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Theologische Gotteslehre  1. Aufl. 1985 / 3. Aufl. 1993 / ppb-Ausgabe 2002
Theologische Gotteslehre


1. Aufl. 1985 / 3. Aufl. 1993 / ppb-Ausgabe 2002

Herbert Vorgrimler

Patmos
EAN: 9783491690530 (ISBN: 3-491-69053-6)
196 Seiten, paperback, 12 x 19cm, Januar, 2002

EUR 9,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Leitfaden Theologie



Die Theologischen Gotteslehre bildet den Anfang aller Glaubensdarlegung, Es geht um Gott, der sich den Menschen selber erschlossen und mitgeteilt hat. Der Band beginnt daher mit kurzen Kapiteln zur Erkenntnis Gottes und zur Sprache, in der sich diese Erkenntnis ausspricht. Die kirchliche Lehre über den einen und den dreieinigen Gott wird kurz dargestellt. Sodann werden die biblischen Gotteserfahrungen umrissen, die in der späteren Reflexion zu der lehre von dem einen Gott geführt haben bzw, zur Entstehung der Trinitätslehre. Abschließend setzt sich der Band mit der widersprüchlichen und komplexen Situation der Gottesfrage in der Gegenwart auseinander.

Herbert Vorgrimler gibt einen Durchblick durch das aroße Thema, der die Linien der geschichtlichen Enwicklung und die Kernpunkte der Systematik klar hervortreten läßt.



Herbert Vorgrimler, geboren 1929, war Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster/Westfalen. Er ist durch zahlreiche Publikationen zu Themen der Systematischen Theologie bekannt geworden.
Rezension
In dieser preislich reduzierten Ausgabe bietet Vorgrimlers Gotteslehre aus der Reihe "Leitfaden Theologie" eine ebenso günstige wie gelungene Einführung in diesen Bereich dogmatischer Theologie, der sich mit dem 1. Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses befasst. Nur kurz verbleibt der Autor bei den Grundlagen und Voraussetzungen der Gotteslehre wie z.B. Gotteserkenntnis, um dann umso intensiver die Biblische Gotteserfahrung zur Sprache zu bringen (AT und NT). Es folgt ein kurzer Gang durch die Dogmengeschichte mit besonderer Betonung der Trinitätslehre, um schließlich zu den heutigen Problemen einer Gotteslehre zu gelangen. Alles verständlich verfasst, aber natürlich auf dem Stand der Literatur der 3. Aufl. 1993 stehengeblieben.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Der Autor stellt das Werden des offiziellen, kirchlich-amtlichen Gottesbildes und dessen entscheidende Aussagen zuverlässig dar.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungen 8

Einleitung und Einordnung 9

0.1 Abgrenzungen 15
0.2 Zum Aufbau der theologischen Gotteslehre 17

1 Voraussetzungen und Grundlagen der Gotteslehre 21

1.1 Gotteserkenntnis 21
1.2 Das analoge Sprechen von Gott 30
1.3 Gotteserkenntnis durch Offenbarung und Glauben 34

2 Die Gottesaussagen der kirchlichen Lehrüberlieferung 38

2.1 Der eine Gott 38
2.2 Der dreieinige Gott 41

3 Biblische Gotteserfahrungen 44

3.1 Die Gotteserfahrungen nach dem Zeugnis des Alten Testaments 44
3.1.1 Die Anfänge des alttestamentlichen Redens von Gott 44
3.1.2 Die Herkunft der Jahwe-Religion 47
3.1.3 Die Durchsetzung des Monotheismus 50
3.1.4 Der Prozeß des Gottesverständnisses im Monotheismus 51
3.1.5 Grundzüge des Jahwe-Glaubens 54
3.1.6 Probleme einer alttestamentlichen »Gotteslehre« 56
3.2 Die Gotteserfahrungen und Gotteserkenntnisse nach dem Zeugnis des Neuen Testaments 58
3.2.1 Der Gott Jesu von Nazaret 58
3.2.2 Die Auf erweckung Jesu und die Anfänge der Christologie 62
3.2.3 Die Entstehung der Präexistenzchristologie 65
3.2.4 Gott, Jesus und die Menschen nach dem Neuen Testament 68
3.2.5 Die Gottheit Jesu nach dem Neuen Testament 70
3.2.6 Der Heilige Geist im biblischen Zeugnis 71
3.2.7 Das Verhältnis der biblischen Gotteszeugnisse zueinander 74

4 Das Werden des christlichen Gottesbildes 79

4.1 Begegnung mit der griechischen Philosophie: Erarbeitung der Grundzüge einer Lehre von Wesen und Eigenschaften Gottes. 80
4.2 Die Entwicklung der Trinitätstheologie 88
4.2.1 Erste theologische Versuche 89
4.2.2 Die monarchianischeTendenz 91
4.2.3 Die subordinatianischeTendenz 93
4.2.4 Erste kirchliche Theologie gegen den Monarchianismus 94
4.2.5 Die amtlich-kirchliche Lehre über die Trinität bis 381 96
4.2.6 Exkurs zum Problem des »Filioque« 101
4.2.7 Die Weiterentwicklung der lateinischen Trinitäts- lehre 105
4.3 Die Probleme der scholastischen Gotteslehre 113
4.3.1 Inhalte der scholastischen Gottes- und Trinitätslehre 116
4.3.2 Die von der Scholastik geprägte kirchliche Trinitätslehre 119
4.3.3 Das Problem der drei »Personen« und der Persönlichkeit Gottes 124
4.3.4 Derpoli tische Monotheismus und die göttliche Dreifaltigkeit 129
4.3.5 Der Beitrag der christlichen Mystik zur Gotteslehre 132
4.4 Die kirchenamtliche Gotteslehre in der Neuzeit 138

5 Heutige Grundprobleme 148

5.1 Die Veränderlichkeit Gottes 149
5.1.1 Das Werden Gottes: der Beitrag der Prozeßtheologie 150
5.1.2 Das menschliche Schicksal Gottes 155
5.2 Der dreieinige Gott 160
5.2.1 Die Einheit von ökonomischer und immanenter Trinität 161
5.2.2 Die trinitarische Geschichte Gottes 165
5.2.3 Die Identität des dreieinigen Gottes mit der Liebe 169
5.2.4 Gottes Zukunft 170
5.2.5 Der Streit um die Personen. 172
5.3 Der Gott der Befreiung 174
5.3.1 Der Gott der Politischen Theologie 175
5.3.2 Der Gott der Theologie der Befreiung 177
5.3.3 Die Gottheit in der Feministischen Theologie 180

6 Abschließende Überlegung 182

Literaturnachtrag zur 3. Auflage 187
Personenregister 191