski: Missingsch (S.71)
Joseph A. Kruse: Lyrisches Katasteramt (S.73)

Thomas Rosenlöcher: Das Holz der Rede (S.82)
Markus Schwering: Bedrohte Idylle (S.83)

Uwe Kolbe: Berlin (S.92)
Wulf Segebrecht: Berliner Ungelegenheiten oder: Verpaßte Gelegenheit (S.93)

Kurt Drawert: Zustandsbeschreibung, Zwischenbericht (S.106)
Wolfgang Emmerich: Warten, heillos (S.107)

Wulf Kirsten: märchenhafte geschichte (S.116)
Peter Horst Neumann: Was wäre das Land ohne die Gräber der Dichter (S.118)

Ulrich Schacht: Die Biliothek von Sarajevo (S.122)
Hartmut Laufhütte: "Was wir vergessen wollten, wie einen dunklen Roman" (S.123)

Barbara Köhler: Elektra. Spiegelungen VIII (S.135)
Franz Norbert Mennemeier: Eine poetische Minimalutopie (S.136)

Bert Papenfuß-Gorek: die lichtscheuen scheiche versunkener reiche (S.145)
Jürgen Zenke: Vom Regen und von den Traufen (S.146)

Werner Söllner: Der Schlaf des Trommlers (S.158)
Harald Hartung: Figur in zerissener Zeit (S.159)

Oskar Pastior: Ein höchst merkwürdiges Stück (S.167)
Karl Riha: In der Tat: "Ein höchst merkwürdiges Stück" (S.168)

Hiltrud Gnüg: "Kopfzoo" mit "heftiger Nervenrevue". Zu Thomas Klings Gedicht "düsseldorfer kölemik" (S.177)

Robert Gernhardt: Der Zähe (S.187)
Walter Hinck: "Närrische Vernunft" (S.187)

Ulla Hahn: Ars poetica (S.195)
Thomas Anz: Literatur als Spiel (S.195)

Friederike Roth: Naturgedicht (S.204)
Maria Behre: Der Wille zu einer Sprache der Schöpfung (S.207)

Michael Donhauser: Der Springbrunnen (S.215)
Ulla Hahn: Die Wörtlichkeit der Welt (S.216)

Hans-Jürgen Heise: Der Zug nach Gramenz (S.224)
Dieter Liewerscheidt: Platzhalter des Gefühls (S.225)

Gregor Laschen: Vor dem Judenfriedhof in Lodz, 1989 (S.234)
Walter Hinck: Knochenweißes Buch (S.235)

Michael Krüger: Eine Vorrede (S.240)
Hans-Ulrich Treichel: Schnee im Pantheon (S.241)

Peter Maiwald: Kanaan (S.249)
Hans-Rüdiger Schwab: Verkorkste Utopie (S.250)

Friedrich Christian Delius: Selbstporträt mit Luftbrücke (S.259)
Silvia Volckmann: Ausflüge in die Romantik (S.261)

Hans-Ulrich Treichel: Selbstporträt, korrigiert (S.270)
Winfried Woesler: Nur die Sterne sind ewig (S.270)

Rolf Haufs: Sieben Tage (S.282)
Gert Ueding: Die Melancholie des langen Weges (S.284)

Rainer Malkowski: Das Fenster (S.292)
Cornelia Blasberg: Das Medium ist nicht die Botschaft (S.292)

Harald Hartung: Wann lasen Sie den Plato Mr Hopper (S.301)
Wolfgang Braune-Steininger: Porträt des Künstlers als alternder Leser (S.302)

Holger Teschke: Bethlehemitischer Kindermord (nach Brueghel) (S.310)
Reinhod Grimm: Urbild des immerwährenden Schlachttags (S.311)

Dagmar Nick: Idylle (S.320)
Hans-Rüdiger Schwab: Voyeure des Todes (S.320)

Autorenregister (S.331)

Gesamtregister der Bände 1-7 (S.333)