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Werkbuch Familienaktivierung
DV FAM e.V. - Dachverband FamilienAktivierungsManagement (Hrsg.), Ruediger Pieper
wbv Media
, Schneider Verlag
EAN: 9783834020888 (ISBN: 3-8340-2088-5)
334 Seiten, paperback, 16 x 23cm, Oktober, 2020
EUR 39,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Das Werkbuch zum Konzept Familienaktivierung basiert auf den Konzepten des FamilienAktivierungsManagements (FAM). Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Kinder am besten in ihrer eigenen Familie aufwachsen und jedes Familiensystem über die notwendigen Ressourcen und Potenziale verfügt, um auch in Krisensituationen nachhaltige Veränderungen zu bewirken. FAM richtet sich an Familien, in denen eine akute Krise die Gefahr einer Fremdunterbringung von Kindern oder Jugendlichen mit sich bringt.
Das Buch erläutert, wie Fachkräfte durch ein strukturiertes methodisches Vorgehen sowie ein klar definiertes Unterstützungssystem die Voraussetzungen schaffen, um eine Fremdplatzierung zu vermeiden - immer unter der Prämisse des Kindeswohls. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Stärkung der Selbstwirksamkeit und der konsequenten Ausrichtung auf vorhandene Ressourcen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die nachhaltige Einbindung der Familie, um Stabilität und Fortschritt über eine unmittelbare Hilfephase hinaus zu sichern.
Neben der Darstellung der theoretischen Grundlagen des FAM stellt das Werkbuch praxisnahe Methoden vor und beschreibt detailliert die Umsetzung familienaktivierender Ansätze im Alltag. Den Schlußpunkt bildet der Transfer familienaktivierender Handlungsweisen in weitere Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe.
Rüdiger Pieper, geb. 1958 in Bremen, ist seit mehr als 30 Jahren in unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit tätig. Im Dachverband FAM ist er seit dessen Gründung aktiv. Als lizenzierter Trainer bildet er u. a. Fachkräfte für Familienaktivierung und Krisenintervention aus.
Aktivierende Arbeit auf Basis konsequenter Ressourcen- und Lösungsorientierung bildet zudem die Grundlage seiner Tätigkeit als pädagogischer Leiter einer traditionsreichen Jugendhilfeeinrichtung. In diesem Kontext hat er u. a. seit 1996 das Konzept der stationären Aufnahme ganzer Familiensysteme maßgeblich mit- und weiterentwickelt.
Rezension
Das FamilienAktivierungsManagement (FAM) ist eine ambulante Form der Jugend- und Familienhilfe auf der Grundlage der §§ 27ff SGB VIII. Es geht davon aus, daß Kinder am besten in ihrer eigenen Familie aufwachsen und jedes Familiensystem über die notwendigen Ressourcen und Potenziale verfügt, um auch in Krisensituationen nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Es ist ein Angebot für Familien, die sich in einer schweren Krise befinden und die vor der Frage stehen, ob ein oder mehrere Kinder oder Jugendliche außerhalb der Familie untergebracht werden müssen. FAM basiert auf einem konsequent auf Ressourcen- und Lösungsorientierung geprägten Ansatz. FAM geht davon aus, dass Menschen besonders in Krisen zur Veränderung bereit sind. Ein zielorientiertes methodisches Vorgehen, ein absichernder Rahmen mit 24-Stunden-Erreichbarkeit und ein klares fachliches Unterstützungssystem sind dabei grundlegend.Ein zentrales Ziel besteht darin, die Selbstwirksamkeitspotentiale der Klienten zu steigern. Die Sicherheit und der Schutz der Kinder bzw. Jugendlichen steht dabei immer im Vordergrund. Neben der Darstellung der theoretischen Grundlagen des FAM stellt das Werkbuch praxisnahe Methoden vor und beschreibt detailliert die Umsetzung familienaktivierender Ansätze im Alltag.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
Familie, Familienaktivierung, Familiensystem, Werkbuch
Inhaltsverzeichnis
VORWORT 11
ZUM AUFBAU DES WERKBUCHES 13
WIE FAM NACH DEUTSCHLAND KAM 15
1. FAMILIENAKTIVIERUNGSMANAGEMENT 22
1.1 DIE PHILOSOPHIE VON FAM 22
1.2 WERTHALTUNGEN VON FAM 23
1.3 AN WEN SICH FAM RICHTET 24
1.4 ART DER LEISTUNGEN 25
1.5 LEITLINIEN / ZIELE / INHALTE 25
1.6 QUALITÄTSSTANDARDS 27
1.7 AUSBILDUNGSSTRUKTUR DER FACHKRÄFTE IM DACHVERBAND FAM E. V. 28
1.8 ERWEITERUNGEN DES FAM-FAMILIENAKTIVIERUNGSMANAGEMENTS 29
2. DIE ARBEITSPHASEN IM FAM 37
2.1 ZUSAMMENFASSUNG: DER FAM-PROZESS 39
2.2 AUFTRAGSKLÄRUNG 40
3. HALTUNGEN IM FAM 42
3.1 WERTSCHÄTZUNG, ACHTUNG UND RESPEKT 42
3.2 RESSOURCENORIENTIERUNG 47
3.3 LÖSUNGSORIENTIERUNG 50
3.4 AKTIVIERUNG FÖRDERN 57
4. THEORETISCHE GRUNDLAGEN IM FAM 60
4.1 LERNTHEORIE UND VERHALTENSMODIFIKATION 60
4.2 SYSTEMISCHES ARBEITEN 74
5. DER ERSTE DIREKTE KONFLIKT MIT DER FAMILIE 87
5.1 DIE HALTUNG DER FAM-FACHKRAFT 90
5.2 BEOBACHTUNGS- UND GESPRÄCHSTECHNIKEN 91
5.3 EINE POSITIVE GESPRÄCHSBEZIEHUNG ENTWICKELN 94
6. DATEN ERHEBEN, INFORMATIONEN SAMMELN 99
6.1 ARBEITEN MIT DEM GENOGRAMM 100
6.2 SOZIOGRAMM, FAMILIEN-MAP, SYSTEMZEICHNUNG 103
6.3 ZEITSTRAHL / TIME-LINE 105
6.4 NETZWERKKARTE 106
6.5 CASE MANAGEMENT 107
7. KRISENINTERVENTION 109
7.1 KRISE, WAS IST DAS? EINE ERWEITERTE KRISENDEFINITION 112
7.2 DYNAMIK DER BEZIEHUNG ZWISCHEN FACHKRAFT UND FAMILIENMITGLIED BEI EINEM KRISENANRUF 114
7.3 ZUGÄNGE FÜR DIE FACHKRÄFTE ZUR ARBEIT MIT KRISEN 116
7.4 KRISENMANAGEMENT KONKRET 117
7.5 MÖGLICHKEITEN DES EINGREIFENS IN KRITISCHEN SITUATIONEN OHNE KÖRPEREINSATZ 120
8. PRAKTISCHE UND MATERIELLE HILFE 122
8.1 MÖGLICHKEITEN MATERIELLER UNTERSTÜTZUNG 123
9. EIN WESENTLICHES ARBEITSMITTEL: KOMMUNIKATION 125
9.1 DIE BEDEUTUNG DES „NUTZENS“ IN DER KOMMUNIKATION 129
9.2 MITTEL DER KOMMUNIKATION 130
9.3 ZIELGERICHTETES SPRECHEN UND HÖREN 133
9.4 ICH-BOTSCHAFTEN 135
9.5 AKTIVES ZUHÖREN 137
9.6 METHODISCHE GRUNDPRINZIPIEN DER IDIOLEKTIK – MENSCHEN KOMMEN ZU WORT, WERDEN GEHÖRT UND FÜHLEN SICH VERSTANDEN 139
9.7 FEEDBACK 142
10. ZIELFORMULIERUNGEN 154
10.1 WIE KOMME ICH ZU EINER GUTEN ZIELFORMULIERUNG? – LEITFRAGEN 155
10.2 PROTOKOLL ÜBER JEWEILS DREI KURZFRISTIGE ZIELE DER FAMILIE 157
11. ERMUTIGUNG / ENCOURAGING 159
11.1 GEMEINSCHAFTSGEFÜHL – ZUGEHÖRIGKEITSGEFÜHL 164
11.2 PRAXIS DER ERMUTIGUNG 165
11.3 ERZIEHUNG ZUR SELBSTACHTUNG 167
12. GLAUBENSSÄTZE 175
13. TECHNIKEN ZUR BEEINFLUSSUNG VON GEDANKEN UND GEFÜHLEN 178
13.1 RATIONAL-EMOTIVE VERHALTENSTHERAPIE (REVT) / RATIONAL-EMOTIVE THERAPIE (RET) 178
13.2 VERÄNDERUNG VON SELBSTGESPRÄCHEN 184
14. TECHNIKEN ZUR VERÄNDERUNG VON VERHALTEN 189
14.1 WUT- UND ÄRGER-MANAGEMENT 189
14.2 ANALYSE ZUM UMGANG MIT ÄRGER 191
14.3 WUT- / ÄRGER-TAGEBUCH 192
14.4 IN FÜNF SCHRITTEN ZUM UMGANG MIT ÄRGER 192
14.5 WEITERE HERANGEHENSWEISEN IM UMGANG MIT WUT UND ÄRGER 194
14.6 PROBLEMLÖSUNGSTECHNIKEN: DIE VIER SCHRITTE DER PROBLEMLÖSUNG 195
14.7 „SHELLEYS KRISENKARTE“ 198
15. KONFLIKTMANAGEMENT 203
15.1 PHASENMODELL DER ESKALATION 205
15.2 WIE SOLL ES WEITERGEHEN? – KONFLIKTMANAGEMENT IM FAM AUF DER GRUNDLAGE SYSTEMISCHER
SICHTWEISEN 211
15.3 VERÄNDERUNG VON KONFLIKTVERHALTEN 213
15.4 SECHS SCHRITTE ZUR KONFLIKTBEWÄLTIGUNG 215
16. DAS VERMITTELN ERZIEHERISCHER FÄHIGKEITEN 216
16.1 GRENZSETZUNG – UM WELCHE GRENZEN GEHT ES? 219
16.2 WIE KINDER UND JUGENDLICHE DEN UMGANG MIT GRENZEN LERNEN 220
16.3 ENTWICKLUNGSPHASEN UND ENTWICKLUNGSAUFGABEN FÜR KINDER UND HERANWACHSENDE 221
16.4 COPING 224
16.5 ALTERSANGEMESSENE ELTERLICHE REAKTIONEN 227
16.6 WAS ELTERN NOCH TUN KÖNNEN, DAMIT IHRE KINDER AUF SIE HÖREN, SIE ERNST NEHMEN, IHNEN
FOLGEN 232
17. UND IMMER WIEDER: RESSOURCEN 238
17.1 DER RESSOURCEN-BEGRIFF IN DER DISKUSSION 238
17.2 RESSOURCENORIENTIERTES ARBEITEN IM FAM 241
17.3 DIE ERKUNDUNG INDIVIDUELLER RESSOURCEN 245
17.4 EINSCHÄTZUNG DER RESSOURCEN VON KINDERN 257
17.5 RESSOURCENAKTIVIERUNG PRAKTISCH 259
18. KINDERSCHUTZ IM FAM GEMÄSS § 8A SGB VIII 262
18.1 DER BEGRIFF DES KINDESWOHLS 262
18.2 RECHTE UND ANSPRÜCHE VON KINDERN 268
18.3 WELCHE FORMEN VON KINDESWOHLGEFÄHRDUNG LASSEN SICH UNTERSCHEIDEN? 271
18.4 BEEINTRÄCHTIGUNGEN DER ELTERLICHEN ERZIEHUNGSKOMPETENZ 274
18.5 ABLAUFSCHEMA FÜR FREIE TRÄGER BEI GEWICHTIGEN ANHALTSPUNKTEN FÜR EINE KINDESWOHLGEFÄHRDUNG NACH § 8A SGB VIII 276
19. DAS GESCHRIEBENE WORT BLEIBT – DOKUMENTATION UND BERICHTSERSTELLUNG 278
19.1 ARBEITSVORLAGE FÜR DAS FAM-ZWEI-WOCHEN-GESPRÄCH 286
19.2 ARBEITSVORLAGE FÜR DAS „VIER-WOCHEN“-GESPRÄCH IM FAM 288
19.3 DER ABSCHLUSSBERICHT 288
19.4 RISIKOEINSCHÄTZUNG UND RESSOURCENPROFIL 292
20. DIE BEENDIGUNG DES FAM 302
20.1 DER ABSCHLUSS MIT DER FAMILIE 303
20.2 ANFORDERUNGSPROFIL FÜR NACHFOLGENDE HILFEN 306
20.3 EVALUATION UND FOLLOW-UP-BESUCHE 306
21. DIE FAM-FACHKRAFT 310
21.1 WAS BENÖTIGEN FAM-FACHKRÄFTE, UM ERFOLGREICH IN KRISENFAMILIEN ZU ARBEITEN? WAS IST HILFREICH UND FÖRDERLICH? 315
21.2 SELF-CARE FÜR FAM-FACHKRÄFTE 316
21.3 EINSCHALTEN DER FAM-BERATUNG DURCH DIE FAM-FACHKRAFT 320
21.4 PSYCHOHYGIENE 321
22. DIE FAM-BERATUNG 323
LITERATURVERZEICHNIS 326
DANK 334
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