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Philipp Melanchthon - Heubtartikel Christlicher Lere Melanchthons deutsche Fassung seiner Loci theologici, nach dem Autograph und dem Originaldruck von 1553 2. Auflage 2010
Philipp Melanchthon - Heubtartikel Christlicher Lere
Melanchthons deutsche Fassung seiner Loci theologici, nach dem Autograph und dem Originaldruck von 1553


2. Auflage 2010

Ralf Jenett, Johannes Schilling (Hrsg.), Philipp Melanchthon

Evangelische Verlagsanstalt
EAN: 9783374019502 (ISBN: 3-374-01950-1)
512 Seiten, hardcover, 18 x 25cm, 2010, mit zahlr. Abb.

EUR 24,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Der junge Philipp Melanchthon schuf mit seinen Loci theologici, den "theologischen Grundbegriffen", die erste evangelische Glaubenslehre. Luther empfahl sie gleich nach der Bibel, Georg Spalatin und Justus Jonas übertrugen sie ins Deutsche: Heubtartikel Christlicher Lere. Der ältere Melanchthon verbesserte deren Neuauflagen. Als 55-Jähriger begann er, eine eigene deutsche Fassung zu schreiben. Tröstlicher und genauer denn je formulierte der Streiterprobte die ersten drei Fünftel seines epochalen Lehrbuchs: Melanchthons längste deutsche Handschrift, heute in der Wissenschaftlichen Bibliothek Olmütz, wird in diesem Band erstmals herausgegeben — vervollständigt aus dem Originaldruck der so erneuerten "Heubtartikel Christlicher Lere".

Damit ist Philipp Melanchthons theologisches Hauptwerk erstmals im Deutsch des Verfassers verfügbar, sein Vermächtnis zumal für "die jungen Leute": biblischer Glaube für deutsche Leser.
Rezension
Dies ist eine klassische lutherische Dogmatik der frühesten Zeit! Philipp Melanchthons "Heubtartikel Christlicher Lere" in der authentischen sprachlichen Gestalt ihres Verfassers sind ein ungehobener Schatz der Reformationsliteratur! In der Forschung ist dieser Text bislang nur unzureichend gewürdigt worden. Diese Neuausgabe des längsten deutschen Textes nach einem Aiutograph Melanchthons kommt damit einer Neuentdeckung eines klassischen Werkes reformatorischer Theologie gleich. Der junge Philipp Melanchthon schuf mit seinen Loci theologici, den "theologischen Grundbegriffen", die erste evangelische Glaubenslehre. Die evangelische Urdogmatik Melanchthons Loci theologici in der deutschen Bearbeitung ihres Verfassers ist auch sprachlich ein authentischer Schlüssel zum Glauben der Reformationszeit.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Biblischer Glaube, klassisch auf den Punkt gebracht: Die evangelische Urdogmatik Melanchthons Loci theologici in der deutschen Bearbeitung ihres Verfassers ist auch sprachlich ein authentischer Schlüssel zum Glauben der Reformationszeit.

zu den Herausgebern:

Ralf Jenett, Jahrgang 1967, ist Pfarrer und seit 2001 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kirchengeschichte der Universität Kiel. Innerhalb eines DFG-geförderten Drittmittelprojektes arbeitete er 1999 bis 2001 an dieser Ausgabe.

Johannes Schilling, Jahrgang 1951, ist seit 1993 Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte mit dem Schwerpunkt Reformationsgeschichte an der Theologischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und seit 1999 Präsident der Luther-Gesellschaft.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 11
Vorwort zur 2. Auflage 13

EINLEITUNG

Die Olmützer Handschrift der »Heubtartikel« 17
Die revidierten Druckausgaben (1542 — 1579) 50
Zu dieser Ausgabe 68

HEUBTARTIKEL CHRISTLICHER LERE

DER ERBARN UND TUGENTSAMEN FRAU ANNA 77

VORREDE 80
Die furnemisten artikel der christlichen lahr 84

VON GOTT 86

DAS DREY PERSONEN, EWIGER VATTER, EWIGER SON UND EWIGER HEILIGER GEIST, EIN EINIG GOTTLICH WESEN SIND 94

Gebet 101
Zeugnis von den dreyen personen 103
Vom Ewigen vatter 103
Vom Ewigen Son 104
Zeugnis vom heiligen Geist 109
Gregorius Neocaesariensis 113
Gregorii Neocesariensis bekantnus 114
Ireneus 114
Eusebius Palestinus 115
Tertullianus 115
Epiphanius 115
Das der ewige Son gottes menschlich natur an sich genomen hatt 118

VOM ARTIKEL DES GLAUBENS, DAS GOTT ALLE ANDRE DING ERSCHAFFEN HABE. DE CREATIONE 127

Von ursach der sunde und das der mensch nicht zur Sunde gezwungen ist, auch noch nit gezwungen wirt, und von der contingentia 133

VON MENSCHLICHEN KREFFTEN UND VOM FREYEN WILLEN 135

Die erste antwort 142
Die ander antwort uff die frag vom freyen willen 146
Von spruchen, die in diser frag gemelt werden 151
Vom spruch leremie 154
Vom spruch Sirach 155
Von zween spruchen Hieronymi 156

VON DER ERBSUND 160

Was Erbsünde ist 166
Woher die Erbsünde sich Ursache 168
Von straffe der Sünde 169
Sprüche aus der Schafft, Das Erbsünde sey und Was Erbsünde sey 169
Von den phariseern, Pelagianern, pebstlichen und widerteufferschen irthumben in disem artikel 171
Von wirklichen sunden 173

VOM GOTTLICHEN GESETZ 176

Erstlich aber will ich dise definition setzen 177
Das erst gebott in den zehen gebotten 179
Sund wider das erste gebott 184
Das ander gebott 187
So wollen wir nu ettlich grad guter werk in
disem gebott erzelen 187
Vom Eid 18 8
Sund wider dises gebott 189
Das dritt gebott 192
Sund wider das dritt gebott 195
Vom vierden gebott 196
Gute werk im vierden gebot 206
Sunde wider dises gebot 209
Das funfft Gebott: Du solt nicht todten 212
Das sechste gebot: Du solt nicht ehebrechen 214
Gute werk nach disem gebot 217
Sund wider dises sechste gebott 218
Das sibend Gebot: Du solt nicht stehlen 218
Gute werk in disem gebot 220
Sund wider dises gebott 221
Das acht gebot: Du solt nicht falsche
Zeugnis reden 222
Gute werk in disem gebot 223
Sunde wider dises gebott 224
Das neund und zehend gebott 226
Von straffen, an das gesetz angehengt 227
Von dreyerley brauch des gottlichen gesetzes 228
Vom naturlichen gesetz 234
Von unterschied der gepot und Redte 236
Von der Räch, straff und gegenwehr 238
Von der Armut 243
Von keuscheit 245

VOM EVANGELIO 249

WIE DER MENSCH VERGEBUNG DER SUND ERLANGET UND GERECHT WIRT VOR GOTT 259

Vom wort >Glauben< 268
Vom wort >Gnad< 270
Vom wort >gerechtikeit< und >gerecht sein< 271
Antwort uff ettlich gegenargument 273
Warumb musß man die exclusivam >sola fide< oder >gratis< festiglich erhalden? 277

VON GUTEN WERKEN 287

Uff die erst frag 288
Uff die ander frag 289
Uff die dritt frag 291
Uff die vierde frag 294
Uff die funfft frage 297

VON DER EWIGEN AUßERWEHLUNG UND VERWERFFUNG 302

VON UNTERSCHIED DES ALDEN UND NEUEN TESTAMENTS 307

VON CHRISTLICHER FREYHEIT 310

VOM BUCHSTABEN UND GEIST 316

VON DEN SACRAMENTEN 317

Von der Tauffe 320
Von der tauffe lohannis und der Aposteln 322
Von der Iungenkinder Tauffe 323
Vom Abendmal des Herrn Christi 331
Vom ersten 332
Vom ändern 333
Vom dritten 334
Vom vierden 335
Unterschid der Ceremonien: Sacrament und Opffer 338
Von dem Danckopffer 340
Von der Busse 346
Von der Sunde in den heiligen Geist 349
Von der Busse 352
Sprüche 356
Von der Beicht 358
Von Gnugthuung 361

VON KIRCHENGEWALT ODER VON DEN SCHLÜSSELN 370

Vom Beruff der Prediger und Seelsorger 379

VON DER KIRCHEN 383

Von der Kirchen Zeichen 390
Von der Gabe der Auslegung in der Kirchen 391

VOM REICH CHRISTI 392

Zeugnis aus der Schrifft, Das das Reich Christi geistlich sey 393

VON DER AUFFERSTEHUNG VON DEN TODTEN 399

VON TRÜBSAL UND CREUTZ ZU TRAGEN 406

VOM GEBET 418

Kurtze auslegung des Vater unsers 426

VON MENSCHEN SATZUNGEN IN DER KIRCHEN 429

Sieben irthumb, so die Bepstlichen an ire Gesetze flicken 431

VON TÖDTUNG DES ALTEN ADAMS UND ERWEHLTER UBUNGE 439

VON ERGERNIS 443

Von Ergernis in mittein dingen 446

VON WELTLICHER OBERKEIT 450

REGISTER DER FÜRNEMSTEN HEUBTSTÜCKE CHRISTLICHER LERE, SO IN DIESEM BUCH GEHANDELT SIND 476

VERZEICHNISSE

Bibelzitate 489
Sonstige Zitate 497
Personennamen 499
Glossar 503