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1700 Jahre Konzil von Nizäa
Vom Ereignis zur Rezeption
Julia Knop, Bernhard Knorn, Paul Schroffner, Yauheniya Danilovich (Hrsg.)
Herder Verlag
EAN: 9783451023521 (ISBN: 3-451-02352-0)
356 Seiten, paperback, 14 x 22cm, 2026
EUR 60,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Das Konzil von Nizäa in der Perspektive multilateraler Ökumene
2025 beging die Christenheit den 1700. Jahrestag des Konzils von Nizäa, des Ersten Ökumenischen Konzils in der Geschichte der Kirche. Seine Beschlüsse prägen die christlichen Konfessionen bis heute, allen voran das große Glaubensbekenntnis. Nizäa setzte außerdem Maßstäbe der kirchlichen Entscheidungsfindung in Glauben, Liturgie und Recht. Die Beiträge des ökumenischen Bandes reflektieren die Bekenntnistradition, die mit Nizäa begann, und fragen nach Möglichkeiten kirchlicher Bekenntnisbildung und Entscheidungsfindung in der Gegenwart.
Mit Beiträgen von Johannes Lorenz, Notker Baumann, Wolfram Kinzig, Markus Weißer, Bernhard Knorn, Burkhard Neumann, Ulrike Link-Wieczorek, Bernd Oberdorfer, Dirk Ansorge, Georgiana Huian, Paul Schroffner, Andreas Krebs, Andreas R. Batlogg, Heike Grieser, Johannes Arnold, Anargyros Anapliotis, Christoph Theobald, Hacik Rafi Gazer, Friederike Nüssel, Thomas Söding
Julia Knop, geb. 1977, Dr. theol., Professorin für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.
Bernhard Knorn SJ, geb. 1980, Dr. theol., ist Professor für Dogmatik und Ökumenik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main.
Paul Schroffner SJ, geb. 1970, Dr. theol., ist Lehrbeauftragter für systematische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und an den Facultés Loyola Paris.
Yauheniya Danilovich, geb. 1983, Dr. theol., ist Universitätsassistentin an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
Rezension
"1700 Jahre Konzil von Nizäa" (Buchtitel), - ein Grund mehr, sich ihm "vom Ereignis zur Rezeption" erneut (in bewußt ökumenischer Perspektive) zuzuwenden, wie es dieser Sammelband tut. Die Beschlüsse des Konzils prägen die christlichen Konfessionen bis heute, allen voran das große Glaubensbekenntnis (Nicänum). Kaiser Konstantin versucht durch Einberufung des ersten Konzils in Nicäa 325 n.Chr. die verschiedenen und rivalisierenden Gruppierungen, theologischen Strömungen und Feiertragspraktiken des Christentums zu vereinheitlichen, um eine für das gesamte römische Reich gemeinsame Glaubensgrundlage zu schaffen, die auch seine Herrschaft stabilisieren soll. Anders als sein Vorgänger Diokletian sucht Konstantin nicht gegen, sondern mit dem wachsenden Christentum das kriselnde Römische Reich zu stabilisieren. Die theologischen Kontroversen innerhalb der divergenten christlichen Gruppierungen der ersten drei Jahrhunderte aber sind gravierend: neben praktisch-theologischen Fragen wie der Frage nach den Osterfeiertagen steht insbesondere die christologische Frage im Zentrum: Ist Jesus Christus ganzer Mensch (so Arius) oder ganzer Gott oder ganzer Mensch und ganzer Gott (Homoousios), wie das Konzil als vereinheitlichenden Kompromiß festlegt? Dieser Band leuchtet das erste christliche Konzil umfassend in ökumenischer Perspektive aus.
Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Fundierte ökumenische Beiträge zum Jubiläum 1700 Jahre Konzil von Nizäa
Schlagwörter:
Ökumene
Das Glaubensbekenntnis
Christologie
Inhaltsverzeichnis
Nachruf auf Peter Hünermann 9
Johanna Rahner / Thomas Söding
Einleitung der Herausgeber:innen 15
AUFTAKT
Im Schatten der Authentizität. Was vom religiösen Bekenntnis bleibt 21
Johannes Lorenz
I. IM BEKENNTNIS VEREINT: DAS SYMBOLUM ALS GENRE UND SEINE ÖKUMENISCHE BEDEUTUNG
Zentrale Fragestellungen des Konzils von Nizäa (325) und die Bedeutung der historischen Erinnerung für die ökumenische Perspektive 31
Notker Baumann
Nizäa (325) und Ephesus (431).
Die Bedeutung des so genannten Kanon 7 von Ephesus für die Rezeption des Nizänischen Glaubensbekenntnisses 47
Wolfram Kinzig
Von der Schrift zum Symbolum - und wieder zurück?
Das Konzil von Nizäa und die dogmatischen Kriterien einer lebendigen Überlieferung 74
Markus Weißer
Bekenntnis und Theologie.
Debatten um die Normativität altkirchlicher Symbola im 19. und 20. Jahrhundert 94
Bernhard Knorn
„Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe.“
Hermeneutische Überlegungen zur Relevanz von Bekenntnissen für die Ökumene 114
Burkhard Neumann
Exklusion oder Einheit, Gebet oder Dogma?
Zur besonderen ökumenischen Relevanz des Nizänums 125
Ulrike Link-Wieczorek
II. EIN GOTT IN DREI PERSONEN - INTERPRETATIONEN
Gottesgegenwart. Christologische Impulse und Herausforderungen im Anschluss an das Nizänum 143
Bernd Oberdorfer
Die trinitätstheologische Bedeutung des homousios von Nizäa im Verständnis von Friedrich Schleiermacher und Karl Rahner 160
Dirk Ansorge
Das Symbolum von Nizäa. Echos und Prägungen in der orthodoxen Trinitätstheologie des 20. und 21. Jahrhunderts 186
Georgiana Huian
Erfahrung versus Dogma?
Kritische Annäherung an Jesus. Symbol of God von Roger Haight SJ 206
Paul Schroffner
Mit Nizäa umgehen (lernen).
Was bedeutet das Bekenntnis von 325 n. Chr. heute? 228
Andreas R. Batlogg
III. ENTSCHEIDUNGEN IN GLAUBENSFRAGEN - KOMPLEXE REZEPTIONSPROZESSE
Das Nizänum im Spannungsfeld von christlicher Kirche und römischem Staat 249
Heike Grieser
Der Teufel bei Mailand.
Anti-,arianische' Polemik und Spuren des Ringens um Nizäa in Martinsviten des
4. bis 6. Jahrhunderts 269
Johannes Arnold
Das Konzil von Nizäa und das Metropolitansystem.
Die Canones 4, 5, 6, 7 und 16 in orthodoxer Rezeption 291
Anargyros Anapliotis
Die umstrittene Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Eine dogmenhermeneutische Herausforderung 312
Christoph Theobald
EPILOG
Kirchenleitung gestalten.
Konzile und Synoden als kirchliche Entscheidungsorgane 337
Hacik Rafi Gazer / Andreas Krebs / Friederike Nüssel / Thomas Söding
Autor:innen und Herausgeber:innen 353
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