lehrerbibliothek.deDatenschutzerklärung
Ein Traktat ĂŒber die menschliche Natur. Band 2 Buch II: Über die Affekte - Buch III: Über Moral A Treatise of Human Nature
Auf der Grundlage der Übersetzung von Theodor Lipps neu herausgegeben von Horst D. Brandt
Ein Traktat ĂŒber die menschliche Natur. Band 2
Buch II: Über die Affekte - Buch III: Über Moral


A Treatise of Human Nature

Auf der Grundlage der Übersetzung von Theodor Lipps neu herausgegeben von Horst D. Brandt

David Hume

Meiner Hamburg
EAN: 9783787324361 (ISBN: 3-7873-2436-4)
396 Seiten, paperback, 12 x 19cm, 2013

EUR 22,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Neuausgabe des grundlegenden Werkes des englischen Empirismus nach der Übersetzung von Theodor Lipps

Das Erstlingswerk von David Hume (1711–1776), das hier in der bearbeiteten Übersetzung von Theodor Lipps neu ediert wird, trĂ€gt den Titel A Treatise of Human Nature: Being an Attempt to Introduce the Experimental Method of Reasoning into Moral Subjects; die BĂŒcher I und II der Schrift (Über den Verstand, Über die Affekte) wurden 1739 anonym publiziert, Buch III (Über Moral) folgte 1740, ebenfalls anonym. Die großen Erwartungen, die der Autor in die Veröffentlichung der drei BĂŒcher setzte, erfĂŒllten sich nicht – sie fielen »als Totgeburt aus der Presse« (so Hume ĂŒber die Nichtbeachtung seines Erstlings durch die Zeitgenossen).

Heute gilt das Jugendwerk, da es im Kern bereits die ganze Philosophie des kritischen Empirikers enthĂ€lt, als Humes grundlegendes theoretisches Werk. Humes Wissenschaft von der menschlichen Natur vollzieht sich in einer doppelten Bewegung: Sie zerstört der Intention nach die traditionelle Metaphysik und etabliert deren ihr selbst verborgene Wahrheit in einer neuartigen Geisteswissenschaft oder Anthropologie, der »science of man«. In dieser anthropologischen Restauration der rationalistischen Metaphysik Ă€hnelt die Humesche Philosophie der Anthropologie in der Renaissance und der beginnenden Neuzeit, die sich gegen die Scholastik und deren Ontologie wendet und ein anthropozentrisches Konzept an ihre Stelle setzt. Die militante Anthropologie Humes destruiert den Rationalismus und rekonstruiert die von ihren falschen PrĂ€tentionen gereinigte Philosophie in einem neuen Medium. In dieser Negation und Ersetzung erhebt sie einen universalistischen Erkenntnisanspruch – und nimmt diesen als bloß empirische Seelenlehre und PhĂ€nomenologie zugleich zurĂŒck.
Rezension
Der schottische Philosoph, Ökonom und Historiker David Hume (1711 - 1776), hat mit seinem - zunĂ€chst wenig beachteten - FrĂŒhwerk und zugleich grundlegenden theoretischen Hauptwerk "A Treatise of Human Nature" einen bahnbrechenden Beitrag zum angelsĂ€chsischen Empirismus des AufklĂ€rungszeitalters geleistet. Als Vordenker der AufklĂ€rung stellt Hume skeptisch und ohne jede Metaphysik von Scholastik und Ontologie den Menschen, die Anthropologie, die »science of man« in den Mittelpunkt seines Philosophierens und wirkt prĂ€gend auf die spĂ€teren modernen Richtungen des Positivismus und der analytischen Philosophie ein. Hume verwirft alle bisherigen metaphysischen Philosophien, weil sie aus seiner Sicht von Theorien statt vom Beobachten ausgehen. Wer die menschliche Natur und ihrn Funktionsweise beobachtet und versteht, kann fördern, dass in Zukunft Menschen besser miteinander umgehen und die Wissenschaften grĂ¶ĂŸere Fortschritte machen.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
David Hume
Ein Traktat ĂŒber die menschliche Natur

BUCH II
Über die Affekte

[ Vorwort ] 336
ERSTER TEIL 337

Über Stolz und NiedergedrĂŒcktheit
Erster Abschnitt. Einteilung des Gegenstandes 337
Zweiter Abschnitt. Über Stolz und NiedergedrĂŒcktheit; ihre Objekte und ihre Ursachen 339
Dritter Abschnitt: Was diese Objekte und Ursachen zu solchen macht 342
Vierter Abschnitt. Von den Beziehungen zwischen EindrĂŒcken und Vorstellungen 345
FĂŒnfter Abschnitt. Von dem Einfluß dieser Beziehungen auf Stolz und NiedergedrĂŒcktheit 348
Sechster Abschnitt. EinschrÀnkungen dieser Theorie 354
Siebenter Abschnitt. Über Laster und Tugend 358
Achter Abschnitt. Schönheit und HĂ€ĂŸlichkeit 362
Neunter Abschnitt. Von Ă€ußeren VorzĂŒgen und MĂ€ngeln 367
Zehnter Abschnitt. Über Besitz und Reichtum 374
Elfter Abschnitt. Über das Streben, geachtet zu werden 381
Zwölfter Abschnitt. Stolz und NiedergedrĂŒcktheit bei Tieren 390

ZWEITER TEIL 395
Über Liebe und Haß

Erster Abschnitt. Gegenstand und Ursachen von Liebe und Haß 395
Zweiter Abschnitt. Beobachtungen zur BestÀtigung dieser Theorie 399
Dritter Abschnitt. Lösung von Schwierigkeiten 415
Vierter Abschnitt. Über die Liebe zu Verwandten 419
FĂŒnfter Abschnitt. Über unsere WertschĂ€tzung der Reichen und MĂ€chtigen 425
Sechster Abschnitt. Über Wohlwollen und Zorn 434
Siebenter Abschnitt. Vom Mitleid 437
Achter Abschnitt. Über Schadenfreude und Neid 440
Neunter Abschnitt. Über die Mischung von Wohlwollen und Zorn mit Mitleid und Schadenfreude 450
Zehnter Abschnitt. Von Achtung und Verachtung 459
Elfter Abschnitt. Vom Liebesaffekt oder der Liebe zwischen den Geschlechtern 464
Zwölfter Abschnitt. Liebe und Haß bei Tieren 467

DRITTER TEIL 469
Vom Willen und den unmittelbaren Affekten

Erster Abschnitt. Freiheit und Notwendigkeit 469
Zweiter Abschnitt. Fortsetzung desselben Themas 478
Dritter Abschnitt. Von den Motiven des Willens 483
Vierter Abschnitt. Von den Ursachen der heftigen Affekte 490
FĂŒnfter Abschnitt. Von den Wirkungen der Gewohnheit 494
Sechster Abschnitt. Über den Einfluß der Einbildungskraft auf die Affekte 496
Siebenter Abschnitt. RÀumliche und zeitliche KontiguitÀt und Distanz 499
Achter Abschnitt. Fortsetzung desselben Gegenstandes 504
Neunter Abschnitt. Von den direkten Affekten 510
Zehnter Abschnitt. Von der Wißbegierde oder der Liebe zur Wahrheit 521

BUCH III
Über Moral

Vorwort 530

ERSTER TEIL 531
Über Tugend und Laster im allgemeinen

Erster Abschnitt. Moralische Unterscheidungen nicht aus der Vernunft abgeleitet 531
Zweiter Abschnitt. Sittliche Unterscheidungen entspringen aus einem moralischen Sinn 548

ZWEITER TEIL 555
Rechtssinn und Widerrechtlichkeit

Erster Abschnitt. Ist der Rechtssinn eine natĂŒrliche oder eine kĂŒnstliche Tugend? 555
Zweiter Abschnitt. Der Ursprung von Rechtsordnung und Eigentum 563
Dritter Abschnitt. Über die Regeln, welche das Eigentum feststellen 581
Vierter Abschnitt. Übertragung von Eigentum durch Zustimmung 596
FĂŒnfter Abschnitt. Die Verbindlichkeit von Versprechungen 599
Sechster Abschnitt. Einige weitere Betrachtungen ĂŒber Rechtsordnung und Rechtswidrigkeit 610
Siebenter Abschnitt. Vom Ursprung der Regierung 618
Achter Abschnitt. Über die Quelle der Untertanenpfl icht 624
Neunter Abschnitt. Über die Schranken der Untertanentreue 636
Zehnter Abschnitt. Von den Objekten der Untertanentreue 640
Elfter Abschnitt. Vom Völkerrecht 654
Zwölfter Abschnitt. Keuschheit und Schamhaftigkeit 657

DRITTER TEIL 662
Von den ĂŒbrigen Tugenden und Lastern

Erster Abschnitt. Vom Ursprung der natĂŒrlichen Tugenden und Laster 662
Zweiter Abschnitt. Über SeelengrĂ¶ĂŸe 681
Dritter Abschnitt. Über GĂŒte und Wohlwollen 691
Vierter Abschnitt. Über natĂŒrliche Anlagen 696
FĂŒnfter Abschnitt. Einige weitere Betrachtungen ĂŒber die natĂŒrlichen Tugenden 704
Sechster Abschnitt. Schluß dieses Buches 707

ANHANG 711