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Familiensysteme stärken – Veränderung ermöglichen Familienaktivierende Methoden für die Praxis – Teil 3
Familiensysteme stärken – Veränderung ermöglichen
Familienaktivierende Methoden für die Praxis – Teil 3




Ruediger Pieper

wbv Media
EAN: 9783763979813 (ISBN: 3-7639-7981-6)
232 Seiten, paperback, 21 x 30cm, Juni, 2026

EUR 39,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Familienaktivierendes Arbeiten unterstützt Familien in akuten Krisen dabei, handlungsfähig zu werden und tragfähige Lösungen zum Schutz und Wohl von Kindern zu entwickeln.

Die Materialiensammlung zeigt, wie Fachkräfte in engen Zeitfenstern komplexe familiäre Lebenswelten verstehend erfassen, Risiken und Ressourcen abwägen und gemeinsam mit Eltern klare, erreichbare Ziele formulieren.

Enthalten sind praxiserprobte Arbeitsblätter, Fragebogeninventare und Transferhilfen - für Anleitung ebenso wie zur selbstständigen Bearbeitung. Ergänzt wird der Methodenpool durch Impulse zu Haltung, Rollenverständnis, Reflexion, Psychohygiene und Selbstfürsorge.

Gerade bei herausfordernden Fallverläufen bietet die Materialiensammlung Orientierung und Strukur für die Arbeit im Team. Sie unterstützt eine gemeinsame fachliche Sprache im Team, erleichtert Einarbeitung neuer Mitarbeitender und fördert einheitliche Qualitätsstandards im Krisenhandeln.

Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Krisenintervention, Familienhilfe, Beratung, Pädagogik und angrenzender Praxisfelder sowie für Studierende in einschlägigen Studiengängen.

Rüdiger Pieper ist seit über drei Jahrzehnten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit tätig. Mit einem Schwerpunkt auf systemischer sowie ressourcen- und lösungsorientierter Familienarbeit entwickelt er praxisnahe Interventionsmodelle und hat u.a. die stationäre Aufnahme kompletter Familiensysteme maßgeblich mitgestaltet.

Seit der Gründung des Dachverbands FAM ist er dessen Mitglied und prägt als aktives Vorstandsmitglied die fachlichen Standards familienaktivierender Arbeit entscheidend mit. Als lizenzierter Trainer qualifiziert er Fachkräfte in Familienaktivierung und Krisenintervention - fundiert, praxisnah und durchgängig handlungsorientiert.
Rezension
Das FamilienAktivierungsManagement (FAM) ist eine ambulante Form der Jugend- und Familienhilfe auf der Grundlage der §§ 27ff SGB VIII. Es geht davon aus, daß Kinder am besten in ihrer eigenen Familie aufwachsen und jedes Familiensystem über die notwendigen Ressourcen und Potenziale verfügt, um auch in Krisensituationen nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Es ist ein Angebot für Familien, die sich in einer schweren Krise befinden und die vor der Frage stehen, ob ein oder mehrere Kinder oder Jugendliche außerhalb der Familie untergebracht werden müssen. FAM basiert auf einem konsequent auf Ressourcen- und Lösungsorientierung geprägten Ansatz. FAM geht davon aus, dass Menschen besonders in Krisen zur Veränderung bereit sind. Ein zielorientiertes methodisches Vorgehen, ein absichernder Rahmen mit 24-Stunden-Erreichbarkeit und ein klares fachliches Unterstützungssystem sind dabei grundlegend. Ein zentrales Ziel besteht darin, die Selbstwirksamkeitspotentiale der Klienten zu steigern. Die Sicherheit und der Schutz der Kinder bzw. Jugendlichen steht dabei immer im Vordergrund. - Dieses Buch bietet "familienaktivierende Methoden für die Praxis" (Untertitel): praxiserprobte Arbeitsblätter, Fragebogeninventare und Transferhilfen - für Anleitung ebenso wie zur selbstständigen Bearbeitung. Ergänzt wird der Methodenpool durch Impulse zu Haltung, Rollenverständnis, Reflexion, Psychohygiene und Selbstfürsorge.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
Aktivierende Soziale Arbeit, Fallverstehen, familienaktivierender Ansatz, FamilienAktivierungsManagement (FAM), Kinder- und Jugendhilfe, Krisenintervention, Risiko-Ressourcen-Abwägung, Selbstwirksamkeit verstehende Diagnostik, Zielarbeit
Inhaltsverzeichnis
Vorab 9

Ziele entwickeln, formulieren und umsetzen 13

Merkmale von Zielen 15
Magie der Ziele 16
Die Umsetzung deiner Ziele oder „Der innere Widerstand“ 17
Der sichere Weg zum Misserfolg 18
Formulierungshilfe zur Zielbenennung in der Hilfeplanung 19
Der Verlauf des Zielearbeitens 20
Das Empowerment-Interview als Methode in der Zielarbeit 21
5 Jahre später … 23
Arbeiten mit dem Zielkreuz 24
Persönliche Zielsetzung – Zielreflexion 25
Reflexion von Zielen anhand der STARR-Analyse 27
Ziele definieren 29
Die KRAFT-Formel – eine Veränderung SMARTER Ziele 30
Unterscheidung: Kriterien/Charakteristika von … 31
Zielsetzung formulieren – einfach erklärt 32
Ziele visualisieren 33

Ressourcen aufspüren und nutzbar machen 35

Ressourcen in der pädagogischen Praxis 37
Grundbedürfnisse und Ressourcen 39
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Eltern 41
Ressourcenaktivierung in Anforderungssituationen 42
Energieressourcenbilanz 44
Kompetenzliste – Liste personaler Fähigkeiten 45
Checkliste: Der Blick auf die Stärken der Kinder 47
Ressourcen-Koffer zur Ersten Hilfe 49
Notfall-Ressourcenkoffer 50
Ich packe meinen Ressourcenkoffer 51
Jubel-Detektiv 52
Familienschatzkarte 53
Familien-Stadt-Land-Fluss 54

Kommunikation 55

Körpersprache lesen und trainieren 56
Körpersprache: Dos and Don’ts 58
Gewaltfreie Kommunikation: das 4-Schritte-Modell 60
Aspekte der idiolektischen Gesprächsführung 62
Schlüsselworte erkennen und nutzen 64
Risikobotschaften vermitteln 66
Das SPIKES-Modell – Empathische Zuwendung in schwierigen Zeiten 67
Jetzt verstehen wir uns! Anregungen für die Kommunikation in der Familie 69
Umgang mit schwierigen Emotionen – Das NURSE-Modell 71

Handreichungen für Eltern 73

Anregungen für Belohnungen für Grundschulkinder (ab 3. Klasse) 74
Stressbarometer für Eltern 75
Übung für dein Kind – Fokus und Selbstkontrolle 76
Einsatz eines Signalbogens 77
Sätze für Eltern, die wieder Nähe schaffen 78
Sätze zum Schlafengehen 79
Komplimente, die deinem Kind Selbstvertrauen schenken 80
Formulierungen, die dein Kind emotional unterstützen 81
Formulierungen, die dein Kind wirklich erreichen 82
Freundliche Sätze 83
Die 5 Liebessprachen nach Gary Chapman 84
Handlungsmöglichkeiten für Eltern im Umgang mit Social Media 85
Einschätzung zur Mediennutzung Ihres Kindes 88
Checkliste – das erste eigene Smartphone 89
Social Media Faustregel: THINK before you post! 90
Kinder auf Social Media begleiten 91
Fragebogen: Haustiere und Kinder im Haushalt 92

Entwicklungsförderndes erzieherisches Verhalten 93

Handreichung Eltern-Kind-Interaktionen 95
Familienmythen 97
Selbstwirksamkeit in der Familie 98
Strategien und Impulse zur Erhöhung von Selbstwirksamkeit 99
Einschätzung von Selbstwirksamkeit 101
Leitfragen zu Schwangerschaft und Geburt (einfache Sprache) 102
Weitere Fragen 103
Warum Beziehung wichtiger ist als Erziehung 104
Bindung: Handlungsempfehlungen für Eltern 105
Leitfragen zur Einschätzung der Bindung bei Säuglingen 106
Entwicklungsaufgaben von Kindern und Eltern im Überblick 107
Bedürfnisse von Kindern in unterschiedlichen Entwicklungsphasen 109
Resilienz bei Kindern fördern 110
Individuelle, familiäre und externe Einflüsse auf Elternkompetenzen 113
Analyse des elterlichen Interaktionsverhaltens 114
Rituale in der Unterstützung von Entwicklungsschritten 115
Rituale in der Begleitung von Kindern 118
Rituale, auf die man sich verlassen kann 119
Grenzen setzen – Orientierung geben 120
Grenzen setzen – Grenzen vermitteln 121
„NEIN“ sagen (dürfen)! Wie Kinder lernen, sich abzugrenzen 122
Angstbewältigung 124
Dem Kind Methoden anbieten, um Angst zu bewältigen 125
…5 Schritte der Angstbewältigung 126
Scheidung, Trennung – Auflösung der Familie 127
Loslassen: 10 Affirmationen 129
Was versteht man unter Loslassen? 130

Ermutigung 133

Kindern Mut machen und ihr Selbstvertrauen aufbauen 134
Übungen zur Selbstermutigung 136
Das ent-mutigte Kind 138
Tabelle der falschen Verhaltensziele 140
Das er-mutigte Kind 141
Anregungen, um die Selbstakzeptanz nachhaltig zu verbessern 142
Inspiration zur Selbstakzeptanz 144
Charakteristika und Handlungsstrategien für ermutigendes Handeln 145

Krisenintervention und Konfliktmanagement 147

Krisencoaching 148
Leitfaden zur Krisendiagnostik 149
Stress-Manhattan 150
Umwandeln von Ärger in Bedürfnisse 151
Die 8 Spiralstufen der Krisenbewältigung 152
Krisenspirale 154
Fragen zur Krisenbewältigung 155
Systemische Krisenintervention 157
Praxis einer systemisch-konstruktivistisch orientierten Krisenbegleitung 159
Grenzüberschreitungen 160
Grundsätzliche Anforderungen an konstruktive Konfliktlösungen 161
Konfliktverhalten – Selbstbetrachtung 163
Meine Knöpfe oder Wann meine Klappe fällt 164
Talente der Fachkraft in der Konfliktlösung in Familiensystemen 165
Vor- und Nachteile von Konflikten 167
Sprichwörter und Redewendungen Ärger, Wut, Zorn 168
Werkzeuge zur Konfliktlösung 169
Der faire Streit 171
Konstruktive Konfliktlösung in Gruppenprozessen 172
Leitfragen zur Konfliktlösung 174
Konfliktkompetenz – Leitfragen 175
Hilfreiche Voraussetzungen für die Bewältigung von Konflikten 176

Familienaktivierende Tätigkeit im interkulturellen Kontext 181

Interkulturelle Kompetenz 182
Überblick über förderliche Grundhaltungen für die Zusammenarbeit 183
Was ist Freundschaft? 184
Wo ich mich wohlfühle 185
Fragen in Bezug zu Migration/Flucht 186
Rollenbilder 187
Eltern-Interview 189
Ergänzende Fragen zum Fallverstehen in der Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund 190
Familienfragebogen 192

Erweiternde Themenstellungen, die uns zunehmend begegnen 195

Gender und Diversity in der Erziehung: Tipps für Eltern 196
Leitfragen „Früh gelernt“ 197
Autismus Früherkennung 198
Früherkennung und Frühförderung von kindlichem Autismus 200
Traumapädagogik: Was passiert im Gehirn? 201
Säulen der Traumapädagogik 203
Ein Elternteil von dir trinkt… 205
Hilfreiche Botschaften an Kinder aus einer suchtbelasteten Familie 207
Nicht nur für Kinder: Sieben Merksätze zur Sucht 208
Möglichkeiten für suchtkranke Eltern, ihre Kinder zu unterstützen 209
Hinweise zum Umgang mit Familiengeheimnissen 210
Faktoren im Umgang mit einem Geheimnis 211
Selbstreflexion und Selbstfürsorge als Faktoren beruflicher Identität 212
Achtsamkeit 213
Leitfragen zur Reflexion der eigenen „Interkulturellen Genderkompetenz“ 214
Einschätzung zur Gestaltung der Maßnahme – Auswertung der Beteiligten 217
Persönliche Visionen entwickeln und umsetzen: Fachkraft Mandala 219
Einschätzungen zur Entwicklung einer professionellen Haltung 220
Methodenraster Reflexion Lernanleitung eingesetzte Methode 221
Methodenraster Reflexion Lernanleitung – Handeln der Fachkraft 222
Selfcare: Mut zur Unvollkommenheit statt Selbstentmutigung durch Perfektionismus 223
Der Weg zum Burnout 224
Checkliste – Meine Entscheidung 226
Selbstmotivation 227
Checkliste zum Hilfeverlauf 228

Literatur 229
Autor 231