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Die römische Kaiserzeit
Von Augustus bis Diokletian
Maria Osmers
Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406841590 (ISBN: 3-406-84159-7)
128 Seiten, paperback, 12 x 18cm, Februar, 2026, mit 1 Zeittafel und 1 Karte
EUR 14,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Die Kaiserzeit war für das Römische Reich eine Phase der Stabilität. Nach den Krisen und Wirren der späten Republik brachte Augustus einem Großteil der Mittelmeerwelt Frieden und Wohlstand – und eine neue Herrschaftsform. Er wurde zum ersten Kaiser Roms und etablierte damit eine Form der Alleinherrschaft, die wegweisend sein sollte für die weitere Geschichte Europas. Dieser Band führt verständlich und kompakt durch die 300 Jahre der römischen Kaiserzeit vom ersten Princeps bis zu den Reformen Diokletians.
Maria Osmers lehrt Alte Geschichte an der Universität Würzburg und forscht schwerpunktmäßig zur Geschichte des Römischen Reiches in der Kaiserzeit.
Rezension
Die "Geschichte der Römischen Republik" (vom 5. Jh. v. Chr. bis zur Machtübernahme des Augustus (vgl. dazu in dieser Reihe: Martin Jehne, Die römische Republik - Von der Gründung bis Caesar, 4., überarbeitete Auflage 2026, 9783406838248) wird in aller Regel in den Epochendarstellungen abgelöst von einer "Geschichte der römischen Kaiserzeit", wie sie mit diesem Band in grundlegend neuer Darstellung vorliegt (als Nachfolgeband des gleichnamigen Buchs von Karl Christ, das 2004 erschienen war, 9783406470523); denn die Republik ist den Anforderungen nicht mehr gewachsen und geht schon an ihrem Ende in Elemente der Kaiserzeit über. Das Ende der Republik kam keineswegs plötzlich. Vielmehr stellten die Schlacht von Philippi und der sich anschließende Machtkampf zwischen Marcus Antonius und Octavian den Abschluss einer Entwicklung dar, die sich bereits seit Längerem angedeutet hatte. Denn die republikanische Ordnung Roms geriet in der letzten Phase ihres Bestehens, die in der Forschung als die Zeit der späten Republik bezeichnet wird, immer mehr in die Krisenzeiten. Neben sozialen Problemen traten in der späten Republik weitere Schwierigkeiten auf, die ebenfalls zumindest indirekt mit der Expansion verbunden waren. Die rasche Eroberung hatte viele, teilweise weit entfernte Gebiete unter römische Herrschaft gebracht, die kontrolliert und verwaltet werden mussten. In der Retrospektive läutete der Ausgang der Schlacht von Philippi im Jahr 42 v. Chr. den Übergang von der Republik zur Herrschaft eines Mannes und damit zur Kaiserzeit ein. Die Besonderheiten der von Octavian etablierten Ordnung und die Charakteristika der von ihm eingeläuteten Epoche stehen im Mittelpunkt dieser Darstellung. Das Römische Kaiserreichs (27 v. Chr. - 313 n. Chr.) folgt auf die Römische Republik. Rom wird in der frühen Kaiserzeit zur alleinigen Weltmacht. Nur das freie Germanien leistet um die Zeitenwende dauerhaft Widerstand. Mit den Adoptivkaisern beginnt 96 n. Chr. eine neue Glanzperiode des Imperiums. Aber innere und äußere Spannungen unter Kaiser Marc Aurel künden die nahende Reichskrise an. Die Restauration der Kaisermacht unter Diocletian führt zur Errichtung eines autoritären Herrschaftssystems. Sein Nachfolger Konstantin I. geht als erster christlicher Kaiser in die Geschichte ein.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagwörter:
Alte Geschichte, Altertum, Altes Rom., Antike, Augustus, Diokletian, Gesellschaft, Militär, Herrschaft, Monarchie, Politik, Religion, Römer, Römisches Reich, Sätantike, Staat, Staatsform, Untergang, Weltmacht, Weltreich
Inhaltsverzeichnis
I. Prolog: Das Ende der Republik 7
Krisenzeiten: Die späte Republik und ihre Protagonisten 8
Marcus Antonius und Octavian: Das Ringen um die Alleinherrschaft 13
II. Augustus und der Prinzipat: Der Beginn der Kaiserzeit 17
Octavian, der Sieger in den Bürgerkriegen 19
Die augusteische Ordnung 24
III. Der Kontext: Rom und das Römische Reich am Beginn der Kaiserzeit 31
Gesellschaftliche Strukturen 35
Herrschaftssicherung und Administration 41
Die Grenzen des Reiches und das Heer 46
Religion und Reichsideologie 53
IV. Die frühe Kaiserzeit: Von «guten» und von «schlechten» Herrschern 58
Die Voraussetzungen kaiserlicher Herrschaft: Quellen der Macht im frühen Prinzipat 62
Möglichkeiten und Grenzen der Herrscher in der frühen Kaiserzeit 76
V. Das 2. Jh. n. Chr.: Ein goldenes Zeitalter? 83
Das Reich im Blick: Gesellschaftlicher Wandel und äußerer Druck 87
Neue Ideologien und alte Konzepte: Das Kaisertum im 2. Jh. n. Chr. 97
VI. Das 3. Jh. n. Chr.: Eine Zeit der Krise? 107
Die Ruhe vor dem Sturm: Die «Dynastie» der Severer 110
Die Instabilität der imperialen Ordnung: Die Zeit der Soldatenkaiser 116
VII. Epilog: Diokletian und das Ende der Kaiserzeit 121
Auswahlbibliographie 124
Register 126
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