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Das lyrische Stenogrammheft / Kleines Lesebuch für Große
3. Aufl. 2025
Das vorliegende Buch folgt im Wortlaut den beiden Lyrik- und Prosasammlungen
«Das lyrische Stenogrammheft» und «Kleines Lesebuch für Große»,
zuerst erschienen 1933 und 1934 im Ernst Rowohlt Verlag
Mascha Kaléko
Rowohlt
EAN: 9783499016783 (ISBN: 3-499-01678-8)
173 Seiten, paperback, 13 x 19cm, Dezember, 2024
EUR 13,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Zeitlos und lebensklug, nachdenklich und humorvoll: Mascha Kalékos Verse treffen immer noch mitten ins Herz.
«Das lyrische Stenogrammheft» ist Mascha Kalékos berühmtestes und bis heute meistgelesenes Buch - der erfolgreichste deutsche Lyrikband des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit «Kleines Lesebuch für Große», einer Sammlung von Gedichten und Prosastücken (hier beide in einem Band), bilden die Texte den Auftakt zu Mascha Kalékos beispiellosem Werk. Von ihrem Zauber, ihrer emotionalen Kraft und Klugheit sowie ihrer Vielseitigkeit haben sie nichts verloren.
Thomas Mann schwärmte von der «aufgeräumten Melancholie» der Dichtungen Kalékos. Ihre pointierten Beobachtungen von Achtstundenalltag, Großstadtleben und dem Zeitgeist der Weimarer Republik - und immer wieder der Liebe - finden auch heute noch ein anhaltendes Echo.
Die Lyrikerin Mascha Kaléko wurde 1907 als Tochter eines russischen Vaters und einer österreichischen Mutter geboren. Nach Schul- und Studienjahren in Berlin wurde sie 1930 von Monty Jacobs, einem der Pioniere des deutschen Feuilletons, für die "Vossische Zeitung" entdeckt. Hier und im "Berliner Tagesblatt" erschienen jahrelang ihre Gedichte, die sie rasch zu einer literarischen Berühmtheit der alten Reichshauptstadt und über ihre Grenzen hinaus bekannt machten. Seit 1938 lebte die Dichterin als amerikanische Staatsbürgerin in New York mit ihrem Mann, dem Dirigenten und Komponisten Chemjo Vinaver, und ihrem Sohn Steven, der ihre lyrische Begabung geerbt hat. Mascha Kaléko starb nach jahrelangem Aufenthalt in Jerusalem im Januar 1975 in Zürich.
Rezension
Mit dem "lyrischen Stenogrammheft" und dem "Kleinen Lesebuch für Große" versammelt dieser Band Mascha Kalekos Großstadtgedichte aus den 1930er-Jahren, beide Bände gelten als Mascha Kalékos Hauptwerk und machten die Dichterin berühmt. Die Qualität ihrer Dichtung liegt in der Einfachheit und in der Alltäglichkeit; Titel aus dem Alltäglichen wie "Sonntagmorgen", "Großstadtliebe", "Kassen-Patienten" oder "Einsamer Abend", Großstadtgedichte von Liebe, Schnupfen und Halsweh, von Sonntagsausflügen und Tarifgehältern haben auch fast hundert Jahre nach ihrer Entstehung nichts von ihrem Reiz eingebüßt. Melancholisch und witzig schreibt Kaleko aus dem Alltag für den Alltag und trifft die Menschen mitten ins Herz. Mascha Kaléko (1907-1975), als Tochter jüdischer Eltern in Galizien (Österreich-Ungarn) geboren, im Berlin der 1920er Jahre literarisch und kabarettistisch (Ringelnatz) erfolgreich, 1938 zwangs-emigriert in die USA, 1959 nach Israel übergesiedelt, zählt neben Sarah Kirsch, Hilde Domin, Marie Luise Kaschnitz, Nelly Sachs und Else Lasker-Schüler zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts und gilt als Vertreterin der Neuen Sachlichkeit.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
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