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John Henry Days Roman Die Originalausgabe erschien 2001 unter dem Titel
JOHN HENRY DAYS
bei Doubleday in New York
Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Stingl
John Henry Days
Roman


Die Originalausgabe erschien 2001 unter dem Titel

JOHN HENRY DAYS

bei Doubleday in New York

Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Stingl

Colson Whitehead

Bertelsmann Taschenbücher , Random House, Penguin Books Frankfurt
EAN: 9783442774333 (ISBN: 3-442-77433-0)
587 Seiten, paperback, 12 x 19cm, Juli, 2024

EUR 14,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Der gefeierte Roman des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Colson Whitehead

John Henry, der Mann mit dem Hammer in der Hand, ist der Held unzähliger Volkslieder und Balladen und wurde zum amerikanischen Gründungsmythos. Der Legende nach siegte der schwarze Tunnelarbeiter mit Körperkraft im Wettstreit gegen eine Bohrmaschine, doch er bezahlte diesen Triumph mit dem Leben.

Mehr als hundert Jahre später wird ihm zu Ehren in einem Kaff in West Virginia ein Festival gefeiert und eine neue Briefmarke ausgegeben. Eine ganze Horde von Journalisten trifft in dem einstigen Sklavenstaat ein, und der einzige Schwarze unter ihnen, J. Sutter, ist dabei, einen neuen Rekord im Spesenrittertum aufzustellen. Dabei freundet er sich mit einer jungen New Yorkerin an, die die John-Henry-Devotionalien ihres Vaters loswerden will. Und was hat es mit dem scheinbar harmlosen Briefmarkensammler auf sich, der ihm gleich am ersten Abend das Leben rettet?

Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, studierte an der Harvard University und arbeitete für die New York Times, Harper's und Granta. Whitehead erhielt den Whiting Writers Award (2000) sowie den Young Lion's Fiction Award (2002) und war Stipendiat des MacArthur 'Genius' Fellowship. Für seinen Roman 'Underground Railroad' wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Für 'Die Nickel Boys' erhielt er 2020 erneut den Pulitzer Preis sowie den Orwell Prize für Political Fiction. Der Autor lebt in Brooklyn.
Rezension
Ein bestimmendes Thema des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Colson Whitehead ist der institutionelle Rassismus, die Rassenhierarchie in allen Bereichen der US-Gesellschaft, wie er sie z.B. in seinem Roman "Nickel Boys" darstellt. Der tief verwurzelte Rassismus und das nicht enden wollende Trauma der amerikanischen Geschichte in diesen Tagen einer womöglich erneuten populistisch-rassistischen Amtszeit Donald Trumps tritt wieder deutlich vor Augen. Mit seinem zweiten Roman „John Henry Days” war Colson Whitehead für den Pulitzer Prize nominiert. Der Roman spielt im Hinterland der amerikanischen Südstaaten, in dem 96 Prozent aller Einwohner Weiße sind, von denen über ein Viertel unterhalb der Armutsgrenze leben, seit die Kohlebergwerke in der Gegend geschlossen haben. Im Zentrum des Romans steht der US-Volksheld John Henry und sein vergebliches letztes Aufbäumen gegen die Industrialisierung: der Gleisbauarbeiter war bei einem gefährlichen Tunneldurchstich in den 1870er Jahren gegen einen Dampfhammer angetreten, hatte ihn besiegt und dann an Herzschlag verstorben, - so die Legende des amerikanischen Helden-Mythos, die tief in der US-Kultur verwurzelt ist.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de